Astronomie
Beobachtungstipps im Januar
Ein Planet dominiert zu Jahresbeginn den Nachthimmel: Der Gasriese Jupiter steht am 10. Januar in Opposition zur Sonne. Ansonsten machen sich Planeten eher rar: Venus, Mars und Merkur sind nicht zu sehen, Saturn nur am Abend. Die Erde durchläuft am 3. Januar den sonnennächsten Punkt ihrer Bahn. Der Himmel ist geprägt von den Sternen des Winters.
Thema des Monats: Astronomische Kurzvorschau auf das Jahr 2026


30. Januar: HEUTE AM HIMMEL
Kennen Sie die täglich publizierte Seite Heute am Himmel? Sie bietet tagesgenaue Informationen zu Astronomie und Raumfahrt, beginnend mit den Daten zum Mond und den Dämmerungszeiten. Anschliessend gibt sie in der Rubrik Tagesereignisse kurz und bündig einen kompakten Überblick zum Tagesgeschehen. Danach folgt eine tabellarische Auflistung der Astronomischen Ereignisse, gefolgt von den Planeten am Abend- und am Morgenhimmel. Zum Schluss werden die Überflugdetails zur Internationalen Raumstation (ISS) und hellen Satelliten, sowie die wichtigsten Links zur Sonnenbeobachtung gelistet.
Insgesamt also eine wichtige, astronomische Ressource, ohne die (fast) kein Amateurastronom auskommt!
Hinweis: Das Lesen dieses Beitrags setzt eine Mitgliedschaft beim ORION-Portal voraus.
Streifen auf dem Merkur zeigen: Merkur ist kein «toter Planet»
Eine neue Studie unter der Leitung der Universität Bern entdeckt eine grosse Anzahl von hellen Streifen, sogenannte «Lineae», auf dem Merkur, die vermutlich durch das Ausgasen von flüchtigen Stoffen aus dem Innern des Planeten entstehen. Dies deutet darauf hin, dass Merkur nicht wie bisher angenommen ein toter Planet ist, sondern geologisch durchaus aktiv sein könnte. Die Ergebnisse liefern wichtige Einblicke in die Entwicklung von Merkur und seiner flüchtigen Bestandteile, die durch zukünftige Raumfahrtmissionen wie BepiColombo weiter untersucht werden sollen.
Und hier ein Beitrag zum gleichen Thema auf spacedaily.com, sowie die Pressemitteilung der Uni Bern.
Aufnahme von Streifen oder «Lineae» auf den Hängen eines Kraters auf dem Merkur und den hellen Vertiefungen, aus denen die Streifen hervortreten. Das Bild wurde von MESSENGER am 10. April 2014 aufgenommen.
© NASA/JHUAPL/Carnegie Institution of Washington


Industriekomplex in der Nähe der ESO-Teleskope ist vom Tisch
Die einzigartige Dunkelheit des Himmels über dem Paranal-Observatorium in Chile ist gerettet: Nach massiven Protesten der internationalen Astronomie-Community hat das US-amerikanische Unternehmen AES Andes seine Pläne für ein großes Industrie-Projekt in der Nähe des Observatoriums aufgegeben. Astronomen zeigten sich erleichtert.
Und hier ein Beitrag auf spektrum.de zum gleichen Thema.
Die Teleskope des Very Large Telescope auf dem Paranal in Chile.
Foto: J. Looten / ESO (Ausschnitt)
EHT: Der Ursprung des Jets von Messier 87
Mithilfe von Daten des Event Horizon Telescope von Messier 87 gelangen nun neue Einblicke in die unmittelbare Umgebung des zentralen supermassereichen Schwarzen Lochs der Galaxie. Von besonderem Interesse war dabei der bislang unbekannte Ursprungsort des gewaltigen kosmischen Jets. Detaillierte Modellrechnungen weisen auf den wahrscheinlichsten Ort.
Und hier ein Beitrag auf space.com zum gleichen Thema.
Ein Bild des Weltraumteleskops Hubble von der riesigen elliptischen Galaxie M 87 mit ihrem Jet. Der sichtbare Teil dieses riesigen Teilchenstroms erstreckt sich über etwa 3000 Lichtjahre.
Bild: NASA, ESA, A. Lessing (Stanford University), E. Baltz (Stanford University), M. Shara (AMNH), J. DePasquale (STScI) (Ausschnitt)


Größte schwefelhaltige Molekülverbindung im All entdeckt
Zum ersten Mal wurde ein komplexes, ringförmiges Molekül mit 13 Atomen im interstellaren Raum entdeckt, basierend auf Laboruntersuchungen. Die Entdeckung verbindet einfache Chemie im All mit den komplexen organischen Bausteinen, die in Kometen und Meteoriten gefunden wurden. Dies könnte ein entscheidender Schritt hin zur Erklärung der kosmischen Ursprünge der Chemie des Lebens sein.
Im Herzen unserer Galaxie entdeckten Wissenschaftler das erste schwefelhaltige sechsgliedrige Ringmolekül, das sich in einer interstellaren Wolke verbirgt.
Bild: MPE/ NASA / JPL-Caltech (Ausschnitt)
Rätselhafter Begleiter löst lange Finsternisse aus
Im Sternsystem J0705+0612 kommt es alle 44 Jahre zu einer lang anhaltenden Finsternis, die 8,5 Monate dauert. Was steckt dahinter? Eine normale Bedeckung kann es jedenfalls nicht sein.
Rätselhaftes Doppelsternsystem: Alle 44 Jahre bedeckt ein Begleiter, der von einer Trümmerscheibe umgeben ist, den Hauptstern von J0705+0612 (Illustration). Die Natur des Begleiters ist unbekannt.
© International Gemini Observatory/NOIRLab/NSF/AURA/P. Marenfeld & M. Zamani / Artist’s Illustration of Cloudy Disk Orbiting Distant Star / CC BY 4.0 (Ausschnitt)


APOD: Astronomy Picture of the Day
Hier das tagesaktuelle Bild von der Seite „Astronomy Picture of the Day“ (APOD) – ein wunderbares Bildarchiv zur Astronomie, das viele Jahre zurückreicht.
NGC 1333: Stellar Nursery in Perseus
Image Credit & Copyright: Robert Eder (Ausschnitt)
Jupitermonde: Wie dick ist Europas Eiskruste?
Die Raumsonde Juno hat bei einem engen Vorbeiflug die durchschnittliche Mächtigkeit der Eiskruste des Jupitermonds Europa bestimmt. Darunter befindet sich wahrscheinlich ein Ozean aus flüssigem Wasser.
Und hier ein Beitrag auf space.com zum gleichen Thema.
Dickes Eis: Die Eiskruste des Jupitermonds Europa hat nach Messungen mit der NASA-Sonde Juno eine Mächtigkeit von mindestens 29 Kilometern. Das Bild nahm Juno am 29. September 2022 bei ihrem dichten Vorbeiflug auf.
© NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS, Image processing: Kevin M. Gill / NASA’s Juno Mission Captures Images of Europa / CC BY 3.0 (Ausschnitt)


Erdmagnetfeld soll Dunkle Materie nachweisen
Das Erdmagnetfeld als gigantischer Detektor? Physikerinnen und Physiker nutzen bestehende Netzwerke aus Sensoren, um Hinweise auf Dunkle Materie aufzuspüren.
Das Erdmagnetfeld könnte als gigantischer Teilchendetektor dienen.
Bild: AI generiert (ideogram)
Trifft Asteroid 2024 YR4 im Jahr 2032 den Mond?
Laut neuer Auswertungen könnte der Asteroid 2024 YR4 im Dezember 2032 mit einer Chance von 4,3 Prozent auf dem Mond einschlagen. Die Erde ist definitiv für mehr als 100 Jahre außer Gefahr.
Asteroid 2024 YR4: Prallt er im Jahr 2032 auf den Mond?
© NASA/JPL-Caltech / Study Finds Earth’s Small Asteroid Visitor Likely Chunk of Moon Rock (Ausschnitt)


Bislang klarstes Gravitationswellen-Signal stellt Einsteins Relativitätstheorie auf die Probe
Ein internationales Team hat mit wesentlichen Beiträgen von AEI-Forschenden erstmals drei Gravitationswellen-Töne im Signal GW250114 identifiziert und die bislang präzisesten Tests der Relativitätstheorie durchgeführt.
Visualisierung der Ringdown-Phase einer Verschmelzung zweier Schwarzer Löher, die mit dem Gravitationswellenereignis GW250114 übereinstimmt. Die Gravitationswellen werden in zwei Moden des abklingenden zurückbleibenden Schwarzen Lochs unterteilt, die in der Beobachtung identifiziert wurden: die Grundmode (grün) und ihre erste Oberschwingung (rot). Außerdem wird ein vorhergesagter dritte Ton (gelb) gezeigt, für die die Daten Grenzen setzen. Die Visualisierung wurde am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) auf der Grundlage einer numerischen Relativitätssimulation des Simulating Extreme Spacetimes (SXS)-Projekts durchgeführt.
H. Pfeiffer, A. Buonanno (Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik), K. Mitman (Cornell University)
Künstliche Intelligenz macht Quantenfeldtheorien berechenbar
Ein altes Rätsel der Teilchenphysik konnte von einer Forschungsgruppe mit Beteiligung der TU Wien, der University of the Pacific und der Universität Bern geknackt werden: Wie formuliert man Quantenfeldtheorien auf einem Gitter am besten, um sie am Computer optimal zu simulieren? Die Antwort kommt von der AI.
Quantenfeldtheorie am Computer: Wenn man das Gitter der Berechnung immer feiner macht – was passiert mit dem Ergebnis?
© TU Wien


NASA Webb Pushes Boundaries of Observable Universe Closer to Big Bang
NASA’s James Webb Space Telescope has topped itself once again, delivering on its promise to push the boundaries of the observable universe closer to cosmic dawn with the confirmation of a bright galaxy that existed 280 million years after the big bang. By now Webb has established that it will eventually surpass virtually every benchmark it sets in these early years, but the newly confirmed galaxy, MoM-z14, holds intriguing clues to the universe’s historical timeline and just how different a place the early universe was than astronomers expected.
NASA’s James Webb Space Telescope shows galaxy MoM-z14 as it appeared in the distant past, only 280 million years after the universe began in the big bang.
Image: NASA, ESA, CSA, STScI, Rohan Naidu (MIT); Image Processing: Joseph DePasquale (STScI)
Scientists Measure Mars’s Effect on Earth’s Climate
Tiny Mars might have an outsize effect on Earth’s climate over hundreds of thousands of years.
Puny Mars, weighing about 10 times less than Earth, might nevertheless pack a gravitational punch, subtly reshaping Earth’s orbit. The Red Planet might even have triggered ice ages and other large-scale climate shifts, according to a new study.
Mars appears large here, but it spans half the size of Earth. (This view of the Valles Marineris canyon comes from Viking Orbiter 1.)
NASA / JPL-Caltech


The Dark Energy Survey Weighs in on Cosmic Tensions
The final release of data from the Dark Energy Survey widens tensions in our understanding of the cosmic evolution.
The astronomers behind the Dark Energy Survey have measured the properties of the mysteriously repulsive dark energy more precisely than ever before. Their work brings together six years of data, more than half a billion galaxies, and thousands of supernovae to shed light on crucial questions in cosmology.
The Bullet Cluster, imaged here by the Dark Energy Camera mounted on the Victor M. Blanco 4-meter Telescope at Cerro Tololo Inter-American Observatory, is made up of two colliding galaxy clusters in the constellation Carina. These galaxy clusters act as gravitational lenses, magnifying the light of background galaxies. (View a zoomable image to explore this galaxyscape in more detail.)
CTIO / NOIRLab / DOE / NSF / AURA
The Ring Nebula Has an “Iron Bar”
New observations reveal a strange structure in the iconic nebula that has evaded astronomers for centuries.
The Ring Nebula in Lyra, also known as Messier 57, is the most famous planetary nebula in the sky. It’s also one of the most imaged and studied objects of its class. But when Roger Wesson (Cardiff University, UK) and his colleagues analyzed a series of spectra taken between May and June 2023, they found something completely new: An oddly shaped “bar” of ionized iron gas that crosses the nebula roughly from west to east along the elliptical ring’s major axis.
A composite image of the Ring Nebula (also known as Messier 57 and NGC 6720) constructed from four WEAVE/LIFU emission-line images. The bright outer ring is made up of light emitted by three different ions of oxygen, while the bar across the middle is seen in light emitted by ionized iron atoms, each stripped of four electrons. North is up and east is to the left in the image.
University College London / CC BY 4.0 (Ausschnitt)


New JWST imagery dives into the center of the Milky Way
NASA’s IR space scope explores the Milky Way’s most prolific star-forming region, cracking open new secrets of how stars form.
Massive stars have an outsized influence on their environment and the galaxies they call home. These behemoths have the highest surface temperatures of any normal stars, so they emit copious amounts of ultraviolet radiation that ionizes their surroundings. They also possess fierce stellar winds that help shape their gaseous environs. But these monster suns also burn through their nuclear fuels rapidly, so they don’t live long and thus are exceedingly rare.
At near-infrared wavelengths, JWST shows the massive star-forming region Sagittarius B2 packed with young stars and dense clouds of gas and dust giving birth to future stellar generations.
Credit: NASA, ESA, CSA, STScI, A. Ginsburg (University of Florida), N. Budaiev (University of Florida), T. Yoo (University of Florida) (Ausschnitt)
NASA’s Juno spacecraft spots the largest volcanic eruption ever seen on Jupiter’s moon Io
„What makes the event even more extraordinary is that it did not involve a single volcano, but multiple active sources.“
The most violent volcanic cataclysm ever seen in our solar system has been witnessed on Jupiter’s moon Io by NASA’s Juno spacecraft, with simultaneous eruptions covering an enormous 40,400 square miles (65,000 square kilometers). The synchronous eruptions point to a hitherto undetected network of interconnected magma reservoirs just beneath the volcanic moon’s lava-encrusted surface.
(Left) Io as seen by NASA’s Galileo spacecraft on 3 July 1999 (Right) A massive volcanic hotspot observed by Juno in 2024.
Image credit: NASA / JPL / University of Arizona/ NASA/JPL-Caltech/SwRI/ASI/INAF/JIRAM

Raumfahrt

BIROS: Feuriges Ende für Satellit zur Feuerüberwachung
Der Kleinsatellit BIROS des DLR ist gestern in die Erdatmosphäre eingetreten und vollständig verglüht. BIROS hatte seit 2016 verschiedenste Brandherde und Vulkanausbrüche mittels eines hochsensiblen Infrarotkamerasystems erfasst. Die Erfahrungen aus der Mission liefern wichtige Erkenntnisse für zukünftige Kleinsatellitenmissionen.
BIROS war der zweite Satellit der Mission FireBIRD. Die Hauptnutzlast war ein hochsensibles Infrarot-Kamerasystem.
Foto: DLR (CC BY-NC-ND 3.0) (Ausschnitt)
How Artemis 2 will fly around the Moon
The 10-day Artemis 2 mission will send humans around the Moon for the first time since the Apollo program.
Artemis 2 will use the SLS to send a crew of four aboard an Orion spacecraft on a 10-day mission looping within 4,600 miles (7,400 km) of the Moon.
The crew consists of Commander Reid Wiseman, Pilot Victor Glover, and mission specialists Christina Koch and Canadian astronaut Jeremy Hansen. Koch will be the first woman to travel to the Moon, and Hansen will be the first non-American to make the journey. The quartet have spent a total of 660 days in space on long-duration missions to the International Space Station and have 12 spacewalks between them.
Artemis 2 will follow a figure-8-shaped path that will send astronauts around the Moon before returning them to Earth.
Credit: Astronomy: Roen Kelly (Ausschnitt)


NASA’s Artemis 2 crewed mission to the moon shows how US space strategy has changed since Apollo – and contrasts with China’s closed program
The United States is no longer competing against a single rival in a largely symbolic race.
When Apollo 13 looped around the moon in April 1970, more than 40 million people around the world watched the United States recover from a potential catastrophe. An oxygen tank explosion turned a planned landing into an urgent exercise in problem-solving, and the three astronauts on board used the moon’s gravity to sling themselves safely home. It was a moment of extraordinary human drama, and a revealing geopolitical one.
The Orion spacecraft that will ferry the Artemis 2 astronauts around the moon.
Image credit: NASA
Artemis 2 moon suits ready to make history
Time to suit up!
NASA’s Artemis program is working to achieve something the U.S. hasn’t done in more than 50 years: send humans back to the moon (and establish facilities needed for sustainable living on the lunar surface, which has never been done).
To get there, though, many steps have to be taken, from the big ones, like making sure the Space Launch System (SLS) rocket and Orion crew capsule integrate perfectly, to the small ones, like ensuring each astronaut’s suit fits comfortably.
The four spacesuits to be worn by the Artemis 2 crew hang in the suit-up room of the Neil A. Armstrong Operations and Checkout Building.
Image credit: NASA/Joel Kowsky

Aus den Sektionen und Fachgruppen

Die Astronomie-Szene Schweiz und international im Februar 2026
Dieser monatlich erscheinende Newsletter der SAG-SAS umfasst neben einem Rückblick auf die vergangenen Highlights aus dem Umfeld der Sektionen und Fachgruppen der SAG-SAS einen Ausblick auf die spannendsten Termine zu astronomischen und raumfahrttechnischen Ereignissen im Folgemonat.
Der Newsletter kann auf der folgenden Seite auch ganz einfach abonniert werden: sag-sas.ch/newsletter-abo/
2. Februar: Gravitationswellen – eine neue Art unseren Kosmos zu beobachten
Referent: Dr. Eduardo Rubio-Herrera (Planetarium VHS), Durchführungsort: Wirtschaft zum Schützenhaus, Luzern
Gravitationswellen sind Schwingungen von Raum und Zeit, die Albert Einstein zu Beginn des 20. Jahrhunderts theoretisch vorhergesagt hat. Sie liefern Informationen über einige der extremsten und katastrophalsten Ereignisse im Universum, nämlich die gewaltsame Verschmelzung kompakter Objekte wie Neutronensterne und Schwarze Löcher. Es dauerte viele Jahrzehnte, bis sie entdeckt wurden, erst 2014 wurden sie vom LIGO-Observatorium entdeckt und bestätigt. Ihre Entdeckung war ein Meilenstein in der Geschichte der Wissenschaft der Menschheit.
Heute, mit fast hundert bestätigten Gravitationswellenereignisse, haben wir neue Aspekte unseres Universums erkannt, beispielsweise wie massive Sterne ihre Entwicklung beenden und wie die Schwerkraft wirkt. Mit der Entdeckung der Gravitationswellen haben wir die Tür zur Gravitationsastronomie geöffnet, einem neuen Fenster zur Erforschung unseres Kosmos.
In diesem Vortrag möchte ich einige historische Punkte Revue passieren lassen, die uns zu einem Verständnis der Wirkungsweise der Schwerkraft geführt haben. Wir werden etwas über die Bedeutung der Entdeckung von Gravitationswellen für die moderne Astrophysik sowie über ihre möglichen Auswirkungen auf unser Verständnis des Universums erfahren.


3. Februar: Zoom-Meeting der Fachgruppe Astronomie-Geschichte
Die Mitglieder der Fachgruppe Astronomie-Geschichte treffen sich mehrmals jährlich im Rahmen einer Videokonferenz. Wir verwenden dazu die Applikation “Zoom”. Zur Teilnahme am Meeting werden Zugangsdaten benötigt. Bitte kontaktiere dafür mind. 5 Tage vorher: ![]()
Die Termine liegen zeitlich absichtlich um die Vollmond-Phase, damit die Fotografen (unter den Geschichtsinteressierten) die mondlosen Nächte für die Astrofotografie nutzen können.
Weitere Infos finden Sie unter http://www.astronomiegeschichte.ch/agenda.html
Von den Schweizer Hochschulen
UNI BE: Streifen auf dem Merkur zeigen: Merkur ist kein «toter Planet»
Eine Studie der Universität Bern entdeckt helle Streifen auf dem Merkur, die vermutlich durch das Ausgasen von flüchtigen Stoffen entstehen. Dies deutet darauf hin, dass Merkur nicht ein toter Planet ist, sondern geologisch aktiv sein könnte.
Helle Streifen auf dem Merkur könnten bedeuten, dass der Planet geologisch aktiv ist. Das Bild wurde von MESSENGER am 10. April 2014 aufgenommen.
© NASA/JHUAPL/Carnegie Institution of Washington (Ausschnitt)


EPFL: L’EPFL contribue à une carte très précise de la matière noire
Des scientifiques du Jet Propulsion Laboratory de la NASA, de l’université de Durham et de l’EPFL ont créé l’une des cartes de la matière noire les plus détaillées à ce jour, à partir des observations du télescope spatial James Webb. L’étude révèle comment la matière noire invisible s’entremêle avec les galaxies et les amas de galaxies que nous pouvons observer, offrant ainsi un aperçu sans précédent de la structure cosmique qui a façonné l’Univers.
And here is the English version of the article.
Contenant près de 800 000 galaxies, cette image prise par le télescope spatial James Webb de la NASA est superposée à une carte de la matière noire, représentée en bleu. Les chercheurs ont utilisé les données de Webb pour trouver cette substance invisible grâce à son influence gravitationnelle sur la matière ordinaire.
NASA/STScI/J. DePasquale/A. Pagan
ETH: Drei neue Forschungsschwerpunkte für die ETH Zürich
Der Bund bewilligt sechs neue Nationale Forschungsschwerpunkte (NFS). Diese Programme stärken langfristig zentrale Schlüsselforschungsgebiete in der Schweiz.
Die ETH Zürich leitet mit «Genesis», «Precision» und «CLIM+» drei der sechs bewilligten NFS und sieht darin eine grosse Chance für Ausbildung, Spitzenforschung sowie den Wissenstransfer in Wirtschaft und Gesellschaft.
«Genesis» untersucht die Entstehung des Lebens als schrittweisen Übergang von unbelebter Materie zu Organismen.
Moderne Stromatolithe in der Laguna Negra, Argentinien. Stromatolithe – geschichtete Gesteinsstrukturen, die von komplexen mikrobiellen Gemeinschaften aufgebaut werden – stellen die frühesten fossilen Zeugnisse des Lebens auf der Erde dar. Einige Formationen sind über 3,5 Milliarden Jahre alt.
Bild: Sylvie Bruggman / Universität Lausanne


UNI ZH: Reise zum Urknall
Am CERN können Forschende an die Anfänge unseres Universums zurückreisen. Ben Kilminster konstruiert die präzisesten Teile der riesigen CERN-Detektoren, die das möglich machen – und er sucht in seiner Forschung nach Fehlern in den physikalischen Erklärmodellen.
Mit dem Large Hadron Collider am CERN können Bedingungen kurz nach dem Urknall rekonstruiert werden. Mit Detektoren, die UZH-Physiker Ben Kilminster entwickelt, und einem neuen Teilchenbeschleuniger könnten künftig weitere physikalische Rätsel gelöst werden.
Im Bild: CMS-Detektor am CERN/Bild: CERN
UNI GE: Tests concluants pour l’explorateur d’exoplanètes RISTRETTO
Conçus à l’UNIGE, des composants clés du nouveau spectrographe ont été testés avec succès. Ils permettront d’analyser la lumière de l’exoplanète Proxima b.
And here is the English version of the article.
Cette représentation d’artiste montre une vue de la surface de la planète Proxima b en orbite autour de la naine rouge Proxima du Centaure, l’étoile la plus proche du Système Solaire.
ESO/M. Kornmesser


Marc Eichenberger
Präsident
Seit Kindesbeinen bin ich begeisterter Amateurastronom und war mehr als 30 Jahre im Vorstand der Astronomischen Gesellschaft Luzern tätig, die letzten neun Jahre als deren Präsident. Als stolzer Besitzer von drei Teleskopen sowie einem Astro-Feldstecher verbringe ich die klaren Nächte am liebsten mit Freunden und Gleichgesinnten als visueller Beobachter. Wenn es die Zeit erlaubt versuche ich als Mitglied der AAVSO auch einen kleinen, wissenschaftlichen Beitrag zu leisten. Als Präsident der SAG-SAS ist es unter anderem mein Ziel die Astronomie allen Interessierten auf verständliche Art zugänglich zu machen.

