Astronomie
Beobachtungstipps im April
Die Sterne des Frühlings prägen den abendlichen Himmel und sogar erste Anzeichen des Sommers lassen sich bereits entdecken. Unser Nachbarplanet Venus ist weiterhin Abendstern: Außer Mond und Sonne ist aktuell kein Objekt am Himmel heller – auch nicht der Gasriese Jupiter, der sich zudem vom Morgenhimmel zurückzieht. Ende des Monats sind die Lyriden zu sehen.
Thema des Monats: In den kommenden Jahren vermehrt «liegende Mondsicheln»


24. April: HEUTE AM HIMMEL
Kennen Sie die täglich publizierte Seite Heute am Himmel? Sie bietet tagesgenaue Informationen zu Astronomie und Raumfahrt, beginnend mit den Daten zum Mond und den Dämmerungszeiten. Anschliessend gibt sie in der Rubrik Tagesereignisse kurz und bündig einen kompakten Überblick zum Tagesgeschehen. Danach folgt eine tabellarische Auflistung der Astronomischen Ereignisse, gefolgt von den Planeten am Abend- und am Morgenhimmel. Zum Schluss werden die Überflugdetails zur Internationalen Raumstation (ISS) und hellen Satelliten, sowie die wichtigsten Links zur Sonnenbeobachtung gelistet.
Insgesamt also eine wichtige, astronomische Ressource, ohne die (fast) kein Amateurastronom auskommt!
Hinweis: Das Lesen dieses Beitrags setzt eine Mitgliedschaft beim ORION-Portal voraus.
Hinweise auf Wassereiswolken auf fernem Gasplaneten
Mithilfe des James Webb Space Telescope wurde jetzt eine Entdeckung gemacht, die die Grenzen vieler aktueller Modelle von Exoplanetenatmosphären aufzeigt: Sie fanden Hinweise auf Wassereiswolken auf einem fernen, Jupiter-ähnlichen Exoplaneten. Aktuelle Atmosphärenmodelle von extrasolaren Planeten berücksichtigen Wolken bislang jedoch nicht.
Und hier die original Pressemitteilung des MPIA zum gleichen Thema.
Künstlerische Darstellung des Planeten Epsilon Indi Ab mit Wolken über seiner von Ammoniak dominierten Atmosphäre.
© E. C. Matthews, MPIA / T. Müller, HdA


Woher der Nachschub für Protuberanzen auf der Sonne kommt
Protuberanzen sind mehrere tausend Kilometer große, kühle Plasmastrukturen in der heißen Korona der Sonne, von denen einige über Wochen bestehen bleiben können. Für die Entstehung und die Stabilität wird ein ständiger Plasma-Nachschub benötigt. Verantwortlich dafür ist offenbar das Magnetfeld der Sonne, das Plasma aus tieferliegenden Schichten in die Protuberanzen befördert.
Abfolge von Bildern aus den neuen Computersimulationen. Die flammenartige Protuberanz erstreckt sich etwa bis zu 20.000 Kilometer in die Korona und verändert ständig ihre Form. Gelegentlich „regnet“ ein Teil ihres Materials zurück in die Tiefe (Teilabbildung D).
Bild: MPS
EUCLID: Mit Space Warps auf der Suche nach Gravitationslinsen
Mit dem Start von Space Warps, einem neuen Bürgerwissenschaftsprojekt auf der Plattform Zooniverse, kann sich die Öffentlichkeit nun aktiv an der Suche nach seltenen und schwer erkennbaren starken Gravitationslinsen beteiligen. Dazu werde Aufnahmen gezeigt, die Teil der ersten Datenveröffentlichung von Euclid sind. Sie waren bislang noch nirgends zu sehen.
Und hier die original Pressemitteilung des MPIA zum gleichen Thema.
Beispiele für Gravitationslinsen, die Euclid während der ersten Beobachtungen der Deep-Field-Areale aufgenommen hat.
Bild: ESA / Euclid / Euclid Consortium / NASA, Bildbearbeitung durch M. Walmsley, M. Huertas-Company, J.-C. Cuillandre (CC BY-SA 3.0 IGO)


EROSITA: Die Röntgenstrahlung des Sonnensystems
Mithilfe des Weltraumteleskops eROSITA ist es gelungen, das durch unser Sonnensystem verursachte Röntgenleuchten herauszufiltern und dessen Einfluss auf den weichen Röntgenhimmel aufzuzeigen. Die Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig es ist, bei der Analyse von Röntgendaten die Vorgänge im Sonnensystem zu berücksichtigen.
Rekonstruktion, wie der diffuse Röntgenhimmel für eROSITA von Mai bis Oktober 2021 ausgesehen haben sollte. Zu jedem Zeitpunkt beobachtete eROSITA allerdings nur ein Gebiet von einem Grad Durchmesser auf seinem Scan-Kreis.
Bild: K. Dennerl, J. Sanders, H. Brunner & the eSASS team (MPE); E. Churazov, M. Gilfanov (IKI)
COLIBRE: Die kalte und staubige Seite der Galaxienentstehung
Mit COLIBRE gelangen nun Simulationen, mit denen die Galaxienentstehung und -entwicklung realistischer dargestellt werden kann als zuvor, indem etwa kaltes Gas und kosmischer Staub mit einbezogen wird. Auf diese Weise zeigte sich, dass einige Beobachtungen des James Webb Space Telecope keinen Widerspruch zum aktuellen Standardmodell der Kosmologie darstellen.
Visuelle Eindrücke der COLIBRE-Simulationen.
Bild: Schaye et al. (2026)


Diese Jets haben eine gewaltige Energie
Schwarze Löcher sorgen für gewaltige Plasmaströme, die mit annähernd Lichtgeschwindigkeit durchs All jagen. Eine Studie zeigt, wie enorm diese Jets sind.
Illustration eines riesigen Sterns, dessen starke Sonnenwinde die Plasmaströme eines Schwarzen Lochs vom Stern weglenken.
© International Centre for Radio Astronomy Research (ICRAR) / Curtin University (Ausschnitt)
Was leuchtet heller als ein Quasar? Zwei Quasare!
Folgeuntersuchungen eines eng wechselwirkenden Paars aktiver Galaxien aus der Frühzeit des Kosmos bestätigen den seltenen Fall eines Doppelquasars – und schließen eine optische Täuschung durch eine Gravitationslinse aus.
Unter rund 1000 Einzelquasaren findet sich im Schnitt nur ein Doppelquasar. Am Ende ihrer Entwicklung nähern sich die beiden spiralförmig an und verschmelzen miteinander. Dabei hinterlassen sie ein noch massereicheres, einzelnes Schwarzes Loch (Illustration).
© International Gemini Observatory/NOIRLab/NSF/AURA/J. da Silva/ M. Zamani / Illustration of Double Quasars in Merging Galaxies / CC BY 4.0 (Ausschnitt)


APOD: Astronomy Picture of the Day
Hier das tagesaktuelle Bild von der Seite „Astronomy Picture of the Day“ (APOD) – ein wunderbares Bildarchiv zur Astronomie, das viele Jahre zurückreicht.
Young Moon and Sister Stars
Image Credit & Copyright: Giorgia Hofer
Zwei kosmologische Rätsel auf einen Streich gelöst
Wie entstanden die vielen Neutrinos, die uns aus dem All erreichen? Forschende haben eine neue Vermutung – und die könnte auch die Natur der mysteriösen Little Red Dots erklären.
Das Universum hält allerlei Fragen für uns bereit. Wachsende Schwarze Löcher könnten gleich zwei rätselhafte Phänomene erklären.
NASA, ESA, CSA, STScI, Dale Kocevski (Colby College)


Zwei sehr verschiedene Uranusringe
Die beiden äußersten Ringe des Planeten Uranus unterscheiden sich deutlich voneinander, wie Messungen mit dem James-Webb-Teleskop ergeben haben. Das betrifft sowohl ihre Zusammensetzung als auch ihre Entstehung.
Und hier ein Beitrag auf skyandtelescope.com zum gleichen Thema.
Die beiden äußersten Ringe des Uranus entstehen durch unterschiedliche Vorgänge im Planetenumfeld und sind in ihrer Zusammensetzung auch verschieden. Sie befinden sich außerhalb der auf diesem Bild des James-Webb-Weltraumteleskops aus dem Jahr 2025 sichtbaren Ringe.
© NASA/ESA/CSA/STScI/Andrea Luck / Uranus – NASA/ESA JWST Space Telescope / CC BY 4.0 (Ausschnitt)
What Webb Learns from Light
NASA’s James Webb Space Telescope collects far more than stunning images — about 75% of its observations produce a powerful type of data called spectra. In this video, learn how Webb uses spectra to uncover extraordinary details about the universe, from the chemical makeup of distant galaxies to weather patterns on planets beyond our solar system.
A still image from the video.
NASA


Galaxies Don’t Die All at Once
State-of-the-art simulations shed light on how galaxies die — and how we can determine the cause of death.
Galaxies don’t form stars forever. Somehow, vibrant, young, star-filled systems turn into quiet, “dead” galaxies. Astronomers have long known that galaxies don’t all shut down the same way, yet identifying what makes a galaxy go quiet has been tricky.
M87 is a nearby, quiescent elliptical galaxy. As star formation has ceased, only older stars, redder in appearance, remain, giving the galaxy it’s „red and dead“ moniker.
NASA, ESA and the Hubble Heritage Team (STScI/AURA); Acknowledgment: P. Cote (Herzberg Institute of Astrophysics) and E. Baltz (Stanford University)
Astronomers Find the Edge of the Milky Way
Astronomers have located the edge of the Milky Way’s star-forming disk for the first time, showing that star formation is focused within 40,000 light-years of our galactic center.
An artist’s illustration of the Milky Way’s warped stellar disk, based on Gaia data.
Stefan Payne-Wardenaar; Magellanic Clouds: Robert Gendler / ESO


Sun-Observing Satellite Uses Artificial Eclipse to Capture the Solar Wind
The Proba 3 mission flies two spacecraft in precise formation to create an artificial eclipse and obtain close views of the solar wind as it leaves the Sun.
The solar corona, as viewed by Proba 3’s ASPIICS coronagraph.
ESA
JWST uncovers the Lobster Nebula’s firestorm of starbirth
One of the finest examples of a newborn cluster emerging from its natal shroud, this cluster within the Lobster Nebula caught JWST’s infrared eye.
The young cluster Pismis 24 lies at the heart of the Lobster Nebula (NGC 6357) in Scorpius. The brilliant stars rank among the hottest and most massive in our galaxy. Tens of thousands of background stars add depth to this JWST infrared image.
Credit: NASA, ESA, CSA, and STScI, A. Pagan (STScI)


These ‚interstellar glaciers‘ could give water to young star systems. Could they support alien life, too?
„It’s a profound idea that we are looking at a map of material that could rain on nascent planets and potentially support future life.“
A striking new image from NASA’s newest space telescope reveals vast reservoirs of water ice stretching across one of the Milky Way’s most chaotic stellar nurseries, offering a glimpse into where much of the universe’s water — including that found in Earth’s oceans — may originate and be stored.
The chemical signatures of water ice (shown in bright blue) and polycyclic aromatic hydrocarbons (orange) in Cygnus X, one of the most active and turbulent regions of star birth in our Milky Way galaxy.
Image credit: NASA/JPL-Caltech/IPAC/Hora et al.
Ancient volcanic ash seen blowing across Mars in new spacecraft images
New images from the Mars Express spacecraft show ancient volcanic ash spreading across the Red Planet.
Europe’s Mars orbiter has captured high-resolution images of an ancient sea bed on the Red Planet, revealing that Mars‘ appearance can change over a matter of decades.
The wide strip of land in Utopia Planitia imaged by Mars Express. The dark volcanic material is on the right, while grabens can be seen on the left.
Image credit: ESA/DLR/FU Berlin


James Webb Space Telescope peers into a dying star surrounded by mysterious buckyballs: ‚The structures we’re seeing now are breathtaking‘
Decades after their discovery, the origin story of these carbon spheres remains enigmatic.
The spectacular birthplace of weird carbon molecules known as „buckyballs“ came to light in new imagery of a nebula from the James Webb Space Telescope. The gas cloud includes an upside-down question mark shape, which marks a structure scientists don’t yet understand.
An image shows planetary nebula Tc 1 as observed by the James Webb Space Telescope’s Mid-Infrared Instrument (MIRI), combining nine filters spanning wavelengths from 5.6 to 25.5 microns, well beyond what the human eye can detect. Blue tones represent hotter gas at shorter mid-infrared wavelengths; red tones trace cooler material at longer wavelengths. The image was processed by Katelyn Beecroft using PixInsight.
Image credit: NASA / ESA / CSA / Western University, J. Cami
Interstellar invader comet 3I/ATLAS formed in a world much colder than the solar system
„Each interstellar comet brings a little bit of its history, its fossils, from elsewhere.“
Using the Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA), scientists have discovered that the interstellar invader comet 3I/ATLAS formed in a much colder region of the Milky Way than our solar system.
An illustration comparing the water content of 3I/ATLAS to that of Earth.
Image credit: NSF/AUI/NSF NRAO/M.Weiss


NASA’s TESS spacecraft discovers a weird system of exoplanets unlike anything seen before
„Most planetary systems appear as ‚peas in a pod.‘ This is not the case in the TOI-201 system.“
Using NASA’s exoplanet-hunting spacecraft TESS (Transiting Exoplanet Survey Satellite) and Antarctic Search for Transiting ExoPlanets (ASTEP) on the Antarctic Plateau, astronomers have discovered a rare and uniquely weird planetary system.
An illustration of a super-Earth exoplanet orbiting its star with very different siblings.
Image credit: Robert Lea (created with Canva)
Raumfahrt
Blue Origin launches third New Glenn rocket, but payload ends up in wrong orbit
Blue Origin launched the company’s third New Glenn rocket Sunday, re-flying and successfully recovering a previously used first stage. But the rocket’s payload, a direct-to-cellphone communications satellite, ended up in the wrong orbit, the company said.
Spectators along the beach in Cape Canaveral, Florida, enjoy a spectacular Sunday morning launch, taking in the view of a Blue Origin New Glenn rocket blasting off carrying a next-generation cellular broadband satellite. The company said later the AST SpaceMobile Bluebird 7 satellite ended up in the wrong orbit.
Photo: Adam Bernstein/Spaceflight Now.


Ted Cruz pushes back on NASA budget cuts: ‚I don’t want to wake up one day and look up at the moon and realize the Chinese have beat us there‘
„We’ll keep [politics] out of your way so you can do your job.“
The Trump administration’s latest budget proposal once again calls for steep cuts to NASA, and has set up a familiar clash with Congress over how the space agency should be funded.
Sen. Ted Cruz speaks to reporters during a press conference at Space Center Houston on April 9, 2026.
Image credit: Space.com / Josh Dinner
Aus den Sektionen und Fachgruppen
Die Astronomie-Szene Schweiz und international im April 2026
Dieser monatlich erscheinende Newsletter der SAG-SAS umfasst neben einem Rückblick auf die vergangenen Highlights aus dem Umfeld der Sektionen und Fachgruppen der SAG-SAS einen Ausblick auf die spannendsten Termine zu astronomischen und raumfahrttechnischen Ereignissen im Folgemonat.
Der Newsletter kann auf der folgenden Seite auch ganz einfach abonniert werden: sag-sas.ch/newsletter-abo/


25. April: 9. Internationales Jost Bürgi Symposium
Das erfolgreiche Konzept der jährlich durchgeführten Jost Bürgi-Symposien wird auch im Jahr 2026 fortgesetzt werden. Unser Ansatz besteht darin, Bürgi nicht nur historisch anhand seiner Instrumente und aufgrund seiner wissenschaftlichen Leistungen zu bewerten, sondern auch, wie sein Wirken bis in unsere heutige Zeit reicht.
Gerade für junge Leute ist hochmotivierend zu wissen, wenn sich ihre Tätigkeit bis in Bürgis Zeiten zurückführen lässt und ab dann stetig verbessert wurde. “Wer keine Herkunft hat, hat auch keine Zukunft”. Damit könnte man das Bewusstsein stärken, dass alle Technologien eine Geschichte haben, die zu kennen wichtig ist, wenn man sie verstehen will.
Nach dem Jahr 2025, das unter dem Thema “Bürgi und die Uhren” stand und den Bogen von Uhren aus Bürgis Zeit bis zu den heutigen stark verkleinerten Atomuhren spannte, wird das Thema am 25. April 2026 “Bürgi und die Vermessung” sein.
28. April: Astronomische Monatsvorschau: Atmosphären von der Erde bis zu fernen Welten
Alles nur Luft? – Atmosphären von der Erde bis zu fernen Welten.
Unsere Atmosphäre umgibt die Erde als hauchdünne Hülle. Sie schützt vor gefährlicher Strahlung, lässt Meteoriten verglühen und wirkt wie eine wärmende Decke. Ohne sie wäre unser Heimatplanet ein lebensfeindlicher Ort wie der Mond.
Und bei anderen Himmelskörpern? Von extrem dünnen, kaum nachweisbaren Gashüllen bis zu regelrechten Dampfküchen und Treibhäusern findet sich im Weltall ein Vielfalt verschiedenster Atmosphären auf fremden Planeten, Monden, Kometen und Sternen.
Atmosphären sind mehr als nur Gashüllen. Sie erzählen die Geschichte eines Himmelskörpers – seiner Entstehung, seiner Entwicklung und vielleicht sogar seiner Zukunft.
Wie immer: Live kommentiert und von Musik begleitet.


29. April: Kekskrümel unterm Himmelszelt mit Heino Falcke
Lesung für Kinder mit dem Astrophysiker Heino Falcke
Astrophysiker Heino Falcke und Vera Probst (Zentralbibliothek Solothurn) präsentieren in einer spannenden, interaktiven Lesung «Kekskrümel unterm Himmelszelt» – ein MINT-Vorlesebuch über die Anfänge des Lebens und der Entstehung unserer Erde.
«Papa, wie entstand eigentlich unsere Erde?» ist eine von Janas grossen Abendfragen. Angesichts des Wunders der Natur fühlt sie sich klein wie ein Kekskrümel.
Zusammen mit ihrem Papa macht Jana eine fantastische Zeit- und Zeltreise, um zu erleben, wie die Erde und das Klima entstanden sind. Mit Fahrrad und Zelt reisen die beiden Abenteurer in die Vulkaneifel, wo sie jeden Tag andere Phänomene entdecken, die etwas über die Entstehung der Erde erzählen: Sprudelwasser, Fossilien, Maare, Vulkankrater und ein versteinertes Meer.
29. April: “Zwischen Urknall und Apokalypse” mit Heino Falcke
Vortrag und Lesung mit Heino Falcke
Was war am Anfang? Woher kommt das Leben? Wie entstand unsere heutige Welt – und wie wird sie enden? Welche Rolle spielen Wissenschaft, Zufall und Glaube für unser Dasein?
Der Astrophysiker Heino Falcke begibt sich in seinem Vortrag auf eine faszinierende Reise zu den Ursprüngen des Universums und der Menschheit. In einer Mischung aus Vortrag und Lesung aus seinem neuen Buch Zwischen Urknall und Apokalypse spannt er den Bogen vom ersten Licht des Kosmos bis zu den großen Fragen unserer Zukunft.
Prof. Dr. Heino Falcke, geboren 1966 in Köln, ist ein hochdekorierter Astrophysiker und Professor an der Radboud-Universität in Nimwegen. Er leitete den wissenschaftlichen Beirat des Event-Horizon-Telescope-Projekts, das am 10. April 2019 das erste Bild eines Schwarzen Lochs präsentierte.


2. Mai: SAG-SAS Astronomietagung und Delegiertenversammlung 2026 in Aarau
An diesem Samstag findet die jährliche Delegiertenversammlung der Schweizerischen Astronomischen Gesellschaft (SAG-SAS) statt. Als lokale Sektion der SAG freut sich die Astronomische Vereinigung Aarau (AVA), Sie in unserer Kantonshauptstadt begrüssen zu dürfen.
Zu diesem Anlass sind auch alle an Astronomie interessierten Sternfreundinnen und Sternfreunde eingeladen, die nicht Mitglied der SAG oder der AVA sind. Neben spannenden Vorträgen und einer breit gefächerten Ausstellung, verschiedener Fachgruppen und Anbietern astronomischer Geräte und Dienstleistungen wird Marc Horat, als Leiter des Planetariums Luzern eine eindrückliche Live-Demonstration des Nachthimmels im KUK präsentieren.
Eine Anmeldung zur Tagung ist erforderlich https://eventfrog.ch/astronomietagung (Delegierte, Nichtdelegierte, Besucher, etc.).
Will man am Mittagessen der SAG-SAS teilnehmen, so muss man sich bis spätestens am 30. April anmelden.
Von den Schweizer Hochschulen
UNI BE: Wie ein Kollaps Planeten entstehen lassen könnte
Oliver Schib hat ein neues Modell zur Planetenentstehung aufgestellt. Seine Computersimulationen zeigen, wie sich die Gas- und Staubscheiben um junge Sterne entwickeln und Instabilitäten direkt zur Bildung von Riesenplaneten führen können.
Oliver Schib ist Astrophysiker in der Abteilung Weltraumforschung und Planetologie (WP) des Physikalischen Instituts der Universität Bern.
© Universität Bern, Bild: Dres Hubacher


UNI GE: Entre nuit et jour éternels, le visage de deux cousines de la Terre
Une équipe internationale incluant l’UNIGE et l’UNIBE cartographie pour la première fois le climat d’exoplanètes rocheuses à l’aide du télescope spatial James Webb.
And here is the English version of the article.
Illustration d’artiste montrant TRAPPIST-1 et ses planètes. Le potentiel de présence d’eau est également représenté par le givre, des étendues d’eau et de la vapeur entourant la scène.
© NASA/R. Hurt/T. Pyle
EPFL: L’EPFL contribue à déterminer le rythme d’expansion de l’Univers
Une collaboration internationale, à laquelle participent des chercheurs de l’EPFL, fait état de la mesure directe la plus précise de la constante de Hubble, réalisée à l’aide d’un réseau de mesures de distance mis en place par la communauté scientifique et conçu pour réduire les biais et vérifier la cohérence entre les différentes méthodes.
And here is the English version of the article.
L’analogie du « plan de métro » pour le réseau de distance local. D’après Casertano et al., 2025.
Illustration de Fabio Crqmeri, ISSI.


UNI ZH: Reise zum Urknall
Am CERN können Forschende an die Anfänge unseres Universums zurückreisen. Ben Kilminster konstruiert die präzisesten Teile der riesigen CERN-Detektoren, die das möglich machen – und er sucht in seiner Forschung nach Fehlern in den physikalischen Erklärmodellen.
Mit dem Large Hadron Collider am CERN können Bedingungen kurz nach dem Urknall rekonstruiert werden. Mit Detektoren, die UZH-Physiker Ben Kilminster entwickelt, und einem neuen Teilchenbeschleuniger könnten künftig weitere physikalische Rätsel gelöst werden.
Im Bild: CMS-Detektor am CERN/Bild: CERN
ETH: Die Erde entstand aus lokalen Bausteinen
Planetenforscher der ETH Zürich zeigen, dass das Material, aus dem die Erde gemacht ist, ausschliesslich aus dem Inneren unseres Sonnensystems stammt. Das wirft auch ein neues Licht auf die Entstehungsgeschichte unseres Planeten.
Etwa so könnte es bei der Entstehung der Erde in unserem Sonnensystem ausgesehen haben. Geburt von zwei Planeten (beige Punkte) in einer protoplanetaren Scheibe um den jungen Stern WISPIT 2.
Bild: ESO / C. Lawlor, R. F. van Capelleveen et al. / Creative Commons BY 4.0


Marc Eichenberger
Präsident
Seit Kindesbeinen bin ich begeisterter Amateurastronom und war mehr als 30 Jahre im Vorstand der Astronomischen Gesellschaft Luzern tätig, die letzten neun Jahre als deren Präsident. Als stolzer Besitzer von drei Teleskopen sowie einem Astro-Feldstecher verbringe ich die klaren Nächte am liebsten mit Freunden und Gleichgesinnten als visueller Beobachter. Wenn es die Zeit erlaubt versuche ich als Mitglied der AAVSO auch einen kleinen, wissenschaftlichen Beitrag zu leisten. Als Präsident der SAG-SAS ist es unter anderem mein Ziel die Astronomie allen Interessierten auf verständliche Art zugänglich zu machen.

