Astronomie
Beobachtungstipps im Juni
Im Juni beginnt der Sommer, die Temperaturen steigen und die Nächte sind am kürzesten. Unser Nachbarplanet Venus ist weiterhin strahlender Abendstern und bekommt in der ersten Monatshälfte Gesellschaft vom Merkur. Der Gasriese Jupiter gibt seine Abschiedsvorstellung am Abend, Saturn ist in der zweiten Nachthälfte zu beobachten. Ansonsten locken die Schönheiten des Sommerhimmels.
Thema des Monats: Wenn Planeten «hintereinander» stehen


19. Juni: HEUTE AM HIMMEL
Kennen Sie die täglich publizierte Seite Heute am Himmel? Sie bietet tagesgenaue Informationen zu Astronomie und Raumfahrt, beginnend mit den Daten zum Mond und den Dämmerungszeiten. Anschliessend gibt sie in der Rubrik Tagesereignisse kurz und bündig einen kompakten Überblick zum Tagesgeschehen. Danach folgt eine tabellarische Auflistung der Astronomischen Ereignisse, gefolgt von den Planeten am Abend- und am Morgenhimmel. Zum Schluss werden die Überflugdetails zur Internationalen Raumstation (ISS) und hellen Satelliten, sowie die wichtigsten Links zur Sonnenbeobachtung gelistet.
Insgesamt also eine wichtige, astronomische Ressource, ohne die (fast) kein Amateurastronom auskommt!
Hinweis: Das Lesen dieses Beitrags setzt eine Mitgliedschaft beim ORION-Portal voraus.
Venus und Mond standen engen beisammen
Wer am Mittwochabend nach Nordwesten schaute, wurde Zeuge einer sehr nahen Begegnung der zunehmenden Mondsichel mit der hellen Venus. Die beiden Gestirne waren gegen 23:00 Uhr MESZ nur noch eine Mondbreite voneinander getrennt. Mit den Restwolken einer abziehenden Warmfront entstanden besonders schöne Aufnahmen!
Mond und Venus kurz vor ihrem Untergang.
Foto: Thomas Baer


Signal Dunkler Materie nicht ausgeschlossen
Könnte es sich bei dem schwachen, kugelförmigen Leuchten von Gammastrahlen im Zentrum der Milchstraße um ein Signal der Dunkle Materie handeln? Dieser sogenannte „Galactic Centre Excess“ fasziniert die Wissenschaft seit mehr als einem Jahrzehnt. Eine neue Studie zeigt nun, dass eine Erklärung durch Dunkle Materie derzeit zumindest nicht ausgeschlossen werden sollte.
Ein Bild des Überschusses an Gammastrahlen, der im Zentrum unserer Milchstraße auftritt, überlagert mit einer optischen Aufnahme der Galaxie. Über die Ursache dieses Überschusses und die Frage, ob er von Dunkler Materie stammen könnte, wird seit über einem Jahrzehnt diskutiert.
Bild: NASA Goddard / A. Mellinger (Central Michigan Univ.) und T. Linden (Univ. of Chicago)
Lebensfreundlichkeit von Planeten neu denken
In einem neuen Sonderforschungsbereich soll die Suche nach Leben im All neu gedacht werden: So will man erforschen, wie lebensfreundliche Welten entstehen, wie Spuren von Leben nachweisbar bleiben und was künftige Missionen zu Mond und Mars erfordern und berücksichtigen müssten. Dabei sollen auch sozial- und geisteswissenschaftliche Aspekte und ethische Fragen mit einbezogen werden.
Der Saturnmond Enceladus in einer Aufnahme der Sonde Cassini.
Bild: NASA / JPL-Caltech / Space Science Institute


Neue Hinweise auf Elemententstehung in der Tiefsee
In einer Mangankruste aus der Tiefsee wurden erstmals seltene radioaktive Isotope nachgewiesen, die neue Einblicke in die Entstehung der schwersten Elemente in unserer kosmischen Nachbarschaft liefern. Das letzte große astrophysikalische Ereignis in der Nähe unseres Sonnensystems, das solche Elemente erzeugt haben könnte, liegt danach mindestens 100 Millionen Jahre zurück.
Und hier ein Beitrag auf spektrum.de zum gleichen Thema.
Interstellares Eisen-60, Plutonium-244 und Curium-247 auf der Erde. Der Eintrag des Supernova-Tracers Eisen-60 korreliert nicht mit der Ablagerung der r-Prozess-Isotope Plutonium-244 und Curium-247. Der vom Supernova-Ereignis unabhängige r-Prozess wurde auf einen Zeitpunkt vor mehr als 100 Millionen Jahren datiert.
Bild: B. Schröder / HZDR / NASA, ESA, J. Hester, A. Loll (ASU)
Gravastern statt Schwarzes Loch?
Der Kollaps eines Sterns am Ende seiner Entwicklung könnte statt zu einem Schwarzen Loch auch zu einem extrem kompakten Stern führen, einem sogenannten Gravastern, der von außen einem Schwarzen Loch ähnelt. Nach Ansicht zweier theoretischer Physiker sei es sogar möglich, dass im Inneren des kollabierenden Sternes ein neues Mini-Universum entsteht.
Das Innere eines Gravasterns: Ein expandierendes Mini-Universum könnte ein Gegenwicht zur kollabierenden Materie eines Sterns bilden und so zu einem stabilen Gravastern führen.
Bild: D. Jampolski und L. Rezzolla


Verheißungsvolle Ergebnisse zu oszillierenden Neutrinos
Die Messdaten aus den ersten 59 Tagen deuten an, dass der chinesische JUNO-Detektor zu Durchbrüchen in der Teilchenphysik beitragen wird. Schon jetzt gelangen Messungen mit Rekordpräzision.
Die Umwandlung der verschiedenen Neutrino-Arten ineinander soll Aufschluss darüber geben, welches Neutrino das massereichste ist.
Bild: Ideogram (KI)
Was steckt hinter dem großen Galaxiensterben?
Heftige Verschmelzungsprozesse in CRISTAL-02 treiben gewaltige galaktische Winde an. Sie könnten dem System sein kaltes Gas entziehen – und damit die Sternentstehung in kürzester Zeit beenden.
Gewaltige Winde treiben das kalte Gas in einer riesigen Gasfahne (bläulich violett) aus CRISTAL-02. Diese ist fast so lang wie die Galaxie selbst und könnte sie in nur wenigen Millionen Jahren buchstäblich leer fegen (Illustration).
© Joshua Worth / Artist’s impression of the galaxy CRISTAL-02 / CC BY 4.0 (Ausschnitt)


APOD: Astronomy Picture of the Day
Hier das tagesaktuelle Bild von der Seite „Astronomy Picture of the Day“ (APOD) – ein wunderbares Bildarchiv zur Astronomie, das viele Jahre zurückreicht.
Starry Night II
Image Credit & Copyright: Rodrigo Guerra, Original Painting: Vincent van Gogh
Asteroid Donaldjohanson torkelt durchs All
Der im April 2025 von der Raumsonde Lucy bei einem Vorbeiflug erkundete Asteroid Donaldjohanson führt eine Taumelbewegung aus durch das All aus, wie sich aus der Auswertung der Bilder ergab. Zudem scheint er ein Mitglied der Erigone-Familie zu sein.
Und hier ein Beitrag auf space.com zum gleichen Thema.
Im April 2025 passierte die Raumsonde Lucy den Asteroiden (52246) Donaldjohanson in einem Abstand von 1059 Kilometern und nahm dieses Foto auf. Die Bildbreite entspricht 5,4 Kilometern, die blauen und roten Farben geben die Neigung des lokalen Schwerefelds an.
© NASA/GSFC/SwRI/JHU-APL/DLR (Ausschnitt)


Spätester Sonnenuntergang nicht am längsten Tag des Jahres
Der 21. Juni ist der längste Tag. Doch der früheste Sonnenaufgang und der späteste Sonnenuntergang fallen auf ein anderes Datum. Warum? Weil Sonne und Uhrzeit nicht ganz im Einklang stehen.
Wenn am 21. Juni die Sonne untergeht, erfolgt dies nicht zum spätest möglichen Zeitpunkt.
Bild: Ideogram (KI)
Webb and Hubble reveal history of relic of the Milky Way galaxy’s formation
New research shows that Terzan 5 contains four separate generations of stars, confirming it as the prototype of a “bulge fossil fragment”
Terzan 5 is a stellar system orbiting within the Milky Way galaxy’s bulge, which is an incredibly bright, crowded central region of the galaxy. Not only are stars within the bulge tightly packed together — every bit of this region is laced with thick clouds of gas and dust.
Credit: NASA, ESA, CSA, STScI, G. Zullo (University of Bologna), F. R. Ferraro (University of Bologna). Image Processing: A. Pagan (STScI)


NASA’s Webb Catches Exoplanet Getting Roasted
One well-done gas giant, coming right up! That’s the latest from researchers analyzing NASA’s James Webb Space Telescope’s observations of HD 80606 b, an exoplanet four times the mass of Jupiter with an extremely elliptical orbit that sweeps close by its Sun-like star.
This artist’s concept shows exoplanet HD 80606 b being “roasted” as its orbit approaches periastron, the point at which it is closest to its host star, which is similar to our Sun.
Artwork: NASA, ESA, CSA, Joseph Olmsted (STScI)
Webb unveils young stars across every stage of formation
This image shows just a small portion of one of the Orion Molecular Clouds, a long and massive filament of cold gas and dust beyond the Orion Nebula. Every stage of star formation — from the youngest stellar embryos to protoplanetary discs to newly-minted pre-main sequence stars — is contained within this scene which stretches 150 light-years across.
This NASA/ESA/CSA James Webb Space Telescope Picture of the Month shows the giant molecular cloud Orion A, an area of the sky replete with star-forming clouds.
ESA/Webb, NASA & CSA, T. Megeath, M. Zamani (ESA/Webb) Acknowledgement: M. H. Özsaraç


“Shadow Blaster” Galaxy Might Have Sent High-Energy Neutrino to Earth
A star-forming galaxy in the early universe might have sent a ghostly particle known as a neutrino crashing into the ice at Earth’s South Pole, after an 11 billion-year journey through space.
And here’s an article on space.com on the same topic.
This image shows the gravitationally lensed galaxy nicknamed „Shadow Blaster,“ which appears here as golden arcs around a nearer foreground galaxy. Astronomers have identified Shadow Blaster as the likely source of the high-energy neutrino event IC 210922A, detected by the IceCube Neutrino Observatory in 2021.
International Gemini Observatory / NOIRLab / NSF / AURA / ALMA (ESO / NAOJ / NRAO)
Did A Moon-Size Planet Grow Fast and Die Young in the Early Solar System?
A rare meteorite recovered from the Sahara Desert could be a fragment of a Moon-size body that met an early, violent end.
Cross-polarized light reveals beautiful minerals in the meteorite NWA 12774.
John Kashuba


The real disclosure day: The protocols for announcing extraterrestrial intelligence
The International Academy of Astronautics published its first update to SETI’s post-detection protocols in more than 15 years. Here’s what changed — and what didn’t.
In Steven Spielberg’s Disclosure Day protagonists race across the globe to expose a decades-long government cover-up and reveal to the world that extraterrestrial life is real. It’s a question Spielberg has been asking since his 1977 Close Encounters of the Third Kind: How would the knowledge of extraterrestrial intelligence change us?
A prototype antenna for the next-generation Very Large Array tracks the Crab Nebula in this composite of astrophotography and radio data. Arrays like the VLA are central to how scientists would verify a potential SETI detection.
Credit: NSF/AUI/NSF NRAO/A.Sosnovici/M.Weiss
Active black holes are more common than we thought
A new census found more active galactic nuclei in small galaxies than ever before, plus a sharp uptick in numbers as galaxy mass increases.
Astronomers have created a comprehensive census of active galactic nuclei (AGN) — galaxies powered by a feeding central black hole. The new census, led by data pipeline developer Mugdha Polimera at the Center for Astrophysics | Harvard & Smithsonian, began while she was a graduate student at the University of North Carolina at Chapel Hill, working with two major galaxy survey teams.
Dwarf galaxy Henize 2-10 is known to house an active central black hole. However, the question of how many dwarf galaxies host central black holes remains unanswered.
Credit: NASA, ESA, Zachary Schutte (XGI), Amy Reines (XGI); Image Processing: Alyssa Pagan (STScI)


Astronomers solve the mystery of black holes‘ delayed cosmic ‚burps‘
„These late-time radio burps can appear when the black hole eats too fast or eats too slowly, so you should always eat the right speed if you want to avoid indigestion.“
Supermassive black holes are notoriously messy when devouring a star, but they can also linger over their meals, letting out massive radio „burps“ months or even years after their cosmic feast appears finished.
A shredded star is seen as a puffy disk around this black hole.
Image credit: NASA, ESA, Leah Hustak (STScI)
Sun-like star may have swallowed an exoplanet with help from a mysterious companion: ‚You are what you eat, right?‘
„That’s what makes this field so exciting. You really are solving a mystery.“
Astronomers have a cosmic mystery on their hands, investigating a celestial crime scene to determine if a distant star has eaten a super-Earth exoplanet. The star may have had an accomplice — a failed star or „brown dwarf“ companion — which may have steered the unfortunate planet toward its fiery doom.
An illustration shows the star TOI-5882 devouring a planet.
Image credit:Robert Lea (created by Canva)


James Webb Space Telescope finds a salty surprise on famous ‚Pink Planet‘
„We realized it was not like anything we have analyzed before.“
Using the James Webb Space Telescope, astronomers have discovered that the well-known „Pink Planet“ harbors a salty surprise and an exotic atmospheric chemistry. The discovery marks an advancement in the study of cold objects beyond the solar system.
An illustration of the Pink Planet GJ504b and the salty clouds discovered by the JWST.
Image credit:Robert Lea (created by Canva)
Raumfahrt
Erster Spatenstich für GOVSATCOM-Hub in Köln
Mit dem Spatenstich am 16. Juni 2026 am Standort Köln des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt startet der Bau eines zentralen europäischen Knotenpunkts für sichere Satellitenkommunikation. Der sogenannte GOVSATCOM-Hub (Governmental Satellite Communications) wird künftig eine zentrale Rolle für die Sicherheit Deutschlands und Europas einnehmen.
So wie in dieser künstlerischen Darstellung soll das Gebäude des GOVSATCOM-Hubs in Köln einmal aussehen.
Bild: DLR GfR mbH / Astoc Architects and Planners GmbH


Neuer Start für Spectrum-Rakete verschoben
Am 15. Juni 2026 ab 22 Uhr sollte ein neuer Startversuch der Spectrum-Rakete von Isar Aerospace erfolgen. Wegen technischen Problemen an der Rakete wurde der Start auf unbestimmte Zeit verschoben.
Wann wird der zweite Start der Spectrum-Rakete von Norwegen aus gelingen?
© Isar Aerospace / Spectrum on the launch pad under Northern Lights (Ausschnitt)
Ariane-6-Rakete fliegt mit stärkeren Boostern ins All
Die europäische Rakete Ariane 6 wird noch leistungsstärker: Ein neuer Booster verleiht der Rakete mehr Schub. Erstmals ging es damit ins All.
Und hier ein Beitrag auf spaceflightnow.com zum gleichen Thema.
Immer wieder ein beeindruckendes Spektakel: Die Ariane 6 startet mit neuen, leistungsstärkeren Boostern in Richtung All.
© ESA-CNES-ARIANESPACE-ArianeGroup / Optique Vidéo de CSG – T. Leduc (Ausschnitt)


Astrobotic showcases Griffin-1 lander ahead of environmental testing in California
Astrobotic showed off its nearly completed lunar lander, named Griffin-1, as the vehicle prepares to head to NASA’s Jet Propulsion Laboratory in California for environmental testing later this month.
Technicians work on Astrobotic’s Griffin-1 lander inside a cleanroom at the company’s facility in Pittsburgh, Pennsylvania on Monday, June 15, 2026.
Image: Will Robinson-Smith/Spaceflight Now
Aus den Sektionen und Fachgruppen
Die Astronomie-Szene Schweiz und international im Juni 2026
Dieser monatlich erscheinende Newsletter der SAG-SAS umfasst neben einem Rückblick auf die vergangenen Highlights aus dem Umfeld der Sektionen und Fachgruppen der SAG-SAS einen Ausblick auf die spannendsten Termine zu astronomischen und raumfahrttechnischen Ereignissen im Folgemonat.
Der Newsletter kann auf der folgenden Seite auch ganz einfach abonniert werden: sag-sas.ch/newsletter-abo/


19. – 21. Juni: On the Moon Again 2026
We are happy to announce that the seventh edition of On the Moon Again (www.onthemoonagain.org) will take place on June 19, 20 and 21, 2026.
It will be an opportunity to gather around the Moon and share the wonder again like we did last year. In 2025, more then 600 events were organized in 60 countries and allowed us to share our satellite with a few hundred thousand people.
We invite you again in June to get your telescope out into the street (respecting the sanitary rules in your country). It is easy, register now on https://forms.gle/QJjb7B496Y3D9g1m7
20. Juni: Vortrag über Asteroiden und Meteore – Prof. Dr. Hansjörg Dittus
Referent: Prof. Dr. Hansjörg Dittus, Durchführungsort: Sternwarte viadalat, Samedan
Ein Vortrags- und Beobachtungsabend zur Welt der Asteroiden, Kometen und Near-Earth-Objekte mit Einblicken in Raumfahrtforschung und Planetary Defense.
Jeden Tag erreichen Hunderte bis Tausende Tonnen meteoritischen Materials die Erde – die meisten verglühen lautlos in der Atmosphäre. Doch was verraten uns diese kosmischen Besucher? Bei diesem AstroEvent führt uns Prof. Dr. Hansjörg Dittus in die faszinierende Welt der Asteroiden, Kometen und interstellaren Objekte – kosmische Zeitkapseln, die seit Milliarden Jahren nahezu unverändert durch unser Sonnensystem reisen und wertvolle Hinweise auf dessen Entstehung liefern. Über 31’000 sogenannte Near-Earth Objects sind bekannt. Wie erforschen wir sie? Und wie können Raumfahrtmissionen helfen, potenziell gefährliche Einschläge zu verhindern? Der Vortrag gibt Einblick in aktuelle Forschung und die sogenannte «Planetary Defense».


23. Juni: Cosmos Club Spezial “Im Schatten des Mondes” mit Thomas Baer
Referent: Thomas Baer, Redaktor der Zeitschrift ORION
Durchführungsort: Raumschiff – Werkstatt für Astronomie, Dübendorf
Sonnenfinsternisse haben die Menschen seit jeher fasziniert. In der Schweiz fand die letzte grosse totale Sonnenfinsternis 1724, die nächste erst 2081. Wir tauchen in die Geschichte ein, erzählen, wie die Menschen früher auf dieses Himmelsereignis reagiert haben, wie es überhaupt möglich war, solche Phänomene vorauszusagen und welchen Zyklen sie unterliegen. Bis 2030 erlebt Spanien zwei totale und eine ringförmige Sonnenfinsternis. Am Abend des 12. August 2026 wird es auch in der Schweiz düster, wenn die Sonne kurz vor ihrem Untergang zu mehr als 90 % hinter dem Mond verschwindet.
Wir erleben die grösste Sonnenfinsternis seit 1999. Kommen Sie mit auf die Reise in den Schatten des Mondes und erleben Sie die Faszination des wohl grössten Naturschauspiels überhaupt. Ein himmelsmechanischer Vorgang, verständlich erklärt und mit spektakulären Bildern, Filmen und Animationen erlebbar gemacht.
27. Juni: ASTRO 2026 – Fachmesse für Astronomie in Friedrichshafen
Neue Fachmesse für Astronomie feiert Premiere am Bodensee
Mit der ASTRO wird das Portfolio der Messe Friedrichshafen um eine Fachveranstaltung für Astronomie erweitert. Am 27. Juni 2026 dreht sich das Angebot in der Halle B1 um Themen der Fern-Optik, Himmelsbeobachtung, astronomische Bildungsarbeit und weitere Astronomie-Fachgebiete. Parallel findet Europas größte Amateurfunkausstellung statt, die unter dem Motto „Discover the Sky: Amateur Radio meets Astronomy“ den Startschuss der neuen Fachmesse feiert. Passend dazu werden Programmpunkte angeboten, die die Synergien der beiden Communities hervorheben.
Alle Details zur Ausstellung findet man hier: https://sag-sas.ch/astro-fachmesse-2026/

Von den Schweizer Hochschulen

ETH: Wie man nach zwei Jahren Studium ein Raketentriebwerk entwickelt
Auf der ganzen Welt wird an dieser neuen Art Raketentriebwerk geforscht, weil sie effizienter und leistungsstärker sind: ETH-Studierende der studentischen Raumfahrtinitiative Aris haben ihre eigene Rotating Detonation Rocket Engine entwickelt und getestet.
Standbild aus aus dem Video, das den erfolgreichen Versuch zeigt.
Bild: ETHZ
UNI GE: La mission spatiale CHEOPS est prolongée
Suite aux remarquables performances scientifiques du télescope spatial CHEOPS, l’Agence spatiale européenne (ESA) a décidé de prolonger sa mission. Construit à l’Université de Berne (UniBE) et doté d’un centre des opérations scientifiques à l’Université de Genève (UNIGE), le télescope spatial continuera de fonctionner jusqu’à fin 2029.
And here is the English version of the article.
Représentation artistique du télescope spatial CHEOPS.
© ESA / ATG medialab


UNI BE: CHEOPS-Weltraummission verlängert
Angesichts der bemerkenswerten Erfolge des Weltraumteleskops CHEOPS hat die Europäische Weltraumorganisation (ESA) die erneute Verlängerung der CHEOPS-Mission beschlossen. Das Weltraumteleskop, das an der Universität Bern gebaut wurde und dessen wissenschaftliches Operationszentrum sich an der Universität Genf befindet, wird nun bis Ende 2029 weiter betrieben.
Künstlerische Darstellung von CHEOPS.
© ESA / ATG medialab
EPFL: L’EPFL se joint à la mission de l’ASE pour étudier la matière noire
Des chercheurs de l’EPFL contribueront à la conception et à la préparation d’ARRAKIHS, une mission de l’Agence spatiale européenne qui sera lancée en 2030 afin d’observer la formation des galaxies et d’apporter de nouvelles connaissances sur la nature de la matière noire.
And here is the English version of the article and the official press release from ESA on the same topic.
Galaxies de la suite de simulations FIREBox montrant la matière à faible luminosité de surface en périphérie, le type de structures qu’ARRAKIHS étudiera.
Crédit : Y. Revaz © 2026 EPFL


UNI ZH: Reise zum Urknall
Am CERN können Forschende an die Anfänge unseres Universums zurückreisen. Ben Kilminster konstruiert die präzisesten Teile der riesigen CERN-Detektoren, die das möglich machen – und er sucht in seiner Forschung nach Fehlern in den physikalischen Erklärmodellen.
Mit dem Large Hadron Collider am CERN können Bedingungen kurz nach dem Urknall rekonstruiert werden. Mit Detektoren, die UZH-Physiker Ben Kilminster entwickelt, und einem neuen Teilchenbeschleuniger könnten künftig weitere physikalische Rätsel gelöst werden.
Im Bild: CMS-Detektor am CERN/Bild: CERN

Marc Eichenberger
Präsident
Seit Kindesbeinen bin ich begeisterter Amateurastronom und war mehr als 30 Jahre im Vorstand der Astronomischen Gesellschaft Luzern tätig, die letzten neun Jahre als deren Präsident. Als stolzer Besitzer von drei Teleskopen sowie einem Astro-Feldstecher verbringe ich die klaren Nächte am liebsten mit Freunden und Gleichgesinnten als visueller Beobachter. Wenn es die Zeit erlaubt, versuche ich als Mitglied der AAVSO auch einen kleinen, wissenschaftlichen Beitrag zu leisten. Als Präsident der SAG-SAS ist es unter anderem mein Ziel die Astronomie allen Interessierten auf verständliche Art zugänglich zu machen.

