Astronomie
Beobachtungstipps im Januar
Ein Planet dominiert zu Jahresbeginn den Nachthimmel: Der Gasriese Jupiter steht am 10. Januar in Opposition zur Sonne. Ansonsten machen sich Planeten eher rar: Venus, Mars und Merkur sind nicht zu sehen, Saturn nur am Abend. Die Erde durchläuft am 3. Januar den sonnennächsten Punkt ihrer Bahn. Der Himmel ist geprägt von den Sternen des Winters.
Thema des Monats: Astronomische Kurzvorschau auf das Jahr 2026


9. Januar: HEUTE AM HIMMEL
Kennen Sie die täglich publizierte Seite Heute am Himmel? Sie bietet tagesgenaue Informationen zu Astronomie und Raumfahrt, beginnend mit den Daten zum Mond und den Dämmerungszeiten. Anschliessend gibt sie in der Rubrik Tagesereignisse kurz und bündig einen kompakten Überblick zum Tagesgeschehen. Danach folgt eine tabellarische Auflistung der Astronomischen Ereignisse, gefolgt von den Planeten am Abend- und am Morgenhimmel. Zum Schluss werden die Überflugdetails zur Internationalen Raumstation (ISS) und hellen Satelliten, sowie die wichtigsten Links zur Sonnenbeobachtung gelistet.
Insgesamt also eine wichtige, astronomische Ressource, ohne die (fast) kein Amateurastronom auskommt!
Hinweis: Das Lesen dieses Beitrags setzt eine Mitgliedschaft beim ORION-Portal voraus.
Eine Wasserstoffwolke ohne Sterne und mit viel Dunkler Materie
Bei der vor drei Jahren mit einem Radioteleskop entdeckten Gaswolke Cloud-9 handelt es sich offenbar um ein Relikt aus der Frühzeit der Galaxienentstehung – um eine gescheiterte Galaxie. Mithilfe von Hubble gelang der Nachweis, dass sich in dem von Dunkler Materie dominierten System keinerlei Sterne befinden. Es ist der erste bestätigte Nachweis eines solchen Objekts im Universum.
Und hier Beiträge auf skyandtelescope.org und spacedaily.com zum gleichen Thema.
In Radiobeobachtungen des Very Large Array zeigt sich die Cloud-9 genannte Wolke deutlich. In dem eingekreisten Bereich wurde mit Hubble intensiv nach eventuell vorhandenen Sternen gesucht – erfolglos.
Bild: NASA, ESA. G. Anand (STScI) und A. Benitez-Llambay (Univ. of Milan-Bicocca); Bildverarbeitung: J. DePasquale (STScI)


Wenn Gravitationswellen abgelenkt werden
Wie Licht können auch Gravitationswellen von massereichen Objekten abgelenkt werden, wodurch ein Linseneffekt entsteht, der neue Einblicke in astrophysikalische Phänomene ermöglicht. Im Rahmen des Projekts „Gravitational Lensing of Waves“, das vom Europäischen Forschungsrat unterstützt wird, sollen nun Werkzeuge für die Analyse der Signale von abgelenkten Gravitationswellen entwickelt werden.
Künstlerische Darstellung der Gravitationswellen, die von der Verschmelzung von zwei Schwarzen Löchern ausgesandt werden.
Bild: LIGO / T. Pyle
Radioastronomie: Mysteriöses dunkles Objekt gibt Rätsel auf
Mithilfe von Radioteleskopen wurde ein dunkles Objekt im fernen Universum entdeckt, das mit nichts zuvor Beobachtetem vergleichbar zu sein scheint. Es könnte sich um ein extrem kompaktes Objekt handeln, das in eine ausgedehnte und ebenfalls dunkle Materiescheibe eingebettet ist. Fänden sich noch mehr solcher Objekte, könnten aktuelle Theorien Schwierigkeiten bekommen.
Ein mögliches Szenario für ein Objekt, das ein Schwarzes Loch mit einer Masse von etwa 300.000 Mal der Masse unserer Sonne und eine ausgedehnte dunkle Scheibe mit noch mehr Masse umfasst. Dieses Objekt kann nur durch seinen kombinierten Gravitationslinseneffekt auf das ferne Universum charakterisiert werden.
Bild: MPA / generiert mit KI


Sonne: Längste Beobachtung einer aktiven Sonnenregion
Mit Daten von zwei Raumsonden konnte erstmals lückenlos verfolgt werden, wie sich eine besonders aktive Region auf der Sonne während drei Sonnenumdrehungen entwickelte. Solche Beobachtungen können helfen, das Weltraumwetter besser vorherzusagen. Die beobachtete Region löste im Mai 2024 den stärksten Sonnensturm aus, der in den letzten zwanzig Jahren beobachtet wurde.
Und hier die original Pressemitteilung der ETH Zürich zum gleichen Thema.
Die aktive Region NOAA 13664 (rechts unterhalb der Mitte) in einer Aufnahme des Extreme Ultraviolet Imager an Bord der Sonde Solar Orbiter vom 21. Mai 2024.
Bild: ESA & NASA / Solar Orbiter / EUI Team
Neutronensterne: Extreme Objekte mit extremer Schallgeschwindigkeit
Neutronensterne zählen zu den extremsten Objekten im Universum. Nun haben sich drei Wissenschaftler die sogenannte Quarkmaterie genauer angeschaut und ihre thermodynamischen Eigenschaften untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass die Schallgeschwindigkeit in Neutronensternen mehr als 60 Prozent der Lichtgeschwindigkeit betragen könnte.
Künstlerische Darstellung eines Magnetars, also eines Neutronensterns mit einem extrem starken Magnetfeld.
Bild: ESO / L. Calçada


APOD: Astronomy Picture of the Day
Hier das tagesaktuelle Bild von der Seite „Astronomy Picture of the Day“ (APOD) – ein wunderbares Bildarchiv zur Astronomie, das viele Jahre zurück reicht.
Ice Halos by Moonlight and Sunlight
Image Credit & Copyright: Antonella Cicala
Rätsel um die Entstehung von Planeten ist gelöst
Forschende konnten erstmals bestimmte Exoplaneten beim Altern beobachten und somit wichtige Fragen zu deren Entwicklung beantworten.
In den Tiefen des Alls tummeln sich Gas- und Staubteilchen, die im Lauf der Zeit unter dem Einfluss der Schwerkraft eine Scheibe bilden, aus der schließlich Planeten hervorgehen werden. Über Hunderte von Millionen Jahren verändern die jungen Planeten immer wieder ihre Form, bis sie irgendwann einen stabilen Zustand erreichen, ähnlich wie in unserem Sonnensystem.
Und hier ein Beitrag auf spacedaily.com zum gleichen Thema.
Die Entstehung von Exoplaneten (hier eine Illustration) ist bis heute nicht vollständig verstanden.
Bild: KI generiert (Ideogram)


Sonnenaktivität im Dezember: Das Auf und Ab geht weiter
Das Maximum des aktuellen Aktivitätszyklus liegt zwar hinter uns, doch die Sonne sorgt weiterhin für viel Abwechslung: Im Dezember 2025 war eine beeindruckende Serie von Fleckengruppen zu sehen. Darüber hinaus ereigneten sich mehrere Eruptionen, darunter eine der stärksten Kategorie.
Sonnenuntergang mit Flecken | Am 25. Dezember 2025 offenbarten sich dem scharfsichtigen Auge zwei Sonnenflecken: die beiden größten Gruppen der gegen Ende Dezember wieder gestiegenen Aktivität. Salvo Lauricella gelang diese stimmungsvolle Aufnahme am Strand von Pacino in Sizilien mit einer Nikon Z6 III und einem Objektiv vom Typ Nikkor Z 180–600mm.
© Salvo Lauricella (Ausschnitt)
Roter Überriese: Beteigeuzes Begleiter wirft Wellen
Mit dem Weltraumteleskop Hubble und anderen Instrumenten wurde der vermutete Begleiter von Beteigeuze jetzt auch spektroskopisch nachgewiesen, denn er zieht eine Welle in der ausgedehnten Atmosphäre des Sterngiganten nach sich.
Und hier ein Beitrag auf spacedaily.com zum gleichen Thema.
Bugwelle | Innerhalb von sechs Jahren umrundet ein Begleitstern den Roten Überriesen Beteigeuze im Sternbild Orion und zieht dabei eine Welle in dessen äußeren Atmosphäre hinter sich her (Illustration). Der Begleitstern ist hier viel größer als in Wirklichkeit dargestellt, im richtigen Maßstab wäre er nur ein winziger, hier nicht sichtbarer Punkt.
© Artwork: NASA, ESA, Elizabeth Wheatley (STScI); Science: Andrea Dupree (CfA) / Betelgeuse and Wake of its Companion Star (Artist’s Concept) (Ausschnitt)


NASA Webb Finds Early-Universe Analog’s Unexpected Talent for Making Dust
Using NASA’s James Webb Space Telescope, astronomers have spotted two rare kinds of dust in the dwarf galaxy Sextans A, one of the most chemically primitive galaxies near the Milky Way. The finding of metallic iron dust and silicon carbide (SiC) produced by aging stars, along with tiny clumps of carbon-based molecules, shows that even when the universe had only a fraction of today’s heavy elements, stars and the interstellar medium could still forge solid dust grains. This research with Webb is reshaping ideas about how early galaxies evolved and developed the building blocks for planets, as NASA explores the secrets of the universe and our place in it.
Images from NASA’s James Webb Space Telescope of the dwarf galaxy Sextans A reveal polycyclic aromatic hydrocarbons (PAHs), large carbon-based molecules that can be a signifier of star formation. The inset at the top right zooms in on those PAHs, which are represented in green.
Image: NASA, ESA, CSA, Elizabeth Tarantino (STScI), Martha Boyer (STScI), Julia Roman-Duval (STScI); Image Processing: Alyssa Pagan (STScI) (Ausschnitt)
Scientists Identify ‘Astronomy’s Platypus’ with NASA’s Webb Telescope
After combing through NASA’s James Webb Space Telescope’s archive of sweeping extragalactic cosmic fields, a small team of astronomers at the University of Missouri says they have identified a sample of galaxies that have a previously unseen combination of features. Principal investigator Haojing Yan compares the discovery to an infamous oddball in another branch of science: biology’s taxonomy-defying platypus.
And here is an article on spacedaily.com on the same topic.
Four of the nine galaxies in the newly identified “platypus” sample were discovered in NASA’s James Webb Space Telescope’s Cosmic Evolution Early Release Science Survey (CEERS). One key feature that makes them distinct is their point-like appearance, even to a telescope that can capture as much detail as Webb.
Image: NASA, ESA, CSA, Steve Finkelstein (UT Austin); Image Processing: Alyssa Pagan (STScI)


Not Every Galaxy Has a Central Black Hole
Many less massive galaxies appear to lack something astronomers thought was ubiquitous: a central, supermassive black hole.
Supermassive black holes with the masses of millions or billions of Suns are thought to lurk in most galaxies. But a new study finds that not every galaxy hosts such a monstrosity — and if that finding pans out, it can tell us the origins of these behemoths.
Artist’s illustration of a supermassive black hole. Such gas-guzzling black holes can be bright in X-rays, which it’s thought come from the base of the plasma jets the black hole shoots out. This radiation, in turn, lights up the surrounding accretion disk, which reflects it out to our telescopes.
NASA / JPL (Ausschnitt)
Rogue Saturn Discovered Floating Through the Milky Way
Astronomers have measured the mass of a free-floating planet for the first time. Comparable to Saturn, it’s surprisingly massive for such rogue worlds.
Most planets orbit comfortably around their stars, but some worlds are not so lucky. Astronomers have discovered a number of these rogue planets, which float through the Milky Way untethered to a solar system.
An artist’s impression of a free-floating planet drifting through space with the Milky Way in the background.
NASA / JPL (Ausschnitt)


Big and Bright, Jupiter Beckons in January
Jupiter’s having a special moment! Don’t miss the giant planet at its best when it reaches opposition this week.
And here is an article on space.com on the same topic.
Three views of Jupiter photographed over 51 minutes (left to right) on December 31, 2025, show the planet’s rapid rotation — once in just under 10 hours. They also reveal the orange-red color of the Great Red Spot (GRS) and two small, bright storms (white dots) in its wake. The GRS resides in the Red Spot Hollow, which is considerably larger than the Spot itself. The North and South Equatorial Belts (NEB and SEB) are prominent and distinctly rusty red. Numerous additional belts are visible, including the stubby South Temperate Belt (STB), located just below the GRS, and the thick, less contrasty South South Temperate Belt (SSTB). Bright rifts give the NEB a braided texture, while additional belts and bright zones stripe the planet’s northern hemisphere. Three prominent white ovals — large, high-pressure storm cells — bead the SSTB. The GRS remains historically small, with a current diameter of about one Earth. South is up.
How Gaia revealed the Milky Way
For more than a decade, Gaia mapped the brightness, motion, and composition of 2 billion stars. Its legacy is just beginning.
On Jan. 15, 2025, the Gaia spacecraft took its last image. Then the craft ran a final round of engineering tests, fired its thrusters to leave Earth behind, and slipped into an orbit around the Sun, finally turning off on March 27.
This all-sky map is not a photo; rather, it is an equirectangular projection created using the brightness, color, and position of more than 1.8 billion stars measured by the Gaia spacecraft and released in the mission’s Early Data Release 3. Darker regions map out our galaxy’s dust, which hides stars from view. The disk of the Milky Way Galaxy stretches across the center, while the Large and Small Magellanic clouds appear at lower right.
Copyright: ESA/Gaia/DPAC; CC BY-SA 3.0 IGO. Acknowledgement: A. Moitinho


The evolution of solar imaging
After four centuries of advances, astronomers now capture the Sun’s swirling, dynamic features in stunning detail.
The Sun has captivated humanity for millennia. And yet, despite being our closest star, studying it is not easy. Its blinding brilliance long defied detailed study. But over the centuries, astronomers have developed ingenious tools to unveil its secrets.
From crude sketches of sunspots to today’s stunning images, the journey of solar imaging reflects both human curiosity and technological ingenuity. Each advance has deepened our understanding of how dynamic our star is — and how it impacts life on Earth.
Sunspots are active regions where the Sun’s magnetic field contorts itself into loops and arcs. Solar imaging captures these phenomena, providing both dramatic imagery and scientific insight.
Credit: Mark Johnston (Ausschnitt)
How did early black holes form?
A new study shows that “little red dots” seen by JWST provide a simpler explanation.
During a press conference at the 247th meeting of the American Astronomical Society in Phoenix, Devesh Nandal from the Center for Astrophysics | Harvard & Smithsonian (CfA) and lead author of the study revealed that the universe’s most mysterious distant objects, known as little red dots, may actually be gigantic, short-lived stars.
This artist’s conception shows a supermassive star roughly one million times the mass of our Sun, cut away to reveal the structure of its dense core. Such objects produce enormous amounts of energy, but because their outer layers are extended and diffused, the energy from the core spreads across a huge volume. This lowers the surface temperature of the star, making it look red. Researchers now believe that such stars are the little red dots first discovered by the Hubble Space Telescope and more critically analyzed by the James Webb Space Telescope.
Credit: CfA/Melissa Weiss (Ausschnitt)


Vera Rubin Observatory spots the fastest-spinning large asteroid ever found
2025 MN45 is 0.4 miles wide and completes one rotation every 1.88 minutes.
A powerful new telescope in South America is already offering tantalizing hints of what it can do.
The Vera C. Rubin Observatory began studying the heavens from a Chilean mountaintop last spring, and its „first light“ images wowed astronomers and space fans alike when they were released in June.
That initial dataset included observations of nearly 2,000 newly discovered asteroids, and we got some exciting new details about this group on Wednesday (Jan. 7). A new study reveals that 19 of the asteroids are „superfast rotators,“ completing one spin in less than 2.2 hours — and one is the fastest-spinning big asteroid ever found.
And here is an article on spacedaily.com on the same topic.
Artist’s illustration of 2025 MN45, the fastest-spinning big asteroid known, which finishes a full rotation every 1.88 minutes.
(Image credit: NSF–DOE Vera C. Rubin Observatory/NOIRLab/SLAC/AURA/P. Marenfeld
NASA X-ray spacecraft reveals the shockingly violent history of the Milky Way’s supermassive black hole
„Nothing in my professional training as an X-ray astronomer had prepared me for something like this.“
The supermassive black hole sitting at the heart of our galaxy is considered to be a slumbering giant. However, an international X-ray spacecraft has discovered that this wasn’t always the case. It turns out this supermassive black hole, Sagittarius A* (Sgr A*), has erupted with powerful and dramatic flares over the course of the last 1,000 years.
Sagittarius A* as seen by the Event Horizon Telescope may be quiet now, but it wasn’t always so peaceful.
Image credit: Event Horizon Telescope collaboration


Is dark matter made of mysterious ‚ghost particles?‘ Galaxy clusters could hold the answer
„WIMPs are still the leading candidate for dark matter, but billions of dollars of experiments have been done, only getting stronger and stronger upper limits, so alternative scenarios have to be considered.“
If dark matter particles decay, then scientists could hunt for signs of this process, including X-ray or gamma-ray radiation or even emitted „ghost particle“ neutrinos, in vast clusters of galaxies.
An illustration of XRISM studying dark matter around a galaxy cluster.
Image credit: NASA
Milky Way stars mapped as major source of ghost particle flux at Earth
Neutrinos, often called ghost particles, are elementary particles that are electrically neutral, extremely light, and interact only rarely with other matter. Trillions pass through Earth and the human body every second without leaving a trace, which makes them difficult to detect but valuable as probes of regions of the universe that are otherwise hidden.
illustration only
Image credit: NASA

Raumfahrt

Crew-11 to cut mission short and return to Earth due to medical issue
In keeping with the agency’s strict medical privacy policy, NASA officials have not identified the astronaut in question or provided any details about the nature of the medical issue.
Four space station fliers have been told to cut their mission short and return to Earth ahead of schedule because of an apparently serious medical issue affecting an unidentified crew member, NASA announced Thursday.
And here are articles on space.com and spacedaily.com on the same topic.
Crew 11 during training before launch last August (left to right): Cosmonaut Oleg Platonov, NASA astronaut Mike Fincke, Crew 11 commander Zena Cardman and Japanese astronaut Kimiya Yui.
Image: NASA (Ausschnitt)
How does NASA handle astronaut medical issues in space?
The agency does not take them lightly.
NASA astronauts Mike Fincke and Zena Cardman were expected to perform a spacewalk outside the International Space Station on Thursday (Jan. 8), but it was called off Wednesday afternoon (Jan. 7) due to „medical concerns“ with an unidentified crew member.
NASA astronaut Mark Vande Hei is pictured attached to the outside of the International Space Station during a spacewalk on Oct. 10, 2017. In August 2020, Vande Hei and Japanese crewmate Akihiko Hoshide had their EVA called off due to a „minor medical issue.“
Image credit: NASA

Aus den Sektionen und Fachgruppen

Die Astronomie-Szene Schweiz und international im Januar 2026
Dieser monatlich erscheinende Newsletter der SAG-SAS umfasst neben einem Rückblick auf die vergangenen Highlights aus dem Umfeld der Sektionen und Fachgruppen der SAG-SAS einen Ausblick auf die spannendsten Termine zu astronomischen und raumfahrttechnischen Ereignissen im Folgemonat.
Der Newsletter kann auf der folgenden Seite auch ganz einfach abonniert werden: sag-sas.ch/newsletter-abo/
9. Januar 2026: Asteroiden als Zeitkapseln aus der Urzeit
Referentin: Prof. Maria Schönbächler, ETH Zürich, Durchführungsort: Verkehrshaus Luzern, Planetarium
Täglich prasseln mehrere Tonnen Material aus dem Weltraum auf die Erde. Ein Grossteil davon ist nicht grösser als ein Sandkorn; im schönsten Fall hinterlassen die Körner eine Lichtspur am Nachthimmel, wenn sie aufgrund der Reibungshitze in der Atmosphäre verglühen. Sind die Objekte grösser, so verglühen sie nicht gänzlich, sondern fallen stattdessen auf die Erde und liefern uns einmalige Beweistücke. Denn dieses Material führt Wissen über die Urgeschichte des Sonnensystems und der Entstehung der Planeten mit sich. Ein Teil dieses Materials stammt von grösseren Brocken, den sogenannten Asteroiden. Diese Himmelskörper können Durchmesser von einigen Metern bis mehrere Kilometer aufweisen. Die japanischen Raumsonden Hayabusa und Hayabusa-2 und die NASA-Sonde OSIRIS-Rex haben in den vergangenen Jahren auf solchen Asteroiden Material gesammelt und zur Erde gebracht.
Mit hochpräzisen Geräten untersucht Maria Schönbächler vom Institut für Geochemie und Petrologie an der ETH Zürich sowohl solche Asteroiden-Proben als auch Meteoriten und entschlüsselt dabei die Geheimnisse der Entstehung der Asteroiden und Planeten aus dem solaren Nebel, einer Scheibe aus Staub und Gas, welche die neugeborene Sonne umkreiste und aus welchem alles Material im Sonnensystem stammt.


10. Januar 2026: Ariane 6, die neue Schwerlastrakete Europas + Himmelsbeobachtung
Referent: Prof. Stefan Schlechtriem, DLR, Durchführungsort: Sternwarte viadalat, Samedan
Prof. Stefan Schlechtriem nimmt uns mit in die spannende Entwicklung der europäischen Raumfahrt mit dem Thema «Ariane 6 die neue Schwerlastrakete Europas; wo kommen wir her, wo gehen wir hin?». Anschliessend beobachten wir die Sternen und Planeten mit unseren Teleskopen.
Die Ariane 6 repräsentiert die neueste Generation der Trägerraketen und sichert Europas eigenständigen Zugang zum Weltraum. Im Juli 2024 absolvierte die Ariane 6 ihren erfolgreichen Jungfernflug und läutete damit ein neues Kapitel der europäischen Raumfahrt ein. Sie spielt eine Schlüsselrolle für Bereiche wie Telekommunikation, Erdbeobachtung, Navigation und Weltraumforschung.
13. Januar: Zoom-Meeting der Fachgruppe Astrofotografie
Die Mitglieder der Fachgruppe Astrofotografie treffen sich ungefähr alle zwei Monate in einer Videokonferenz. Wir verwenden dazu die Applikation “Zoom”. Zur Teilnahme am Meeting werden Zugangsdaten benötigt. Bitte kontaktiere dafür mind. 5 Tage vorher: ![]()
Die Termine liegen zeitlich absichtlich um die Vollmond-Phase, damit die Fotografen die mondlosen Nächte für das Fotografieren nutzen können.
Weitere Infos finden Sie unter www.astrofoto.ch/agenda


14. Januar: SIND WIR ALLEIN IM WELTRAUM?
Referentin: Dr. Birgit Huber, Durchführungsort: Raumschiff – Werkstatt für Astronomie, Dübendorf
Außerirdisches Leben fasziniert die Menschheit seit jeher. Dr. Birgit Huber lädt Sie ein zu einer spannenden Reise in die Tiefen des Universums. Gemeinsam gehen wir den zentralen Fragen der Astrobiologie auf den Grund: Was genau ist Leben? Welche exotischen Lebensformen könnten existieren? Und welche Planeten oder Monde gelten als besonders vielversprechend für außerirdisches Leben?
Birgit Huber forschte an der Universität Graz zur Sonnenphysik und Weltraumwetter. Heute ist sie bei Siemens Smart Infrastructure im Bereich Technologie und Innovation tätig und bleibt der Astrophysik durch Public Outreach, Vorträge und Seminare verbunden.
Eine Anmeldung wird in jedem Fall empfohlen.
15. Januar: Licht, Natur und Gesundheit – Fakten zur Lichtverschmutzung
Referent: Dr. Lukas Schuler, Durchführungsort: Universität Bern, Hauptgebäude West
In seinem Vortrag beleuchtet Dr. Lukas Schuler die physikalischen, ökologischen und gesundheitlichen Auswirkungen künstlicher Beleuchtung bei Nacht. Er erläutert die spektralen Eigenschaften moderner LED-Technik, die Streuung von Licht in der Atmosphäre sowie deren Beitrag zur Lichtverschmutzung und deren Folgen für Mensch, Tier und Umwelt.
Zudem gibt er einen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen in der Schweiz, insbesondere zur SIA-Norm 491 und zum 7-Punkte-Plan von DarkSky Switzerland. Anhand konkreter Beispiele – unter anderem der zertifizierten DarkSky-Schutzzone Gurnigel – zeigt er Fortschritte, bestehende Defizite und praktische Handlungsmöglichkeiten auf.
Dr. Lukas Schuler engagierte sich während zehn Jahren ehrenamtlich als Präsident von DarkSky Switzerland und leitet seit 2023 die Geschäftsstelle. Seit 2001 ist er zudem Mitinhaber der xirrus GmbH. Seine Arbeit verbindet wissenschaftliche Analyse, Messdaten und praxisnahe Argumentation gegenüber Behörden, Medien und der Öffentlichkeit.


17. Januar: Astronomische Jahresvorschau im Planetarium
Referenten: Marc Horat (VHS) und Markus Burch (AGL), Durchführungsort: Verkehrshaus Luzern, Planetarium
Die astronomische Jahresvorschau im Verkehrshaus Planetarium in Luzern ist zur Tradition geworden und wird von den Besucherinnen und Besuchern immer wieder mit Begeisterung aufgenommen. Die Astronomische Gesellschaft Luzern und das Verkehrshaus führen diese Veranstaltung deshalb im Jahr 2026 zum 23. Mal durch.
Markus Burch (Astronomische Gesellschaft Luzern) und Marc Horat (Verkehrshaus Planetarium) begleiten die Besucherinnen und Besucher in einer live kommentierten Schau durch das Jahr 2026 und veranschaulichen mittels der einzigartigen Möglichkeiten des Grossplanetariums die kommenden Himmelsereignisse wie Planetenlauf und Finsternisse, aber auch Highlights aus der Raumfahrt. Diese Vorführung bietet sowohl passionierten Sternenfreunden als auch interessierten Laien eine einmalige Gelegenheit, sich auf das Himmelsjahr 2026 einzustimmen.
18./24./25./31. Januar: Astronomische Jahresvorschau im Planetarium
Referenten: Personal des Planetariums, Durchführungsort: Verkehrshaus Luzern, Planetarium
Die astronomische Jahresvorschau im Verkehrshaus Planetarium in Luzern ist zur Tradition geworden und wird von den Besucherinnen und Besuchern immer wieder mit Begeisterung aufgenommen. Die Astronomische Gesellschaft Luzern und das Verkehrshaus führen diese Veranstaltung deshalb im Jahr 2026 zum 23. Mal durch.
Das Personal des Planetariums begleitet die Besucherinnen und Besucher in einer live kommentierten Schau durch das Jahr 2026 und veranschaulichen mittels der einzigartigen Möglichkeiten des Grossplanetariums die kommenden Himmelsereignisse wie Planetenlauf und Finsternisse, aber auch Highlights aus der Raumfahrt. Diese Vorführung bietet sowohl passionierten Sternenfreunden als auch interessierten Laien eine einmalige Gelegenheit, sich auf das Himmelsjahr 2026 einzustimmen.

Von den Schweizer Hochschulen

UNI BE: Universität Bern an Mission zur Untersuchung des Asteroiden Apophis beteiligt
Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat an ihrer Ministerrats-Tagung die Mission RAMSES genehmigt. Die gemeinsame Mission der ESA und der japanischen Weltraumorganisation JAXA soll den Vorbeiflug des Asteroiden «Apophis» an der Erde im April 2029 untersuchen. Die Universität Bern ist an der Mission mit der Kamera CHANCES beteiligt. Diese wird hochauflösende Bilder aufnehmen, um mögliche Veränderungen der Beschaffenheit und der Eigenschaften der Oberfläche von Apophis unter dem Einfluss der Anziehungskraft der Erde zu untersuchen.
Künstlerische Darstellung der Mission RAMSES (Rapid Apophis Mission for Space Safety) der ESA und JAXA.
© ESA-Science Office
UNI GE: Tests concluants pour l’explorateur d’exoplanètes RISTRETTO
Conçus à l’UNIGE, des composants clés du nouveau spectrographe ont été testés avec succès. Ils permettront d’analyser la lumière de l’exoplanète Proxima b.
And here is the English version of the article.
Cette représentation d’artiste montre une vue de la surface de la planète Proxima b en orbite autour de la naine rouge Proxima du Centaure, l’étoile la plus proche du Système Solaire.
ESO/M. Kornmesser


ETH: Längste Beobachtung einer aktiven Sonnenregion
Im Mai 2024 tobte der stärkste Sonnensturm der letzten zwanzig Jahre. Ein internationales Team unter der Leitung der ETH Zürich hat ihn beobachtet. Die gewonnenen Erkenntnisse helfen dabei, das Weltraumwetter nun besser voraussagen zu können.
Unsere Sonne dreht sich in etwa 28 Tagen einmal um ihre Achse. Von der Erde aus lassen sich deshalb aktive Regionen auf der Sonne nur bis zu zwei Wochen lang verfolgen. Dann rotieren sie aus unserem Blickfeld und bleiben zwei Wochen verborgen.
Die Raumsonde Solar Orbiter liefert Bilder der Sonne und beobachtet dabei auch deren Rückseite, die wir von der Erde aus nicht sehen können.
Bild: ESA / AOES
UNI ZH: Reise zum Urknall
Am CERN können Forschende an die Anfänge unseres Universums zurückreisen. Ben Kilminster konstruiert die präzisesten Teile der riesigen CERN-Detektoren, die das möglich machen – und er sucht in seiner Forschung nach Fehlern in den physikalischen Erklärmodellen.
Mit dem Large Hadron Collider am CERN können Bedingungen kurz nach dem Urknall rekonstruiert werden. Mit Detektoren, die UZH-Physiker Ben Kilminster entwickelt, und einem neuen Teilchenbeschleuniger könnten künftig weitere physikalische Rätsel gelöst werden.
Im Bild: CMS-Detektor am CERN/Bild: CERN


EPFL: Une nouvelle carte du cycle de vie stellaire
Des scientifiques de l’EPFL et de l’Institut d’astronomie Max Plank ont utilisé les données du satellite Gaia pour cartographier 35 000 étoiles variables dans 1200 amas stellaires. Ils révèlent ainsi de nouvelles méthodes pour suivre la vie des étoiles.
And here is the English version of the article.
Panorama de notre Voie lactée et des galaxies avoisinantes, basé sur les mesures de Gaia recensant près de 1,7 milliard d’étoiles
Crédit: ESA/Gaia/DPAC

Marc Eichenberger
Präsident
Seit Kindesbeinen bin ich begeisterter Amateurastronom und war mehr als 30 Jahre im Vorstand der Astronomischen Gesellschaft Luzern tätig, die letzten neun Jahre als deren Präsident. Als stolzer Besitzer von drei Teleskopen sowie einem Astro-Feldstecher verbringe ich die klaren Nächte am liebsten mit Freunden und Gleichgesinnten als visueller Beobachter. Wenn es die Zeit erlaubt versuche ich als Mitglied der AAVSO auch einen kleinen, wissenschaftlichen Beitrag zu leisten. Als Präsident der SAG-SAS ist es unter anderem mein Ziel die Astronomie allen Interessierten auf verständliche Art zugänglich zu machen.

