Astronomie
Beobachtungstipps im Dezember
Der Dezember beschert uns einen der aktuell aktivsten Sternschnuppenströme: die Geminiden. Außerdem beginnt offiziell der Winter, womit die Nächte auch schon wieder kürzer werden. Unsere beiden planetaren Nachbarn haben sich vom Nachthimmel zurückgezogen, der Gasriese Jupiter dominiert den nächtlichen Himmel, der ansonsten von den Sternen des Winters geprägt wird.
Thema des Monats: Die schwierige Vorhersage von Polarlichtern


12. Dezember: HEUTE AM HIMMEL
Kennen Sie die täglich publizierte Seite Heute am Himmel? Sie bietet tagesgenaue Informationen zu Astronomie und Raumfahrt, beginnend mit den Daten zum Mond und den Dämmerungszeiten. Anschliessend gibt sie in der Rubrik Tagesereignisse kurz und bündig einen kompakten Überblick zum Tagesgeschehen. Danach folgt eine tabellarische Auflistung der Astronomischen Ereignisse, gefolgt von den Planeten am Abend- und am Morgenhimmel. Zum Schluss werden die Überflugdetails zur Internationalen Raumstation (ISS) und hellen Satelliten, sowie die wichtigsten Links zur Sonnenbeobachtung gelistet.
Insgesamt also eine wichtige, astronomische Ressource, ohne die (fast) kein Amateurastronom auskommt!
Hinweis: Das Lesen dieses Beitrags setzt eine Mitgliedschaft beim ORION-Portal voraus.
Sind Uranus und Neptun eher Gesteinsriesen als Eisriesen?
Bisher schienen die Planeten in unserem Sonnensystem einer bestimmten Ordnung zu folgen: Nach den Gesteinsplaneten im inneren Sonnensystem kamen mit Jupiter und Saturn zwei Gasriesen und schließlich mit Uranus und Neptun zwei Eisriesen. Ein Forschungsteam stellt dies nun infrage: Die Zusammensetzung von Uranus und Neptun könnte felsiger und weniger eisig sein als bisher angenommen.
Und hier die Pressemitteilung der Universität Zürich und ein Beitrag auf spacedaily.com zum gleichen Thema.
Uranus könnte je nach Modellannahmen ein Eisriese (links) oder ein Gesteinsriese (rechts) sein.
Bild: Keck Institute for Space Studies / Chuck Carter


Neue Hinweise auf einen mehrschichtigen Erdkern
Durch Experimente am DESY in Hamburg hat ein Forschungsteam neue Hinweise auf eine schichtartige Struktur im inneren Erdkern gefunden. Offenbar können sich dadurch Erdbebenwellen je nach Ausbreitungsrichtung unterschiedlich schnell bewegen. Die Ergebnisse könnten eine Erklärung für lange Zeit rätselhafte seismische Anomalien im Erdinneren liefern.
Ein Einblick in den Versuchsaufbau am DESY in Hamburg zeigt die Vakuumkammer mit der Hochtemperatur-Diamant-Ambosszelle: Die orange Farbe stammt von Licht, das die Zelle bei hoher Temperatur ausstrahlt.
Foto: Carmen Sanchez-Valle
ASTROTEILCHENPHYSIK: Mit KATRIN neuen Geisterteilchen auf der Spur
Mit dem internationalen Experiment KATRIN in Karlsruhe suchen Forschende nach der Masse von Neutrinos und mit hoher Präzision auch nach einem vierten, bislang unentdeckten Neutrino-Typ. So konnten sie neue Grenzen für die Physik dieser Teilchen setzen und sogenannte sterile Neutrinos mit einer sehr niedrigen Masse praktisch ausschließen.
Eingang in den Innenraum des Hauptspektrometers von KATRIN während der Aufbauphase.
Foto: Markus Breig, KIT


3I/ATLAS: Der interstellare Besucher im Blick von Hubble und JUICE
Mit dem Weltraumteleskop Hubble und der Jupitersonde JUICE wurden im November 2025 neue Bilder des interstellaren Kometen 3I/ATLAS aufgenommen, die Einzelheiten des Schweifsterns zeigen.
Und hier ein Beitrag auf space.com zum gleichen Thema.
3I/ATLAS im Visier des Weltraumteleskops Hubble: Am 30. November 2025 wurde mit der Weitfeld-Kamera 3 an Bord des HST der Komet 3I/ATLAS aus einer Entfernung von 286 Millionen Kilometern im Ultravioletten aufgenommen. Das Bild zeigt vor allem die rundliche Hülle des interstellaren Besuchers, die Koma. Die Schweife sind hier nicht erkennbar. Der helle Punkt in der Bildmitte ist der Bereich der höchsten Gasdichte, der eigentliche feste Kern des Kometen ist nicht sichtbar.
© NASA, ESA, STScI, D. Jewitt (UCLA), M.-T. Hui (Shanghai Astronomical Observatory). Image Processing: J. DePasquale (STScI) / NASA’s Hubble Space Telescope Revisits Interstellar Comet (Ausschnitt)
Sonnenaktivität im November: Eruptives Geschehen auf der Sonne
In der ersten Novemberhälfte dominierte eine große Fleckengruppe, die bereits im Oktober sichtbar gewesen war, den Anblick der Sonne. Das Gebiet entwickelte sich rasant und erzeugte kräftige Flares, denen Polarlichter folgten.
Stattliche Sonnenfleckengruppe | Am 8. November 2025 hatte das große eruptive Aktivitätsgebiet auf der Nordhalbkugel nahezu das Zentrum der Sonnenscheibe erreicht. Die von dieser Region ausgehenden Flares verursachten starke geomagnetische Stürme und Polarlichter. Für diese Aufnahme im Weißlicht nutzte Heiko Ulbricht ein Maksutow-Newton-Teleskop mit 15 Zentimetern Öffnung (f/6) in Verbindung mit einer Astrokamera des Typs ZWO ASI 183MM sowie einen Baader-Kontinuumfilter für den grünen Spektralbereich. Zur Lichtdämpfung diente eine Baader-Fotosolarfolie.
© Heiko Ulbricht (Ausschnitt)


APOD: Astronomy Picture of the Day
Hier das tagesaktuelle Bild von der Seite „Astronomy Picture of the Day“ (APOD) – ein wunderbares Bildarchiv zur Astronomie, das viele Jahre zurück reicht.
Northern Fox Fires
Image Credit & Copyright: Dennis Lehtonen
Was passierte beim Gammablitz GRB 250702B?
Es war der längste jemals beobachtete Gammastrahlenausbruch. Nun wurde er eindeutig lokalisiert: Infrarotdaten zeigen eine massereiche, stark staubhaltige und verformte Galaxie als Ursprung. Möglicherweise entstand er durch die Verschmelzung eines Schwarzen Lochs mit einem Heliumstern.
Die Illustration zeigt den Gammastrahlenausbruch GRB 250702B in seiner massereichen und staubhaltigen Heimatgalaxie. Das kosmische Ereignis schleuderte Partikel mit fast Lichtgeschwindigkeit aus und wiederholte sich mehrfach über eine Dauer von mehr als sieben Stunden.
© NOIRLab/NSF/AURA/M. Garlick / Gemini and Blanco Telescopes Unlock Clues to Origin of Longest Gamma-ray Burst Ever Observed / CC BY 4.0 (Ausschnitt)


Ein massereicher Planet umrundet einen Doppelstern
Ein Exoplanet mit 6,1 Jupitermassen umkreist den engen Doppelstern HD 143 811 im Sternbild Wolf. Der Gasriese bewegt sich um beide Sterne gleichzeitig und benötigt dafür rund 320 Jahre.
Exojupiter in Doppelsternsystem | Der Planet HD 143 811 AB b (heller Punkt oben) umrundet den Schwerpunkt des Doppelsternsystems einmal in 320 Jahren. Er ist im Mittel etwa doppelt so weit von seinen Zentralsternen entfernt wie der äußerste Planet Neptun von der Sonne. Die Sterne selbst sind ausgeblendet und nur als Symbole dargestellt, damit ihr grelles Licht nicht den Planeten überstrahlt.
© Jason Wang/Northwestern University (Ausschnitt)
Webb telescope reveals spectacular atmospheric escape
Thanks to the space telescope, a team of astronomers detected with unprecedented precision two helium tails escaping from the exoplanet WASP-121b.
And here is an article from space.com on the same topic.
This artistic representation of exoplanet WASP-121 b shows its impressive double helium tail spanning nearly 60% of its orbit around its parent star.
© B. Gougeon/UdeM


NASA’s Webb Identifies Earliest Supernova to Date, Shows Host Galaxy
NASA’s James Webb Space Telescope has observed a supernova that exploded when the universe was only 730 million years old — the earliest detection of its kind to date. Webb’s crisp near-infrared images also allowed astronomers to locate the supernova’s faint host galaxy. The telescope took these quick-turn observations July 1 in support of an international group of telescopes that detected a super bright flash of light known as a gamma-ray burst in mid-March. NASA’s missions are part of a growing, worldwide network watching for fleeting changes in the skies to solve mysteries of how the universe works.
NASA’s James Webb Space Telescope identified the source of a super bright flash of light known as a gamma-ray burst: a supernova that exploded when the universe was only 730 million years old. Webb’s high-resolution near-infrared images also detected the supernova’s host galaxy.
Image: NASA, ESA, CSA, STScI, Andrew Levan (Radboud University); Image Processing: Alyssa Pagan (STScI)
NASA’s Webb Detects Thick Atmosphere Around Broiling Lava World
Researchers using NASA’s James Webb Space Telescope have detected the strongest evidence yet for an atmosphere on a rocky planet outside our solar system, as NASA leads the world in exploring the universe from the Moon to Mars and beyond. Observations of the ultra-hot super-Earth TOI-561 b suggest that the exoplanet is surrounded by a thick blanket of gases above a global magma ocean. The results help explain the planet’s unusually low density and challenge the prevailing wisdom that relatively small planets so close to their stars are not able to sustain atmospheres.
And here is an article from space.com on the same topic.
This artist’s concept shows what the hot super-Earth exoplanet TOI-561 b and its star could look like based on observations from NASA’s James Webb Space Telescope and other observatories. Webb data suggests that the planet is surrounded by a thick atmosphere above a magma ocean.
Illustration: NASA, ESA, CSA, Ralf Crawford (STScI)


Geminid Meteor Shower Peaks December 13-14
With a retiring crescent Moon in the mix, prospects for the year’s richest meteor shower are excellent.
And here is an article from astronomy.com on the same topic.
A Geminid fireball blazes at the northern horizon beneath a bright band of aurora on December 14, 2023, from Duluth, Minnesota. This year’s shower is expected to peak Saturday night–Sunday morning (December 13–14) with more than 100 meteors per hour potentially visible from a dark, rural site.
Bob King
Two Stars’ Swept by the Solar System 4.5 million Years Ago
Two winter stars left their mark long ago on wispy gas clouds near the solar system. Their passage might even have influenced life on Earth.
In this image of Canis Major, the giant stars Mirzam and Adhara are labeled, as is the bright but non-giant star Sirius. Ultraviolet radiation from Mirzam and Adhara may have ionized gas clouds around the Sun when they passed nearby some 4.5 million years ago.
Jan Hattenbach


Webb’s First Look at TRAPPIST-1e Hints at a Titan-like Atmosphere
James Webb Space Telescope observations suggest the planet might have an atmosphere — but more data are needed to rule out a bare rock scenario.
This illustration shows what the TRAPPIST-1 system might look like from a vantage point near planet TRAPPIST-1f (at right). The inner planets are likely bare rocks; whether the outermost worlds host atmospheres is still up in the air.
NASA / JPL-Caltech
57 ways to capture a dying star: Astronomers get a glimpse of what will happen when our sun dies
„With ALMA, we can now see the atmosphere of a dying star with a level of clarity in a similar way to what we do for the sun.“
Astronomers have observed 57 different „faces“ of a distant exploding star using different molecules to capture a varying picture of stellar death and its impact on its environment. The research could give us a more complete prediction of what will happen to the sun in around 5 billion years when it begins its own death throes and swells out as a red giant star, consuming its inner planets, including Earth.
Different faces of the dying star W Hydrae seen in different molecular lines with ALMA. Shown here are 30 faces out of 57 images in total.
Image credit: K. Ohnaka – N. Lira – ALMA (ESO/NAOJ/NRAO)


Astronomers capture close-up images of nova explosions on 2 dead stars in unprecedented detail
Two new stars, or nova eruptions, have been resolved in unprecedented detail by six optical telescopes operating in unison as an interferometer.
The powerful thermonuclear explosions on the surfaces of two white dwarfs have been resolved in detail for the first time, revealing that these eruptions are more complex than previously thought.
The findings are courtesy of the Center for High Angular Resolution Astronomy (CHARA) array, which is an optical interferometer that combines the light of six telescopes on Mount Wilson in California. CHARA targeted two events of this kind, which astronomers call nova eruptions.
CHARA’s images of Nova V1674 Herculis after 3.2 days.
Image credit: Elias Aydi et al.
NASA’s Chandra telescope uses ‚X-arithmetic‘ to reveal how black holes shape galaxy clusters
A novel „X-arithmetic“ technique reveals how black holes shape the universe’s largest structures.
New images from NASA’s Chandra X-ray Observatory give galaxy clusters a bold new splash of color, highlighting the beauty of these cosmic giants.
Galaxy clusters are the most massive objects in the universe held together by gravity, containing galaxies, hot gas, and dark matter, offering clues on how cosmic structures form and evolve. Many host central supermassive black holes, whose powerful outbursts create jets and bubbles that transfer energy to surrounding gas, producing complex structures like hooks, rings, arcs and wings.
Chandra X-ray images of five galaxy clusters — MS 0735+7421, the Perseus Cluster, M87 in the Virgo Cluster, Abell 2052 and Cygnus A — show jet-blown bubbles in yellow, cooling gas in blue and rippling sound waves or weak shock fronts in neon pink, highlighting the dynamic processes shaped by the supermassive black holes at the center of each structure.
Image credit: X-ray: NASA/CXC/Univ. of Chicago/H. McCall

Raumfahrt

NASA completes construction of Roman Space Telescope
Now fully assembled, NASA’s next space telescope is ahead of schedule and targeting a 2026 launch date to begin its search for distant exoplanets, supernovas, black holes, and more.
On Nov. 25, engineers at NASA’s Goddard Space Flight Center successfully joined the two main segments of the Nancy Grace Roman Space Telescope, officially completing the construction of an observatory designed to help scientists study dark energy and hunt for alien worlds.
And here is an article from spacedaily.com on the same topic.
Technicians in a large clean room at Goddard Space Flight Center watch as the two halves of the Nancy Grace Roman Space Telescope are joined on Nov. 25, completing construction on the observatory ahead of schedule.
Credit: NASA/Jolearra Tshiteya
Perseverance captures the sound of lightning on Mars
Scientists found the first evidence of electrical activity on the Red Planet after analyzing over 28 hours of SuperCam audio. The discovery has major implications for the planet’s climate as well as future robotic and human exploration.
In a study published Nov. 26 in Nature, Baptiste Chide, a postdoctoral fellow in planetary acoustics at Los Alamos National Laboratory, and his team report what they believe to be the first evidence of electrical activity in the martian atmosphere. The team found 55 separate events, most of which aligned with dust storms and dust devils.
This Martian dust devil on Amazonis Planitia towers 2,133 feet (650 m) high, casting a long shadow over the volcanic plains. A new study using Perseverance’s microphones reveals these common vortices can be electrically active. As dust grains collide within the plume, they generate triboelectric friction, creating small lightninglike discharges.
Credit: NASA/JPL-Caltech/University of Arizona


International Space Station prepares for new commander, heads into final five years of planned operations
NASA astronaut Mike Fincke will take command of the orbiting outpost as Expedition 74 begins with the undocking of Soyuz MS-27 on Monday, Dec. 8. The International Space Station is set to be de-orbited around 2030 or soon thereafter.
The International Space Station is pictured from the SpaceX Dragon crew spacecraft during a fly around of the orbiting lab that took place following its undocking from the Harmony module’s space-facing port on Nov. 8, 2021.
Image: ESA / NASA / T. Pesquet
Soyuz safely lands in Kazakhstan
A NASA astronaut and two cosmonaut crewmates strapped into their Soyuz ferry ship Monday evening, undocked from the International Space Station and plunged to an on-target landing on the frigid steppe of Kazakhstan early Tuesday to wrap up an eight-month mission.
The Soyuz MS-27/73S spacecraft carrying NASA’s Jonny Kim and two Russian cosmonauts undocked from the International Space Station Monday evening as the two spacecraft were sailing 262 miles above eastern Mongolica.
Image: NASA


AI helps pilot free-flying robot around the International Space Station for 1st time ever
„This is the first time AI has been used to help control a robot on the ISS.“
Navigating in a microgravity environment is a challenge even for trained human astronauts, but it is even more challenging for autonomous robots, limiting their use in places like a space station.
Now, however, Stanford researchers have used artificial intelligence to steer a free-flying robot aboard the International Space Station (ISS), potentially paving the way for more autonomous space missions in the future.
The Astrobee robot operating in a microgravity environment.
Image credit: NASA
Satellite constellations could obscure most space telescope observations by late 2030s: ‚That part of the image will be forever lost‘
„The natural question that comes up is: how many more space telescopes will be affected when all these constellations are launched?“
Rapidly growing swarms of satellites around Earth are no longer just a nuisance for ground-based observatories — the reflections they cause are now intruding on space-based telescopes as well, according to new research.
Satellite trails seen in Hubble Space Telescope images taken between 2002 and 2021.
Image credit: S. Kruk, Nature Astronomy (2023)

Aus den Sektionen und Fachgruppen

Die Astronomie-Szene Schweiz und international im Dezember 2025
Dieser monatlich erscheinende Newsletter der SAG-SAS umfasst neben einem Rückblick auf die vergangenen Highlights aus dem Umfeld der Sektionen und Fachgruppen der SAG-SAS einen Ausblick auf die spannendsten Termine zu astronomischen und raumfahrttechnischen Ereignissen im Folgemonat.
Der Newsletter kann auf der folgenden Seite auch ganz einfach abonniert werden: sag-sas.ch/newsletter-abo/
12./13. Dezember: Monkey3 – A Space Odyssey. From the Origin of Life to the End of the Universe
Durchführungsort: Verkehrshaus Luzern, Planetarium
Die Instrumental-Rocker MONKEY3 bieten mit jedem neuen Album und jeder neuen Show eine interstellare Reise. Das ist Psychedelic Stoner Rock aus dem Weltall, einfach eine atemberaubende Reise in ein Universum, das nur diese vier Schweizer je gesehen haben.
Das Publikum erwartet ein einmaliges Zusammenspiel aus epischer Rockmusik, eigens entwickelten Visuals und 360°-Surround-Sound, der den Kuppelraum vollständig klanglich und visuell durchdringt. Die speziell für diese beiden Abende gestalteten Projektionen werden direkt auf die Kuppel des Planetariums übertragen und erweitern das musikalische Erlebnis um eine visuelle Dimension von seltener Intensität.


13. Dezember: Chlausguck 2025, Ibergeregg SZ
Auch dieses Jahr treffen wir uns ab 16:00 Uhr in der Sonnenhütte auf der Ibergeregg zum bereits legendären Racletteplausch. Wenn es also nicht so gutes Wetter sein sollte, ist “wenigstens” ein gemütlicher Abend unter Gleichgesinnten garantiert. Wer nicht auf Käse steht, dem steht natürlich auch der Rest der Speisekarte zur Verfügung. Wenn das Wetter es zulässt, werden wird danach auf dem grossen Parkplatz auf der Ibergeregg die zuvor zugeführten Kalorien mittels intensivem Teleskop aufbauen und Sterne gucken wieder verbrennen. Die Essenszeit wird also eher früh sein 🙂
Um es der Hüttencrew etwas leichter zu machen muss sich jeder der sich sein Raclette reservieren will dies mit einer direkten Anmeldung tun. Natürlich kann man auch immer spontan kommen, aber es gibt dann ev. kein Raclette sondern man muss sich was aus der Karte bestellen. Die Anmeldung zum Raclette-Essen ist deshalb ab dem 2. bis zum Vormittag des 13. Dezember direkt in der Sonnenhütte unter Tel. 079 201 04 04 zu machen!
15. Dezember: Die Vielfalt exoplanetarer Welten
Referentin: Prof. Dr. Caroline Dorn, ETH Zürich, Durchführungsort: Archesaal, Ref. Kirchenzentrum Zug
Seit der Entdeckung des ersten Exoplaneten im Jahr 1995 hat sich unser Bild vom Universum grundlegend verändert. Heute wissen wir von tausenden Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems. Sie überraschen uns immer wieder mit ihrer Vielfalt: glühend heisse Gasriesen, eisige Supererden, Ozeanwelten oder erdähnliche Planeten.
In diesem Vortrag gibt Prof. Dr. Caroline Dorn von der ETH Zürich einen faszinierenden Einblick in die moderne Exoplanetenforschung. Sie zeigt, wie Forschende mithilfe von Teleskopen und ausgeklügelten Modellen die Eigenschaften dieser fernen Welten untersuchen. Besonderes Augenmerk liegt auf den geophysikalischen Eigenschaften von Exoplaneten und der Frage, wie sich ihre Zusammensetzung und Struktur von der Erde unterscheidet.


19. Dezember: Das orbitale Zeitalter: Der nächste Schritt
Referent: Prof. Dr. Dr. Oliver Ullrich, ESA, Durchführungsort: Verkehrshaus Luzern, Planetarium
Alles begann mit einer einfachen, aber tiefen Frage: Wie beeinflusst die Schwerkraft unser Leben? Aus dieser Neugier wurde eine Entdeckungsreise, die zeigte, dass menschliche Zellen die Gravitation innerhalb von Sekunden wahrnehmen und darauf reagieren, ein Blick in den verborgenen „genomischen Code” der Schwerkraft.
Prof. Dr. Dr. Oliver Ullrich ist aktiver Forscher für das ESA- und NASA-Forschungsprogramm Space Life Sciences und verfügt über 17 Jahre Erfahrung als wissenschaftlicher Leiter von parabolischen Flügen, suborbitalen ballistischen Raketen und Missionen der Internationalen Raumstation.
Von den Schweizer Hochschulen
UNI BE: Jonas Kühn fängt Bilder von sehr fernen Planeten ein
Jonas Kühn, Professor für astronomische Instrumentierung, hat ein neuartiges Instrument entwickelt. Es basiert auf Flüssigkristallen, wie wir sie von den Smartphones kennen, und wird auf einem neuen Teleskop Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems abbilden.
Jonas Kühn ist Professor für astronomische Instrumentierung an der Universität Bern. Er entwickelt neue Konzepte für besonders empfindliche und kontrastreiche Instrumente, um lichtschwache Exoplaneten direkt abzubilden.
© UniBE


UNI GE: Tests concluants pour l’explorateur d’exoplanètes RISTRETTO
Conçus à l’UNIGE, des composants clés du nouveau spectrographe ont été testés avec succès. Ils permettront d’analyser la lumière de l’exoplanète Proxima b.
And here is the English version of the article.
Cette représentation d’artiste montre une vue de la surface de la planète Proxima b en orbite autour de la naine rouge Proxima du Centaure, l’étoile la plus proche du Système Solaire.
ESO/M. Kornmesser
ETH: Wie ein Schweizer mit einer Entdeckung die Astrophysik veränderte
Vor dreissig Jahren entdeckte der Schweizer Physiker Didier Queloz den ersten Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems und revolutionierte damit die Astrophysik. Was der Fund ihm gebracht hat und warum er immer noch nicht genug hat.
Für seine Entdeckung erhielt Didier Queloz 2019 den Nobelpreis. Heute leitet der Physikprofessor das Centre for Origin and Prevalence of Life (COPL) an der ETH Zürich und treibt die Suche nach Leben im All voran. Im Video blickt er zurück auf den historischen Moment der Entdeckung – und sagt, was er noch finden will.
Eine Entdeckung, die die Astrophysik veränderte: 30 Jahre Exoplaneten
Nicole Davidson / ETH Zürich


UNI ZH: Reise zum Urknall
Am CERN können Forschende an die Anfänge unseres Universums zurückreisen. Ben Kilminster konstruiert die präzisesten Teile der riesigen CERN-Detektoren, die das möglich machen – und er sucht in seiner Forschung nach Fehlern in den physikalischen Erklärmodellen.
Mit dem Large Hadron Collider am CERN können Bedingungen kurz nach dem Urknall rekonstruiert werden. Mit Detektoren, die UZH-Physiker Ben Kilminster entwickelt, und einem neuen Teilchenbeschleuniger könnten künftig weitere physikalische Rätsel gelöst werden.
Im Bild: CMS-Detektor am CERN/Bild: CERN
EPFL: Une nouvelle carte du cycle de vie stellaire
Des scientifiques de l’EPFL et de l’Institut d’astronomie Max Plank ont utilisé les données du satellite Gaia pour cartographier 35 000 étoiles variables dans 1200 amas stellaires. Ils révèlent ainsi de nouvelles méthodes pour suivre la vie des étoiles.
And here is the English version of the article.
Panorama de notre Voie lactée et des galaxies avoisinantes, basé sur les mesures de Gaia recensant près de 1,7 milliard d’étoiles
Crédit: ESA/Gaia/DPAC


Marc Eichenberger
Präsident
Seit Kindesbeinen bin ich begeisterter Amateurastronom und war mehr als 30 Jahre im Vorstand der Astronomischen Gesellschaft Luzern tätig, die letzten neun Jahre als deren Präsident. Als stolzer Besitzer von drei Teleskopen sowie einem Astro-Feldstecher verbringe ich die klaren Nächte am liebsten mit Freunden und Gleichgesinnten als visueller Beobachter. Wenn es die Zeit erlaubt versuche ich als Mitglied der AAVSO auch einen kleinen, wissenschaftlichen Beitrag zu leisten. Als Präsident der SAG-SAS ist es unter anderem mein Ziel die Astronomie allen Interessierten auf verständliche Art zugänglich zu machen.

