Da der Autor dieses Beitrags am Freitag, dem 20. Juni, abwesend sein wird, erscheint diese Ausgabe ausnahmsweise bereits einen Tag früher als üblich – wir bitten um Verständnis.
Astronomie
Beobachtungstipps im Juni
Der Sommer ist da – zumindest ab dem 21. Juni. Der Juni ist also der Monat der kurzen Nächte, in denen es aber trotzdem noch so einiges am Himmel zu entdecken gibt. So locken etwa die Sterne des Sommers, das Band der Milchstraße und auch die Planeten unseres Sonnensystems. Diese findet man derzeit vor allem zu Beginn und am Ende der Nacht.
Thema des Monats: Die Plejaden in der Mythologie und in einem bekannten Volksmärchen


19. Juni: HEUTE AM HIMMEL
Kennen Sie die täglich publizierte Seite Heute am Himmel? Sie bietet tagesgenaue Informationen zu Astronomie und Raumfahrt, beginnend mit den Daten zum Mond und den Dämmerungszeiten. Anschliessend gibt sie in der Rubrik Tagesereignisse kurz und bündig einen kompakten Überblick zum Tagesgeschehen. Danach folgt eine tabellarische Auflistung der Astronomischen Ereignisse, gefolgt von den Planeten am Abend- und am Morgenhimmel. Zum Schluss werden die Überflugdetails zur Internationalen Raumstation (ISS) und hellen Satelliten, sowie die wichtigsten Links zur Sonnenbeobachtung gelistet.
Insgesamt also eine wichtige, astronomische Ressource, ohne die (fast) kein Amateurastronom auskommt!
Hinweis: Das Lesen dieses Beitrags setzt eine Mitgliedschaft beim ORION-Portal voraus.
Der stärkste Knall seit dem Urknall?
Um das Ereignis zu beschreiben, haben Astronomen sogar eine neue Klasse kosmischer Megaexplosionen ausgerufen. Es stellt alle anderen Beobachtungen in den Schatten.
–> Wenn ein Riesenstern auf ein extrem massereiches Schwarzes Loch trifft, werden gewaltige Energien freigesetzt (Illustration).
© University of Hawaiʻi Institute for Astronomy (Ausschnitt)


Der erste Blick auf den Sonnen-Südpol
Die europäische Sonde Solar Orbiter sendet Bilder des Südpols der Sonne zur Erde. Eine Premiere, denn bislang gab es nur stark verzerrte Bilder der solaren Pole.
Und hier Beiträge auf orionportal.ch, astronews.com, astronomy.com und skyandtelescope.org zum gleichen Thema.
<– Keine Spur von Kälte: Der Südpol der Sonne unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht von anderen Regionen unseres Tagesgestirns.
© ESA & NASA/Solar Orbiter/EUI Team, D. Berghmans (ROB) / Solar Orbiter’s view of the Sun’s south pole / CC BY-SA 3.0 IGO (Ausschnitt)
ESA-Satellit erzeugt künstliche Sonnenfinsternis
Neuer Blick auf die Sonne: Der zweiteilige ESA-Satellit PROBA-3 verdeckte den Stern, um die Korona der Sonne im Detail untersuchen zu können.
Und hier ein Beitrag auf spacedaily.com zum gleichen Thema.
–> Diese totale Sonnenfinsternis entstand nicht durch den Mond, der sich vor die Sonne schiebt, sondern durch einen Satelliten.
© ESA/Proba-3/ASPIICS / Proba-3’s first artificial solar eclipse / CC BY 3.0 IGO (Ausschnitt)


Wenn sich ein Schwarzes Loch überfrisst
Ein superheißer Ring und Wind mit einem Drittel der Lichtgeschwindigkeit: Wenn viel Masse in kurzer Zeit in ein Schwarzes Loch fällt, wird seine Umgebung noch extremer als ohnehin schon.
<– Aktive Galaxienkerne erzeugen nicht nur die berühmten Jets, sondern auch als UFOs bezeichnete, superschnelle Plasmawinde in ihrer direkten Umgebung.
© ESO/M. Kornmesser / An artist’s rendering of the most distant quasar / CC BY 4.0 (Ausschnitt)
Schwarzes Loch rotiert wohl fast so schnell wie theoretisch möglich
Ein KI-basiertes Modell kommt zu dem Schluss, dass das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße überraschend schnell rotiert.
–> Das erste Bild des Schwarzen Lochs im Herzen der Milchstraße scheint nicht allzu viel zu verraten. Nun soll KI verborgene Informationen herauskitzeln – und idealerweise keine hineinhalluzinieren.
© EHT Collaboration / Erstes Bild unseres schwarzen Lochs / CC BY 4.0 (Ausschnitt)


APOD: Astronomy Picture of the Day
Hier das tagesaktuelle Bild von der Seite „Astronomy Picture of the Day“ (APOD) – ein wunderbares Bildarchiv zur Astronomie, das viele Jahre zurück reicht.
<– NGC 3521: Galaxy in a Bubble
Image Credit & Copyright: Vikas Chander
»Fehlende Materie« im Universum aufgespürt
Mit Röntgenteleskopen konnte ein Gasfilament zwischen vier Galaxienhaufen aufgespürt werden, das zehnmal so viel Materie wie unsere Galaxis enthält. Mit solchen Strukturen lässt sich vielleicht das Phänomen der fehlenden gewöhnlichen Materie im Universum erklären.
Und hier ein Beitrag auf space.com zum gleichen Thema.
–> Ist das ein Teil der »fehlenden Materie« im Universum? Mit zwei Röntgenteleskopen wurde dieses breite Gasfilament zwischen vier Galaxienhaufen aufgespürt.
© ESA/XMM-Newton and ISAS/JAXA (Ausschnitt)


CDG-2: Dunkle Galaxie aus 99,9 Prozent Dunkler Materie
Im Perseus-Galaxienhaufen wurde nun eine ganz besondere Galaxie identifiziert: Die Candidate Dark Galaxy-2 ist extrem lichtschwach und dürfte zu fast 100 Prozent aus Dunkler Materie bestehen. Entdeckt wurde das System daher auch nicht durch das Licht seiner Sterne, sondern durch die mit der Galaxie verbundenen Kugelsternhaufen.
<– Die jetzt entdeckte Galaxie CDG-2 gehört zu den lichtschwächsten bekannten Galaxien.
Bild: Francine Marleau
Exoplaneten: Helium-Atmosphären könnten komplexeres Leben verhindern
Die Wahrscheinlichkeit von komplexem und intelligentem Leben in unserer Milchstraße dürfte noch geringer sein als bislang vermutet. Das zumindest ist die Schlussfolgerung aus einer Studie, in der die frühen Atmosphären erdähnlicher Planeten untersucht wurden. Viele davon könnten Helium-dominiert sein, was die Entwicklung komplexer Lebensformen verhindern würde.
–> Künstlerische Darstellung erdähnlicher Exoplaneten.
Bild: NASA / JPL-Caltech / R. Hurt (SSC-Caltech)


Aminosäuren halfen beim Aufbau von RNA am Ursprung des Lebens
Wie entstand das Leben auf der Erde? Eine Antwort auf diese Frage könnte auch helfen, die Wahrscheinlichkeit von Leben auf anderen Welten besser einzuschätzen. Nun hat ein Forschungsteam entdeckt, wie RNA und Aminosäuren in den frühen Stadien der Evolution zusammengearbeitet haben könnten. Gelingt nun auch bald die Nachbildung der ersten Schritte des Lebens im Labor?
<– Blick aus Apollo 11 auf die Erde.
Foto: NASA
ESO: Astronomers capture most detailed thousand-colour image of a galaxy
Astronomers have created a galactic masterpiece: an ultra-detailed image that reveals previously unseen features in the Sculptor Galaxy. Using the European Southern Observatory’s Very Large Telescope (ESO’s VLT), they observed this nearby galaxy in thousands of colours simultaneously. By capturing vast amounts of data at every single location, they created a galaxy-wide snapshot of the lives of stars within Sculptor.
–> The image shows a detailed, thousand-colour image of the Sculptor Galaxy captured with the MUSE instrument at ESO’s Very Large Telescope (VLT).
Credit: ESO/E. Congiu et al.


Frigid Exoplanet in Strange Orbit Imaged by NASA’s Webb
A planetary system described as abnormal, chaotic, and strange by researchers has come into clearer view with NASA’s James Webb Space Telescope. Using Webb’s NIRCam (Near-Infrared Camera), researchers have successfully imaged one of two known planets surrounding the star 14 Herculis, located 60 light-years away from Earth in our own Milky Way galaxy.
<– This image of exoplanet 14 Herculis c was taken by NASA’s James Webb Space Telescope’s NIRCam (Near-Infrared Camera). A star symbol marks the location of the host star 14 Herculis, whose light has been blocked by a coronagraph on NIRCam (shown here as a dark circle outlined in white).
NASA, ESA, CSA, STScI, W. Balmer (JHU), D. Bardalez Gagliuffi (Amherst College)
NASA’s Webb ‘UNCOVERs’ Galaxy Population Driving Cosmic Renovation
Astronomers using data from NASA’s James Webb Space Telescope have identified dozens of small galaxies that played a starring role in a cosmic makeover that transformed the early universe into the one we know today.
And here is an article on space.com on the same topic.
–> White diamonds show the locations of 20 of the 83 young, low-mass, starburst galaxies found in infrared images of the giant galaxy cluster Abell 2744.
Credits: NASA/ESA/CSA/Bezanson et al. 2024 and Wold et al. 2025


Mystery Object in the Milky Way
Astronomers have found X-rays coming from a strange object that releases regular bursts of radio waves, shedding new light on what that object might be.
<– The circle in this composite image of the galactic plane shows a mysterious source of radio waves and X-rays, which might be coming from a highly magnetized neutron star. In the larger image of the dense galactic plane, radio waves are shown as red, X-rays as dark blue, and infrared data is shown as orange, green, and teal. Multiple gas clouds are visible as well as a large supernova remnant.
X-ray: NASA / CXC / ICRAR, Curtin Univ. / Z. Wang et al.; Infrared: NASA / JPL / CalTech / IPAC; Radio: SARAO / MeerKAT; Image processing: NASA / CXC / SAO / N. Wolk
Amid U.S. Science Funding Cuts, Europe Seeks Top American Talent
European nations and universities have pledged more than $850 million for international scientists.
See also: “Shattering” NSF Budget Proposal Threatens Gravitational Wave Science and James Webb, Hubble space telescopes face reduction in operations over funding shortfalls
Credit: NASA


Silicate Clouds and a Dusty Disk in a Multi-Planet System
James Webb Space Telescope observations of two young planets 326 light-years away show a series of surprises.
Around 326 light-years away, two gas giants sweep out large orbits around a Sun-like star. But unlike our system, this one is young, only 16 million years old, and bears remnants of active planet formation. New observations from the James Webb Space Telescope (JWST) have shed light on the juvenile system, revealing silicate clouds in one planet and a disk of planet-forming material around the other.
<– Artist rendition of the YSES-1 System consisting of the ~16 Myr Sun-like star in the center, YSES-1 b and its dusty circumplanetary disk (right), and YSES-1 c with silicate clouds in its atmosphere (left).
Ellis Bogat
Chandra X-ray Observatory and the Missing Quasar Image
Astronomers puzzled over why a gravitationally lensed quasar was missing one of its images — then the Chandra X-ray Observatory found it.
If an object appears in the sky in four places at once, it might seem greedy for astronomers to ask for more. In the case of a distant galaxy called HE0230-2130, however, the absence of a fifth image was unexpected — leaving astronomers to try and explain the puzzle.
–> This image from the Magellan Telescopes shows four images (A, B, C, and D) of the gravitationally lensed quasar. G1 and G2 are the foreground galaxies, whose mass is bending the quasar’s light into multiple images.
Magellan Telescopes


Galaxy cluster pileup sets record for the size of its glow
A cloud of energetic gas lit up by a collision of galaxies spans nearly 20 million light-years, leading astronomers to question what’s keeping it aglow.
When galaxies run into each other, they often appear to merge gracefully, their cores pirouetting around one another, drawn by their mutual gravitational attraction as their spiral arms extend outward in repose and their disks dissolve into an eternal embrace.
But not in galaxy cluster PLCKG 287.0+32.9.
Like a high-speed multi-car pileup in a Hollywood blockbuster, with a drawn-out series of explosions and never-ending smash-ups, this epic collision between three packs of galaxies 5 billion light-years away is leaving astronomers slack-jawed at how it keeps going and going … and going.
<– A radio glow surrounds PLCKG 287.0+32.9, seen here in a composite image with data from NASA’s Chandra X-ray telescope (purple) and the MeerKAT radio array (orange).
Credit: X-ray: NASA/CXC/SAO/K. Rajpurohit et al.; Optical: PanSTARRS; Radio: SARAO/MeerKAT; Image processing: NASA/CXC/SAO/N. Wolk
Detection of ancient water ice suggests interstellar origins predating the Sun
A team of astronomers from Leiden University and the National Radio Astronomy Observatory has confirmed the first robust detection of semi-heavy water ice surrounding a young sunlike star, strengthening the hypothesis that some of the solar system’s water predates the Sun itself. Their study, based on observations from the James Webb Space Telescope, was published in The Astrophysical Journal Letters.
–> JWST-image of the protostellar system L1527 IRS. The protostar is embedded within a cloud of dust, gas, and ice (including semi-heavy water ice) that feeds its growth.
Image: NASA

Raumfahrt

Sonnenstürme bringen Satelliten schneller zum Absturz
Wenn die Sonne besonders aktiv ist, treten mehr Satelliten in die Atmosphäre ein. Das haben Forschende anhand von mehr als 500 Satelliten nachgewiesen. Mit dieser Erkenntnis lässt sich der orbitale Widerstand besser berechnen.
<– Feuriges Ende: Ein Starlink-Satellit verglüht in der Atmosphäre.
© Tim Meyer / EHL Media / dpa / picture alliance (Ausschnitt)
Leck verhindert Start von Axiom-Raummission
Der vierte bemannte Flug von Axiom Space zur ISS sollte starten, doch ein Leck am Flüssigsauerstoffsystem stoppte kurzfristig die Falcon-9-Rakete von Space X. Nun verzögert sich die Mission auf unbestimmte Zeit.
–> Eine Falcon-9-Rakete von SpaceX am 21. April 2025 im Launch Complex 39A des Kennedy Space Center der NASA in Florida.
© SpaceX / NASA’s SpaceX CRS-32 Vertical at LC-39A (Ausschnitt)


Strahlungsmessung auch während kommender Artemis-Mondmission
Weltraumstrahlung stellt ein erhebliches Gesundheitsrisiko bei astronautischen Langzeitmissionen dar. Um Schutzmaßnahmen entwickeln zu können, sind umfassende und homogene Messdaten zur Strahlungssituation außerhalb des erdnahen Orbits nötig. Solche Messungen soll es nun auch auf der Mission Artemis II geben, wie DLR und NASA jetzt vereinbarten.
<– Im November und Dezember 2022 flog das Raumschiff Orion in der unbemannten Artemis-I-Mission um den Mond und wieder zur Erde zurück.
Bild: NASA / DLR (Bildmontage)
Ein Stück Mars auf dem FHNW-Campus: Studierende eröffnen Trainingsgelände für Mars-Rover
Mitten in Windisch, auf dem Campus der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW, wurde am 12. Juni 2025 ein einzigartiges Gelände eingeweiht: Marscape – eine von Studierenden gestaltete Marslandschaft. Im Zentrum steht der FHNW Mars-Rover, der künftig unter realitätsnahen Bedingungen Navigation und Probenentnahme trainieren kann.
–> Mars-Rover „WAMBO“ bei der Geländeerkundung.
Bild: FHNW


NASA+ Documentary “Cosmic Dawn” Reveals Untold Story of James Webb Space Telescope
What does it take to gaze through time to our universe’s very first stars and galaxies?
NASA answers this question in its new documentary, “Cosmic Dawn: The Untold Story of the James Webb Space Telescope.” The agency’s original documentary, which chronicles the story of the most powerful telescope ever deployed in space, was released Wednesday, June 11.
<– Relive the pitfalls and the triumphs of the world’s most powerful space telescope—from developing the idea of an impossible machine to watching with bated breath as it unfolded, hurtling through space a million miles away from Earth.
Credit: NASA
SpaceX: Next Starship explodes on test stand
SpaceX’s next Starship vehicle was destroyed in a catastrophic explosion shortly after 11 p.m. CT (0400 UTC) Wednesday as it was being readied for a static fire test at the company’s Massey facility, near Starbase, Texas.
The bullet-shaped, stainless-steel Ship 36 was ripped apart in a giant fireball as liquid methane and liquid oxygen were being loaded for an expected test firing of the vehicle’s six Raptor rocket engines. It was unclear how much damage was inflicted to the test stand and other facilities at the Massey site.
Und hier Beiträge auf space.com und spacedaily.com zum gleichen Thema.
–> Starship Ship 36 explodes at SpaceX’s Massey test flight on June 18, 2025.
Image: LabPadre Space

Aus den Sektionen und Fachgruppen

Die Astro-Szene Schweiz und international im Juni 2025
Dieser monatlich erscheinende Newsletter der SAG-SAS umfasst neben einem Rückblick auf die vergangenen Highlights aus dem Umfeld der Sektionen und Fachgruppen der SAG-SAS einen Ausblick auf die spannendsten Termine zu astronomischen und raumfahrttechnischen Ereignissen im Folgemonat.
Der Newsletter kann auf der folgenden Seite auch ganz einfach abonniert werden: sag-sas.ch/newsletter-abo/
24. Juni: Sommervorschau 2025 des Planetariums Zürich
Durchführungsort: Planetarium Zürich
Sommernächte am Ereignishorizont: Von Sternbildern zu Schwarzen Löchern
Diesmal nimmt das Planetarium Sie mit auf eine Reise zu den geheimnisvollsten Objekten des Kosmos: den Schwarzen Löchern.
In klaren Nächten erscheinen nun die prachtvollen Sommersternbilder, wo es auch für “kleine” Beobachter viel zu entdecken gibt. Wir geben Ihnen Beobachtungstipps für die Sommerferien. Bereits im südlichen Teilen Europas entfaltet die Milchstrasse ihre ganze Pracht: helles Sternenlicht, bunt leuchtende Gaswolken, dunkler Staub. Aber Vorsicht: Nur 30’000 Lichtjahre entfernt im Zentrum sitzt ein wahres Monster, eben ein “Supermassives Schwarzes Loch”.


25. Juni: Die Euclid-Mission Kosmologie und die Beiträge der Fachhochschule Nordwestschweiz
Referent: Tino Heuberger (FHNW), Durchführungsort: Naturama Aarau
Das ESA Weltraumteleskop Euclid kartografiert die dunkle Materie und die dunkle Energie im Universum, zwei der grössten ungelösten Rätsel der modernen Kosmologie. Seit ihrem Start liefert die Raumsonde beeindruckende Bilder und präzise Daten zur Struktur und Entwicklung des Universums. In diesem Vortrag werden die wissenschaftlichen Ziele, der aktuelle Missions-Status, ein paar der ersten Bilder / Ergebnisse und der kritische Beitrag der FHNW zur Software der Boden-Infrastruktur vorgestellt.
Tino Heuberger ist als Programmierer an der Euclid-Mission tätig und Mitglied der AVA.
29. Juni: Uncovering New Worlds through Artificial Intelligence
Referentin: Sara Marques, Universität Bern, Durchführungsort: Swiss Space Museum, Regensdorf
Exoplaneten sind in der Astronomie zu einem wichtigen Thema geworden. Seit der ersten bestätigten Entdeckung im Jahr 1995 wurden Tausende von Exoplaneten entdeckt, die ein breites Spektrum von Welten – von heissen Gasriesen bis hin zu erdähnlichen Planeten – aufweisen. Die zunehmende Zahl von Weltraummissionen, die sich der Erforschung von Exoplaneten widmen, hat unser Verständnis von Planetensystemen revolutioniert.
Fortschritte bei den Erkennungstechnologien und Analysemethoden, einschliesslich künstlicher Intelligenz (KI), beschleunigen die Entdeckungen und ermöglichen es den Forschenden, die Atmosphären von Exoplaneten, ihre Zusammensetzung und ihre potenzielle Bewohnbarkeit zu untersuchen. Mit den bevorstehenden Missionen ist die Suche nach Leben jenseits der Erde vielversprechender denn je.


30. Juni – 4. Juli: Themenwoche Merkur
Durchführungsort: Sternwarte Rümlang
Der innerste Planet des Sonnensystems ist ein selten gesehener Gast. Deshalb widmen wir ihm ausnahmsweise ganze fünf Tage (jedoch nur wenn das Wetter passt!).
Der Telefonbeantworter gibt eine Stunde vor Beginn bekannt, ob eine Veranstaltung durchgeführt wird:
044 817 06 83
Von den Schweizer Hochschulen
UNI BE: Die Physik hält stand: Neue Teilchen lassen weiter auf sich warten
Das US-amerikanische Forschungszentrum für Teilchenphysik «Fermilab» hat kürzlich zum dritten Mal die Ergebnisse eines wegweisenden Experiments mit Myonen veröffentlicht – Teilchen, die eine zentrale Rolle im sogenannten Standardmodell der Teilchenphysik spielen. Zeitgleich wurde unter der Leitung von Forschenden der Universität Bern eine neue Studie zu komplexen theoretischen Berechnungen des sogenannten magnetischen Dipolmoments des Myons publiziert. Der Vergleich der theoretischen Berechnungen mit den Ergebnissen des Experiments bestätigt das Standardmodell der Teilchenphysik, zeigt aber gleichzeitig, dass die Theorie weiter verbessert werden muss.
–> Der Ringmagnet am Fermilab, der für das «Myon g-2 Experiment» verwendet wurde.
© Fermilab, Bild: Reidar Hahn


UNI ZH: Einsteins Relativitätstheorie auf dem Prüfstand
Mit einem Set von extrem genauen Atomuhren im Weltraum wollen theoretische Physiker wie Philippe Jetzer die Allgemeine Relativitätstheorie von Albert Einstein prüfen. Das ESA-Experiment ACES wurde vergangene Woche ins All geschossen und soll bald Daten liefern.
<– ACES ist am äusseren Ende des Columbus-Moduls der ISS angebracht.
Illustration: ESA, D. Ducros
ETH: Warum im Erdinnern Erdbebenwellen plötzlich rasen
Ein Durchbruch in den Geowissenschaften zeigt, weshalb die Geschwindigkeit von Erdbebenwellen in 2700 Kilometern Tiefe sprunghaft steigt und was der Grund dafür ist: in Reih und Glied ausgerichtete Kristalle und eine Art Gesteinsförderband im unteren Erdmantel.
–> Schnittbild der Erde: Zwischen dem äusseren Erdkern (braun) und dem unteren Mantel (hellbraun) liegt eine rätselhafte Zone, wo sich die Geschwindigkeit seismischer Wellen sprunghaft ändert. (Bild musste aufgrund von möglicher Copyrightverletzung ersetzt werden).
Bild: IAU


L’EPFL parmi les lauréats du Breakthrough Prize 2025
Une centaine de membres actuels et anciens du Laboratoire de physique des hautes énergies LPHEde l’EPFL sont célébrés dans le cadre de la collaboration LHCb, qui partage cette année le prestigieux Breakthrough Prize avec les expériences ATLAS, CMS et ALICE au CERN.
And here is the English version of the article.
<– Membres de la collaboration LHCb.
Crédit : Piotr Traczyk (CERN)
UNI GE: Mesurer à distance des particules grâce à l’intrication quantique
Une équipe de l’UNIGE montre qu’il est possible de mesurer conjointement des particules sans les réunir. Une nouvelle avancée pour la communication et l’informatique quantiques.
And here is the English version of the article.
–> Les mesures quantiques sont essentielles à l’émergence des technologies du futur, comme la communication quantique, qui consiste à encoder de l’information dans des particules de lumière.
© AdobeStock


Marc Eichenberger
Präsident
Seit Kindesbeinen bin ich begeisterter Amateurastronom und war mehr als 30 Jahre im Vorstand der Astronomischen Gesellschaft Luzern tätig, die letzten neun Jahre als deren Präsident. Als stolzer Besitzer von drei Teleskopen sowie einem Astro-Feldstecher verbringe ich die klaren Nächte am liebsten mit Freunden und Gleichgesinnten als visueller Beobachter. Wenn es die Zeit erlaubt versuche ich als Mitglied der AAVSO auch einen kleinen, wissenschaftlichen Beitrag zu leisten. Als Präsident der SAG-SAS ist es unter anderem mein Ziel die Astronomie allen Interessierten auf verständliche Art zugänglich zu machen.

