Astronomie
Beobachtungstipps im August
Neben den Perseiden (siehe Thema des Monats) können wir uns im August auf eine schöne Morgensichtbarkeit des Merkur freuen. Venus und Jupiter haben am Morgen des 12. eine sehr enge Begegnung und bilden am Morgen des 20. zusammen mit der abnehmenden Mondsichel eine fotogene Szene – Frühaufsteher sind diesen Monat also eindeutig im Vorteil! Einzig der Mars ist bis ca. Mitte des Monats noch kurz am Abendhimmel zu sehen. Saturn nähert sich zusammen mit Neptun allmählich seiner besten Sichtbarkeit des Jahres – sie erreichen dann beide im September ihre Opposition. Uranus schlussendlich, geht deutlich vor Venus und Jupiter auf. Er kann südlich der Plejaden teleskopisch beobachtet werden.
Thema des Monats: Die Perseiden-Sternschnuppen – alle Jahre wieder ein «Volksspektakel»


29. August: HEUTE AM HIMMEL
Kennen Sie die täglich publizierte Seite Heute am Himmel? Sie bietet tagesgenaue Informationen zu Astronomie und Raumfahrt, beginnend mit den Daten zum Mond und den Dämmerungszeiten. Anschliessend gibt sie in der Rubrik Tagesereignisse kurz und bündig einen kompakten Überblick zum Tagesgeschehen. Danach folgt eine tabellarische Auflistung der Astronomischen Ereignisse, gefolgt von den Planeten am Abend- und am Morgenhimmel. Zum Schluss werden die Überflugdetails zur Internationalen Raumstation (ISS) und hellen Satelliten, sowie die wichtigsten Links zur Sonnenbeobachtung gelistet.
Insgesamt also eine wichtige, astronomische Ressource, ohne die (fast) kein Amateurastronom auskommt!
Hinweis: Das Lesen dieses Beitrags setzt eine Mitgliedschaft beim ORION-Portal voraus.
Roter Überriese stieß enorme Gaswolke aus
Der Stern DFK 52 stieß vor rund 4000 Jahren eine gigantische Gaswolke aus. Deren Ursprung ist äußerst rätselhaft, da sie extrem viel Masse enthält. Wie konnte der Stern das überleben, ohne zu explodieren?
Und hier ein Beitrag auf astronomy.com zum gleichen Thema.
–> Roter Überriese mit massereicher Riesenblase: Wie konnte der Stern DFK 52 den Ausstoß überleben, ohne dabei zu explodieren?
© ALMA(ESO/NAOJ/NRAO)/M. Siebert et al. / Ein einzigartiger Überriese / CC BY 4.0 (Ausschnitt)


Der Mantel des Mars ist sehr heterogen
Der Gesteinsmantel des Mars ist wenig durchmischt und enthält Fragmente unterschiedlicher Gesteine, die auf seine Entstehungsgeschichte zurückgehen. Darauf weisen Auswertungen von Marsbeben hin, die von der Raumsonde InSight aufgezeichnet wurden.
<– Riesiger Einschlag auf dem Mars in der Frühzeit (Illustration): Durch den Aufschlag eines anderen Himmelskörpers wurde das Innere des Roten Planeten kräftig aufgemischt. Bis heute haben sich Fragmente aus der Jugend des Mars in seinem Gesteinsmantel erhalten.
© Vadim Sadovski / Imperial College London / A giant collision in Mars’ early history (Ausschnitt)
Teilchenphysik: Das Ion des Wasserstoffmoleküls und die neue Physik
Das Ion des Wasserstoffmoleküls ist hervorragend geeignet, um ultrapräzise Messungen wichtiger physikalischer Konstanten zu machen. Mit einem neuen Verfahren gelang es nun, die bisherige Messgenauigkeit erheblich zu verbessern und so das Massenverhältnis von Proton zu Elektron mit höherer Genauigkeit als bisher zu bestimmen.
–> Detailaufnahme des Experimentaufbaus. Mittels Laserlicht werden die Molekülionen des Wasserstoffs gekühlt, so dass sie anschließend laserspektroskopisch vermessen werden können.
Foto: HHU / Nicolas Stumpe


JUNO: Mit Riesen-Acrylglaskugel auf der Spur der Neutrinos
In China hat eine neue Ära der Neutrinoforschung begonnen: Nach über zehn Jahren Bauzeit ist das Jiangmen Underground Neutrino Observatory (JUNO) betriebsbereit. Zum ersten Mal ist damit ein Detektor dieser Größenordnung und Präzision im Einsatz, der ausschließlich Neutrinos gewidmet ist. An der Forschung mit JUNO sind auch Institute aus Deutschland beteiligt.
<– Die zentrale Acrylglaskugel bei einer Inspektion auf ihre optischen Eigenschaften. Darüber sind die Photoelektronenverfielfacher zu erkennen, die das Licht des Szintillators auslesen und so Neutrinos erst messbar machen. Das Neutrino-Observatorium JUNO wird von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften betrieben und das Neutrino-Experiment umfasst mehr als 700 Forscher aus 74 Institutionen in 17 Ländern und Regionen.
Foto: JUNO
PARKER SOLAR PROBE: Blick auf eine Neuordnung des Sonnenmagnetfelds
Zur richtigen Zeit am richtigen Ort – das war die NASA-Raumsonde Parker Solar Probe am 5. und 6. September 2022 bei ihrem Flug durch die Korona der Sonne. Sie konnte während eines heftigen Strahlungsausbruchs beobachten, wie sich dort die Struktur des Sonnenmagnetfeldes neu ordnete. Auch die europäische Sonde Solar Orbiter beobachtete den Ausbruch.
–> Am 5. und 6. September 2022 kam es auf der Sonne zu einer heftigen Sonneruption, die hier im weißen Kasten zu sehen ist.
Bild: ESA / NASA / Solar Orbiter


APOD: Astronomy Picture of the Day
Hier das tagesaktuelle Bild von der Seite „Astronomy Picture of the Day“ (APOD) – ein wunderbares Bildarchiv zur Astronomie, das viele Jahre zurück reicht.
<– A Dark Veil in Ophiuchus
Image Credit & Copyright: Katelyn Beecroft
GNOME: Erste Messstation zur Suche nach Dunkler Materie auf der Südhalbkugel
Ein in Jena entwickelter Quantensensor hat sein Ziel in Brasilien erreicht und dient künftig als Messstation für das internationale GNOME-Projekt, das nach Partikeln der Dunklen Materie sucht. Mit dieser ersten Messstation auf der Südhalbkugel wäre im Falle einer Entdeckung eine bessere Lokalisierung des Ursprungs der Teilchen möglich.
–> GNOME-Messstation am Leibniz-IPHT in Jena: Dr. Theo Scholtes (links) und Göran Hellmann justieren Quantenmagnetometer zur Suche nach Spuren Dunkler Materie. Im Dauerbetrieb sendet er Messdaten an den GNOME-Server.
Bild: Sven Döring / Leibniz-IPHT


Ein neuer Kandidat für Dunkle Materie
Lassen sich Spuren von superschweren geladenen Gravitinos in Untergrund-Detektoren nachweisen?
Die Natur der Dunklen Materie ist nach wie vor ungeklärt. Mögliche Kandidaten dafür sind neue Elementarteilchen – in der nun vorliegenden Arbeit werden dafür superschwere geladene Gravitinos postuliert, die sich radikal von allen bisher vorgeschlagenen Kandidaten (Axionen, WIMPs, …) unterscheiden.
<– Wenn ein superschweres, geladenes Gravitino die Szintillatorflüssigkeit durchquert, entstehen Photonen, die ein charakteristisches „Glühen” entlang der Trajektorie des Gravitinos erzeugen. Diese Spur sollte der Detektor nachweisen können.
© K. Beil, Formgeber/Milde Science Communication
Doppelt so viele Signale im neuen Gravitationswellen-Katalog
Die LIGO-Virgo-KAGRA-Kollaboration hat neue Ergebnisse der Analyse des ersten Teils des vierten Beobachtungslaufs (O4a) veröffentlicht. Dieser lief von Mai 2023 bis Januar 2024. In den Daten entdeckten die Wissenschaftler*innen 128 neue Gravitationswellen-Signale. Alle stammten von verschmelzenden Doppelsystemen Schwarzer Löcher oder von Schwarzen Löchern und Neutronensternen. Zwei der Signale konnten mit beispielloser Klarheit beobachtet werden
–> Die Visualisierung zeigt Verschmelzungen von Doppelsystemen Schwarzer Löcher mit Parametern, die mit den 86 Ereignissen aus dem GWTC-4.0-Katalog übereinstimmen. Die Bahnen der Schwarzen Löcher sind weiß dargestellt, die Gravitationswellenemissionen sind in den Farben von Violett bis Gelb dargestellt. Dunkle Violetttöne stehen für vergleichsweise schwache Gravitationswellen, während Gelbtöne die stärksten Wellen darstellen, die in der Nähe der Verschmelzung emittiert wurden. Die stärksten Gravitationswellen werden senkrecht zur momentanen Umlaufbahn emittiert. Bei präzedierenden Systemen ändert sich die Ausrichtung ihrer Umlaufbahn ständig.
© I. Markin (Universität Potsdam), T. Dietrich (Universität Potsdam und Max Planck Institut für Gravitationsphysik), H. Pfeiffer (Max Planck Institut für Gravitationsphysik)


Weird X-ray Flashes Lose Some of Their Mystery
Some fast X-ray transients — quick flashes of energetic radiation — may come from massive stars collapsing and exploding at the same time.
Twelve years after they were first discovered, astronomers are coming to grips with fast X-ray transients (FXTs) — energetic explosions in the distant universe lasting from minutes to hours. At least some of them result from the explosive deaths of massive stars, as evidenced by follow-up observations of the most far-away FXT found to date.
<– A scene from a computer animation of a massive collapsing star.
NASA / SkyWorks Digital
Baby Planet Clears Gap in Young Protoplanetary Disk
With the Very Large Telescope in Chile, astronomers have spotted a planet forming around a star 430 light-years away.
–> The newborn planet WISPIT 2b is eating its way through its dusty cradle as it orbits its host star. This image, taken with ESO’s Very Large Telescope in Chile, is the first clear detection of a baby planet in a disc with multiple rings.
ESO / R. F. van Capelleveen et al.


Fast Radio Burst’s Neighborhood Revealed
Astronomers have pinpointed the location of an one-time fast radio burst to a spiral arm of a nearby galaxy.
Using a new radio telescope network spread across Canada and the United States, astronomers have observed one of the brightest fast radio bursts to date — and pinpointed its origin to a star-forming region in a spiral galaxy. The new information reinforces the idea that these millisecond-long bursts originate from the highly magnetized remnants of massive stars.
<– Artist’s rendition of CHIME/FRB and its Outriggers localizing FRB 20250316A/ RBFLOAT. Inset: The host galaxy, NGC 4141, with a starburst illustrating the location of the FRB within an outer spiral arm.
Daniëlle Futselaar / MMT Observatory
How a mysterious particle could explain the universe’s missing antimatter
The Big Bang should have produced equal amounts of matter and antimatter, which would have annihilated each other in a spectacular burst of pure energy. But it didn’t. New experiments focused on understanding the enigmatic neutrino may offer insights.
–> This image from January 2020 depicts crews working hard deep underground to prepare for the Long-Baseline Neutrino Facility and Deep Underground Neutrino Experiment (DUNE).
Credit: U.S. Department of Energy


Tips for imaging during a Full Moon
The Full Moon typically ruins deep-sky imaging, but it’s amazing what the right processing can bring out.
In the late 20th century, when we still captured celestial images on film, the few days around New Moon were the only times we could image deep-sky objects. The grainy, low-sensitivity films we used back then demanded the darkest skies possible for quality portraits. When First Quarter arrived, it was time to say goodbye to astrophotography for a few weeks.
Today, with digital imaging technology, we can continue to shoot right through a Full Moon by using a few simple image-processing techniques and following half a dozen basic rules.
Credit: taffpixture/Adobe Stock
Meet Surya, the 1st-of-its-kind AI model NASA and IBM built to predict solar storms
„Surya gives us unprecedented capability to anticipate what’s coming.“
A first-of-its kind AI-powered model attempts to better predict space weather and its impacts.
The model — called Surya, for the Sanskrit word for „sun,“ was put together by NASA and IBM and trained on nine years‘ worth of sun imagery captured by NASA’s Solar Dynamics Observatory (SDO) spacecraft.
–> A solar flare erupting from the sun, as seen by NASA’s Solar Dynamics Observatory.
Image credit: NASA/SDO


Ripples from the Big Bang could transform our understanding of the universe — and we may be close to detecting them
It will be a view unlike any other — completely invisible, exceptionally quiet and utterly transformative.
Deep in the first moments of the Big Bang, the entire cosmos shook and rumbled. Those quakes still reverberate to the present day. It will take the most sensitive instruments ever imagined to reveal those ripples, but if they are discovered, they will change our understanding of the entire universe.
‚We need to broaden our search, and now we can.‘ Scientists are set to unleash a powerful new weapon in the hunt for dark matter
„Trying to lock in on dark matter’s signal is like trying to hear somebody whisper in a stadium full of people.“
Scientists are about to unleash a powerful new weapon in the hunt for dark matter, the mysterious substance that accounts for around 85% of the „stuff“ in the universe. Like a super-weapon developed by a stereotypical supervillain, this new dark matter detector is hidden over a mile deep beneath the French Alps.
–> An illustration shows a galaxy embedded in a halo of dark matter; the search for this mysterious „stuff“ is about to widen.
Image credit: Robert Lea (created with Canva)


Galactic cannonballs: The mystery of hypervelocity white dwarfs may just have been solved
„When we saw the results, it actually fitted this long-standing question of how these hypervelocity white dwarfs formed. It was super cool.“
White dwarfs — the superdense, slowly cooling embers left behind when stars like our sun die — are usually quiet cosmic relics. A rare few, however, are anything but.
–> Astronomers may have solved the mystery of hypervelocity white dwarfs, showing how violent stellar mergers and double detonations can launch these remnants out of the Milky Way at breakneck speeds.
Image credit: Tod Strohmayer (GSFC), CXC, NASA, Illustration: Dana Berry (CXC)
56 million years ago, Earth underwent rapid global warming. Here’s what it did to pollinators
Can we turn to the past to learn more about how interactions between plants and pollinators changed during climate change?
Pollinators play a vital role in fertilizing flowers, which grow into seeds and fruits and underpin our agriculture. But climate change can cause a mismatch between plants and their pollinators, affecting where they live and what time of year they’re active. This has happened before.
–> An illustration of what early Earth could have looked like.
Image credit: NASA/Goddard Space Flight Center/Francis Reddy

Raumfahrt

Moskau verschiebt Mond- und Venusmission
Russlands Raumfahrtprogramm für die kommenden Jahre ist ambitioniert. Doch wie sich nun herausstellt, wird es für manche Missionen etwas länger dauern.
Kein UFO, nur Raketentreibstoff
Ein auffälliger Streifen Licht am Himmel sorgte in der Nacht zu Dienstag für Aufsehen und viele Spekulationen. Jetzt ist klar, was es damit auf sich hat.
Auch die SAG-SAS wurde diesbezüglich von 20 Minuten und dem Blick angefragt.
–> Am 25. August gegen 22:40 Uhr fotografierte unser Leser Hubert Zimmerer die Leuchtspur am Himmel, die sich später als Treibstofftropfen einer chinesischen Trägerrakete entpuppte.
© Hubert Zimmerer (Ausschnitt)


Riesenrakete Starship absolviert zehnten Testflug
Mit der Riesenrakete Starship will Elon Musk zum Mars. Neun Tests liefen anders als geplant, der zehnte wurde zweimal verschoben – und lief dann weitgehend nach Plan, inklusive neuem Meilenstein.
Und hier ein Beitrag auf spaceflightnow.com zum gleichen Thema.
<– Jetzt hat es geklappt: Sehr zufriedenstellend lief der Flug des zehnten Starship am frühen Morgen des 27. August 2025 trotz einiger kleinerer Pannen.
© Scott Schilke / Sipa USA / picture alliance (Ausschnitt)
FHNW Rover-Team bei der European Rover Challenge 2025 in Krakau
Nach dem grossen Triumph im Vorjahr ist das FHNW Rover-Team erneut am Start: Vom 29. bis 31. August 2025 tritt das interdisziplinäre Team aus Studierenden der Hochschule für Technik und Umwelt und der Hochschule für Informatik bei der European Rover Challenge (ERC) in Krakau gegen Teams aus aller Welt an.
–> Der Marsrover in Aktion.
Bild: FHNW


NASA, NOAA prep spacecraft trio to study the Sun and its impacts
NASA’s Interstellar Mapping and Acceleration Probe (IMAP) will be the primary payload on a SpaceX Falcon 9 rocket launching no earlier than Sep. 23. The vehicle is joined by the Carruthers Geocorona Observatory and NOAA’s Space Weather Follow-On – Lagrange 1 (SWFO-L1) observatory.
<– A group of technicians works to complete final inspections and checkouts of NASA’s Interstellar Mapping and Acceleration Probe (IMAP) spacecraft inside a cleanroom at Astrotech Space Operations in Titusville, Florida.
Image: John Pisani / Spaceflight Now
NASA debuts new Orion mission control room for Artemis 2 astronaut flight around the moon
Orion is so packed with technology that the old Mission Control room needed an annex.
With shiny new next-generation spacecraft come the complex systems required to track their technologically advanced systems. When it comes to NASA’s Orion spacecraft, that need is a whole extra room of monitors.
–> The new Orion Mission Evaluation Room inside the Mission Control Center at NASA’s Johnson Space Center in Texas.
Image credit: NASA/Rad Sinyak

Aus den Sektionen und Fachgruppen

Die Astronomie-Szene Schweiz und international im August 2025
Dieser monatlich erscheinende Newsletter der SAG-SAS umfasst neben einem Rückblick auf die vergangenen Highlights aus dem Umfeld der Sektionen und Fachgruppen der SAG-SAS einen Ausblick auf die spannendsten Termine zu astronomischen und raumfahrttechnischen Ereignissen im Folgemonat.
Der Newsletter kann auf der folgenden Seite auch ganz einfach abonniert werden: sag-sas.ch/newsletter-abo/
1. September: Dönnis Erdscheibe
Referent: Dr. Urs Hafner (Historiker, Bern)
Melchior Dönni ist überzeugt: Die Erde ist eine Scheibe. Um 1900 lässt der Luzerner Käser sein Relief der flachen Erde in Bern patentieren. Er rechnet damit, dass es in den Schulen den Globus ablösen wird. Zudem breitet er sein Weltbild in mehreren Broschüren aus. Dönni ist im deutschen Sprachraum einer der ersten «Flacherdler». Wie ist der erfolgreiche Geschäftsmann zu seiner Theorie gekommen, warum hat er sie veröffentlicht, weshalb wurde er totgeschwiegen?
Diese etwas spezielle Geschichte hat nicht nur einen Bezug zu Luzern und zur Astronomie, sondern auch zur AGL: Melchior Dönnis Ururgrossvater ist auch ein direkter Vorfahre von Werni Dönni, seit 2005 Mitglied im Demonstratoren Team der Sternwarte Luzern.


7. September: Totale Mondfinsternis zur besten Abendstunde
Inzwischen ist es einige Jahre her, seitdem man von der Schweiz aus eine totale Mondfinsternis bei perfektem Wetter beobachten konnte. Nun ist es wieder so weit: Am Sonntagabend, 7. September 2025, quasi zur besten „Sendezeit“, spielt sich nach Mondaufgang eine fast vollständige Mondfinsternis am ostsüdöstlichen Himmel ab, die man bis kurz vor 23 Uhr MESZ wunderbar von blossem Auge verfolgen kann – jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen!
An diesem Abend werden bei gutem Wetter diverse Schweizer Sternwarten für das interessierte Publikum geöffnet haben. Im verlinkten Beitrag von Thomas Baer findet man unter anderem eine Auswahl von Sternwarten die geöffnet haben werden.
Von den Schweizer Hochschulen
UNI GE: L’instrument NIRPS, un nouvel œil tourné vers le ciel au Chili
Une équipe internationale de scientifiques dont des astronomes de l’UNIGE publie les premiers résultats du nouveau spectrographe proche-infrarouge NIRPS.
And here is the English version of the article.
–> L’instrument NIRPS est installé sur le télescope de 3,6 mètres de l’observatoire de La Silla, au Chili. Ci-dessous: spectre pris par NIRPS lors des tests préliminaires effectués en juin 2023 sur l’étoile Proxima Centauri. © Etienne Artigau
© AdobeStock


UNI BE: Ohne Kollision kein Leben: Die Erde brauchte wohl Nachschub aus dem All
Nach der Entstehung des Sonnensystems brauchte es maximal drei Millionen Jahre, bis die chemische Zusammensetzung des Vorläufers der Erde abgeschlossen war. Dies zeigt eine neue Studie des Instituts für Geologie der Universität Bern. Lebensnotwendige Elemente wie Wasser oder Kohlenstoffverbindungen gab es auf dem jungen Planeten zu diesem Zeitpunkt jedoch kaum. Erst eine spätere planetare Kollision brachte vermutlich Wasser auf die Erde und ebnete so den Weg für Leben.
<– Künstlerische Darstellung der frühen Entstehungsphase des Sonnensystems. Zu jener Zeit war die junge Sonne (im Zentrum) von einer protoplanetaren Scheibe umgeben – einer rotierenden Ansammlung von Gas und Staub.
© ESO/L. Calçada
EPFL: Une nouvelle carte du cycle de vie stellaire
Des scientifiques de l’EPFL et de l’Institut d’astronomie Max Plank ont utilisé les données du satellite Gaia pour cartographier 35 000 étoiles variables dans 1200 amas stellaires. Ils révèlent ainsi de nouvelles méthodes pour suivre la vie des étoiles.
And here is the English version of the article.
–> Panorama de notre Voie lactée et des galaxies avoisinantes, basé sur les mesures de Gaia recensant près de 1,7 milliard d’étoiles
Crédit: ESA/Gaia/DPAC


UNI ZH: Zuschauen, wie Sterne entstehen
In der Astrophysik sind Bilder der Schlüssel zu neuen Erkenntnissen. Dazu gehören die Simulationen kosmischer Ereignisse, mit denen die Astrophysiker der UZH erforschen, wie Sterne, Planeten und Galaxien entstanden sind.
<– Die ersten Galaxien im Universum: Diese Simulation zeigt, wie die ersten Galaxien des Universums entstanden sind. Sie wurden kürzlich vom James Webb Space Telescope entdeckt und jetzt von der Forschungsgruppe von Lucio Mayer nachgebildet. Die dichten Knoten auf den Bildern sind Gaswolken, in denen die Sternhaufen geboren werden.
Bild: Lucio Mayer
ETH: Das neue Weltraumzeitalter könnte die Ozonschicht ausdünnen
Der rasante Anstieg der weltweiten Raketenstarts könnte die Erholung der lebenswichtigen Ozonschicht verlangsamen, sagt Sandro Vattioni. Das Problem werde unterschätzt – dabei liesse es sich durch vorausschauendes, koordiniertes Handeln abmildern.
–> Sandro Vattioni ist Postdoc in der Gruppe für Atmosphärenphysik und erforscht die mikrophysikalischen Wechselwirkungen von Feststoffpartikeln in der Stratosphäre und deren Effekt auf die Ozonschicht und das Klima.
Bild: ETH Zürich


Marc Eichenberger
Präsident
Seit Kindesbeinen bin ich begeisterter Amateurastronom und war mehr als 30 Jahre im Vorstand der Astronomischen Gesellschaft Luzern tätig, die letzten neun Jahre als deren Präsident. Als stolzer Besitzer von drei Teleskopen sowie einem Astro-Feldstecher verbringe ich die klaren Nächte am liebsten mit Freunden und Gleichgesinnten als visueller Beobachter. Wenn es die Zeit erlaubt, versuche ich als Mitglied der AAVSO auch einen kleinen, wissenschaftlichen Beitrag zu leisten. Als Präsident der SAG-SAS ist es unter anderem mein Ziel die Astronomie allen Interessierten auf verständliche Art zugänglich zu machen.

