Astronomie
Beobachtungstipps im August
Der August in diesem Jahr hat so manches astronomisches Ereignis zu bieten: Der absolute Höhepunkt ist ohne Zweifel die totale Sonnenfinsternis über Island und Spanien, die auch im ganzen restlichen West- und Mitteleuropa in grosser Phase tief partiell zu sehen ist. Doch auch die fast totale Mondfinsternis am frühen Morgen des 28. August verdient unsere Aufmerksamkeit. In der Nacht nach der Sonnenfinsternis können wir zusätzlich die Perseiden geniessen und auch Saturn geht immer fürher auf und zeigt uns sein Ringsystem in ganzer Pracht.
Thema des Monats: Sonnen- und Mondfinsternisse meist im Duett


21. August: HEUTE AM HIMMEL
Kennen Sie die täglich publizierte Seite Heute am Himmel? Sie bietet tagesgenaue Informationen zu Astronomie und Raumfahrt, beginnend mit den Daten zum Mond und den Dämmerungszeiten. Anschliessend gibt sie in der Rubrik Tagesereignisse kurz und bündig einen kompakten Überblick zum Tagesgeschehen. Danach folgt eine tabellarische Auflistung der Astronomischen Ereignisse, gefolgt von den Planeten am Abend- und am Morgenhimmel. Zum Schluss werden die Überflugdetails zur Internationalen Raumstation (ISS) und hellen Satelliten, sowie die wichtigsten Links zur Sonnenbeobachtung gelistet.
Insgesamt also eine wichtige, astronomische Ressource, ohne die (fast) kein Amateurastronom auskommt!
Hinweis: Das Lesen dieses Beitrags setzt eine Mitgliedschaft beim ORION-Portal voraus.
Ein Stern auf extremer Bahn um das zentrale Schwarze Loch
Mithilfe des Very Large Telescope Interferometers wurde jetzt mit S301 ein Stern entdeckt, der das zentrale Schwarze Loch der Milchstraße näher und schneller umkreist als jeder andere bekannte Stern – mit einer Umlaufzeit von 8,7 Jahren und einer größten Annäherung, die in etwa der Entfernung zwischen Sonne und Saturn entspricht.
Und hier die original Pressemitteilung der ESO und ein Beitrag auf space.com zum gleichen Thema.
Das Bild zeigt alle bekannten Sterne im Zentrum der Galaxie, die das zentrale massereiche Schwarze Loch Sgr A* umkreisen. Der zentrale Bereich wird von jungen, heißen Sternen (blau) und einigen kühleren Sternen (orange/rot) dominiert. Einer der kühleren Sterne, S301, nähert sich Sgr A* sehr stark an – in etwa in der Entfernung zwischen Sonne und Saturn. Sgr A* selbst ist von heißem Plasma umgeben, dessen Licht durch die starke Schwerkraft des Schwarzen Lochs gekrümmt wird.
Bild: MPE


Hinweise auf Wasser schon auf dem noch sehr jungen Mars
Wasser nachweisen, wo heute keines mehr vorhanden ist: Neutronen- und Röntgentomografie machen es möglich. In einer internationalen Studie konnten Forschende makroskopische wasserstoffreiche Bereiche im Inneren eines Marsmeteoriten sichtbar machen. Die Resultate liefern Hinweise auf frühe Wasser-Gesteins-Reaktionen auf dem Mars.
Der Planet Mars auf einem Mosaik, das auf Aufnahmen der Sonde Viking 1 beruht.
Bild: NASA / USGS
Was chemische Fingerabdrücke über die Vergangenheit massereicher Sterne verraten
Viele massereiche Sterne waren einst Teil von Doppelsternsystemen, doch ihre spannende Vergangenheit war bisher oft nicht mehr nachvollziehbar. Eine neue Methode könnte es nun erlauben, Sterne zu identifizieren, die einst Masse von einem Begleitstern aufgenommen haben. Diese Sterne erscheinen heute als Einzelobjekte, tragen aber die chemischen Spuren ihrer Vergangenheit als Doppelstern.
Ein „chemischer Fingerabdruck“, hier symbolisch in einer künstlerischen Darstellung angedeutet, kann helfen, die Doppelstern-Vergangenheit massereicher Sterne zurückzuverfolgen.
Bild: ESO / M. Kornmesser / H. Jin


Erstmals Galaxie mit drei aktiven supermassereichen Schwarzen Löchern entdeckt
Forschende haben erstmals drei aktiv akkretierende supermassereiche Schwarze Löcher in einer einzigen, weit entfernten Galaxie nachgewiesen. Zwei der Schwarzen Löcher liegen eng beieinander im Zentrum der Galaxie J0148-4214, ein drittes befindet sich weiter außen. Der Fund gelang durch Beobachtungen mit dem Weltraumteleskop James Webb.
Und hier ein Beitrag auf spektrum.de zum gleichen Thema.
Eine vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik veröffentlichte KI-generierte künstlerische Visualisierung einer weit entfernten Galaxie, die neben Staub, Gas und jungen Sternen drei massereiche, aktive Schwarze Löcher (schwarze Kugeln, nicht maßstabsgetreu) mit hellen Akkretionsscheiben enthält. Im Hintergrund sind weitere weit entfernte Galaxien zu sehen, im Vordergrund einige wenige Sterne.
Bild: MPE
Hülle um Stern nahe des zentralen Schwarzen Lochs enthält Wasser
Neue Beobachtungen mit dem James-Webb-Weltraumteleskop zeigen, dass der Stern IRS 3 im Zentrum unserer Milchstraße enorme Mengen an Masse verliert. Seine umliegende Hülle wird dadurch kontinuierlich größer. Mit Webb gelang auch ein Blick in diese Hülle: Hier konnte das Team Wassermoleküle nachweisen – zur Überraschung der Forschenden.
Und hier ein Beitrag auf spektrum.de und die Pressemitteilung der ESA zum gleichen Thema.
Die Region um den Stern IRS 3 in einer Aufnahme mit dem Instrument MIRI von James Webb.
Bild: ESA / Web, NASA & CSA, F. Peißker, F. Yusef-Zadeh, N. B. Sabha, C. Chan


Wie Strukturen in den Zentren von Galaxien gemeinsam wachsen
Eine neue Galaxiensimulation lieferte jetzt neue Einblicke in die Prozesse, die die Zentren von Galaxien im gesamten Universum prägen und die Entstehungsgeschichte der Milchstraße bestimmen. Danach sind Sternhaufen und Sternscheiben im innersten Zentralbereich von Galaxien keine voneinander unabhängigen Strukturen, sondern eng miteinander wachsende verknüpfte Komponenten.
Hochauflösende hydrodynamische Simulation des SMUGGLE-Ring-Projekts: ein Balken aus Sternen entsteht in einer Galaxie, die der Milchstraße ähnlich ist. Der Balken lenkt Gas entlang der durch ihn erzeugten Einströmungsbahnen ins Innere der Galaxie. Das Gas speist die Zentralregion, in der ein kompakter Kernsternhaufen und eine ihn umgebende nukleare Sternscheibe gemeinsam heranwachsen.
Bild: AIP / S. Kwak
Kleinste Wirbel auf der Sonnenoberfläche entdeckt
Beobachtungen des Daniel K. Inouye Solar Telescope sowie Computersimulationen haben jetzt kleinste Wirbel an der Sonnenoberfläche enthüllt, die noch nie zuvor zu sehen waren. Die Entdeckung könnte helfen zu verstehen, wie sich Energie im Magnetfeld der Sonne aufstaut, um sich dann explosiv zu entladen. Die Forschenden werten die Wirbel als Anzeichen von Kelvin-Helmholtz-Instabilitäten.
Das bisher höchstaufgelöste Bild der Sonnenoberfläche (Photosphäre), aufgenommen bei einer Wellenlänge von 416 Nanometern mit dem Inouye Solar Telescope. An den Rändern der Sonnengranulen zeigen sich fransenartige Strukturen, die sich stellenweise verwirbeln.
Bild: NSF / NSO / AURA / MPS


APOD: Astronomy Picture of the Day
Hier das tagesaktuelle Bild von der Seite „Astronomy Picture of the Day“ (APOD) – ein wunderbares Bildarchiv zur Astronomie, das viele Jahre zurückreicht.
Time-Lapse of the Star S301 Orbiting the Black Hole in the Center of the Galaxy
Image Credit & License: ESO/GRAVITY Collaboration/L. Calçada, Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)
Neutronen: Auf der Suche nach der Spiegelwelt
Schon seit Jahrzehnten gibt es die Vermutung in der Physik, es könnte eine Spiegelwelt existieren, die mit unserer Realität nur in äußerst schwachem Kontakt steht. Die Teilchen dieser Spiegelwelt gelten auch als Kandidaten für die Dunkle Materie, sind aber schwer zu fassen. Durch die Vermessung von rund 25 Milliarden Neutronen hat man versucht, ihnen auf die Spur zu kommen.
Die beiden PSI-Forscher Bernhard Lauss (links) und Geza Zsigmond haben an der Ultrakalten Neutronenquelle des PSI rund 25 Milliarden Neutronen vermessen.
Bild: Markus Fischer / Paul Scherrer Institut PSI


Neuer Katalog enthält doppelte Anzahl von Röntgenquellen
Das deutsche eROSITA-Konsortium hat seinen zweiten großen Datensatz – den eROSITA Data Release 2 (DR2) vorgestellt. Er basiert auf den ersten drei Durchmusterungen des gesamten Himmels mit dem eROSITA-Teleskop an Bord der Spektrum-Röntgen-Gamma-Mission und bietet den bislang empfindlichsten und umfassendsten Katalog des Röntgenhimmels, der öffentlich zugänglich ist.
Das Bild zeigt Röntgenquellen in der westlichen Hemisphäre des Röntgenhimmels. Die galaktische Ebene verläuft horizontal durch die Bildmitte. Quellen aus dem eROSITA-Katalog sind mit ihrer roten, grünen und blauen Helligkeit dargestellt, die jeweils ihre Zählrate im weichen (0,5–1,0 keV), mittleren (0,5–1,0 keV) und harten (1,0–2,0 keV) Bereich anzeigen. Der Himmel wird unter Verwendung einer azimutalen flächenwahrenden Projektion dargestellt.
Bild: MPE, J. Sanders für das eROSITA-Konsortium
Dem Ursprung von Gold, Platin und Eisen auf der Spur
Woher stammen Gold, Platin oder Uran? Diese Frage beschäftigt Astrophysik und Kernphysik seit Jahrzehnten. Ein Forschungsteam hat nun einen wichtigen Schritt zum Verständnis der Entstehung dieser schweren Elemente gemacht: Die Forschenden zeigten, wie moderne Berechnungen von Atomkernen die Vorhersagen für die sogenannte r-Prozess-Nukleosynthese deutlich verbessern können.
Künstlerische Darstellung der Verschmelzung zweier Neutronensterne.
Bild: ESO / L. Calçada / M. Kornmesser


»Little red dot« stellt Entfernungsrekord auf
Die vor wenigen Jahren mit dem James-Webb-Weltraumteleskop gefundenen »little red dots« können durch Schwarzloch-Sterne erklärt werden. Die zurzeit am weitesten rötliche Punktquelle ist entdeckt worden.
Mit der Nahinfrarotkamera NIRCam des James-Webb-Teleskops entstand diese weitläufige Aufnahme im Sternbild Sextant am Südhimmel. Hervorgehoben ist eine unscheinbare Himmelsquelle namens MoM-z14, die am weitesten entfernte Galaxie. In der gleichen Beobachtungskampagne MoM wurde auch der »little red dot« MoM-BH*-1 entdeckt, der den aktuellen Distanzrekord hält.
© NASA, ESA, CSA, STScI, Rohan Naidu (MIT); Image Processing: Joseph DePasquale (STScI) / NASA Webb Pushes Boundaries of Observable Universe Closer to Big Bang (Ausschnitt
Asteroid Nysa ist ein Drilling
Der etwa 80 Kilometer lange Asteroid (44) Nysa ist offenbar ein Objekt, das aus drei sich berührenden Teilkörpern besteht. Zudem wird er von einem rund einen Kilometer großen Mond umrundet.
Mit dem Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte ESO und Chile und dem Instrument SPHERE gelang es, die räumliche Gestalt des Hauptgürtelasteroiden (44) Nysa aufzunehmen. Der Asteroid besteht aus drei Teilkörpern, die einander berühren.
© ESO/K. Minker et al. / Unmasking an unusual asteroid / CC BY 4.0 (Ausschnitt)


Lion Nebula Roars to Life With NASA’s Webb
Observing across the starry “plains” of space, NASA’s James Webb Space Telescope has taken new images of NGC 2392, nicknamed the Lion Nebula. NASA’s Hubble Space Telescope previously viewed this planetary nebula in 2000, imaging the lion face-shaped target in visible light and revealing features such as the “mane” of hazy, comet-shaped objects. Now Webb has captured a clearer, more detailed view of the Lion Nebula due to its high-resolution imaging.
NASA’s James Webb Space Telescope imaged the planetary nebula NGC 2392, the Lion Nebula, using the observatory’s NIRCam and MIRI instruments. The central star’s remains are responsible for the nebula’s structure, including a lion face-shaped bubble of ionized gas and dust “mane.”
Credits: Image: NASA, ESA, CSA, STScI; Image Processing: Alyssa Pagan (STScI)
A New Way to Map the Universe’s Missing Matter
Brief but powerful flashes of radio waves are aiding astronomers’ quest to find and map cosmic gas.
Look around and you’d be forgiven for thinking that we can account for most baryons, the “normal” particles such as the protons and neutrons that make up you, me, Earth, and the Sun. But the billions of Milky Way stars, trillions of planets, and extensive clouds of galactic gas — all of them don’t hold a candle to what’s outside our galaxy.
The Canadian Hydrogen Intensity Mapping Experiment (CHIME) has captured several thousand fast radio bursts, brief but powerful flashes of radio waves.
Photo courtesy of CHIME, with background edited by MIT News


The Helix Nebula is Hurling Clumps of Gas through Space
The star at the heart of the oft-observed Helix Nebula powered a clumpy wind before it died. Now, new images capture these clumps’ dissolution into the space between stars.
This composite image of the Helix Nebula combines data from MOTHRA, the Hubble Space Telescope, and the Kitt Peak 4-meter telescope.
MOTHRA and NASA / ESA / C. R. O’Dell (Vanderbilt Univ.) and M. Meixner, P. McCullough and G. Bacon (STScI)
Spying on a Split Comet
Traversing through the solar system, a comet split in two, and a recent study used six months of observations to investigate when and why.
Composite images of 240P as it approached and passed perihelion, showing the split components, 240P-A (top vertical line) and 240P-B (bottom vertical line), moving together.
Jewitt et al / Astrophysical Journal 2026


How gravitational waves transformed our universe
With hundreds of events now in the books, astronomers are using these cosmic chirps to unravel the mysteries of black holes, neutron stars, and the fate of the universe.
Two black holes spiral around each other, drawing closer to a merger, in this illustration of the system that produced the GW170104 gravitational-wave signal spotted by LIGO in January 2017. Astronomers determined it had come from the merger of black holes weighing some 19 and 32 times the mass of the Sun. They produced a single black hole of 49 solar masses; the remaining mass was converted into energy and carried away by gravitational waves.
Credit: LIGO/Caltech/MIT/Sonoma State (Aurore Simonnet)
James Webb Space Telescope finds ‚hidden stars‘ making the universe’s 1st galaxies much bigger than we knew
„If a galaxy were a city, the brightest stars would be the skyscrapers you can immediately see from far away.“
Imagine looking at a vast city on Earth from a great distance, knowing nothing about that city; you may assume that its only buildings are the largest, most visible skyscrapers. But, get closer or look with a far more powerful tool, and you would begin to discover smaller buildings between mountainous skyscrapers.
Nine galaxies captured by the James Webb Space Telescope. Their spectrum reveals that there are many more relatively small stars in these galaxies.
Image credit: Cheng et al. 2026


Could ‚dark photons‘ explain dark matter?
„This paper opens up a lot of new possibilities to look for dark matter.“
New research suggests that if dark matter is composed of „dark photons,“ it would not have heated the early cosmos like scientists previously thought. If correct, this discovery could represent a paradigm shift in the hunt for the universe’s most mysterious stuff.
An ilustration of dark photon-dark matter filling the early universe.
Image credit: Robert Lea (created with Canva)
Raumfahrt
Schutzweste AstroRad senkt Strahlenbelastung deutlich
Im Rahmen der Mission Artemis I flogen als Teil des Strahlungsexperiments MARE auch die Messpuppen Helga und Zohar zum Mond und wieder zurück. Beide waren mit Strahlungsdetektoren ausgestattet, Zohar trug zudem eine neu entwickelte Schutzweste. Eine jetzt vorgestellte Studie zeigt, dass eine solche Schutzweste die Strahlenbelastung für Besatzungsmitglied deutlich senken kann.
Helga und Zohar auf den Crewplätzen drei und vier im Orion-Raumschiff, bereit für ihren Flug zum Mond.
Foto: NASA / Frank Michaux


SOLIS100: Isolationsstudie endete nach 100 Tagen
100 Tage Isolation sind beendet: Die SOLIS100-Crew hat ihre „Raumstation“ verlassen. Sechs Männer und Frauen haben mehr als drei Monate abgeschottet von der Außenwelt verbracht. Welche Auswirkungen hat das auf das Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit und die Gesundheit – wichtige Fragen für künftige Langzeitmissionen ins All.
100 Tage lang waren die schweren Doppeltüren des SOLIS100-Moduls M5 im :envihab, der High-Tech-Forschungsanlage des DLR-Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin in Köln, verschlossen. Am 1. August 2026 öffneten sie sich um 9:13 Uhr für die sechs internationalen „terrestrischen Astronautinnen und Astronauten“.
Foto: DLR
Die Rettungsmission für Swift ist gescheitert!
Nach mehr als 21 Jahren im All ist das Ende des Neil Gehrels Swift Observatory besiegelt. Eine private Rettungsmission scheiterte an Problemen mit dem Rettungssatelliten LINK. Nun soll Swift noch für Tests genutzt werden, bevor er in der Erdatmosphäre verglüht.
Und hier ein Beitrag auf space.com zum gleichen Thema.
Die Illustration zeigt das Neil Gehrels Swift Observatory (rechts) und den Rettungssatelliten LINK (links) beim geplanten Andockmanöver. LINK sollte Swift greifen, seine Triebwerke zünden und damit sich selbst und das Teleskop auf eine höhere Umlaufbahn bringen.
© Katalyst Space / What to Expect: Commercial Mission to Boost NASA’s Swift (Ausschnitt)


Der jüngste Krater auf dem Mond
Mit dem Lunar Reconnaissance Orbiter der NASA gelangen detaillierte Fotos des etwa 20 Meter großen Einschlagkraters, den eine Falcon-9-Oberstufe am 5. August 2026 erzeugte.
Am 5. August 2026 schlug die zweite Stufe einer Falcon-9-Rakete ungebremst auf dem Mond ein und erzeugte dabei den etwa 20 Meter breiten und drei Meter tiefen Einschlagkrater in der Bildmitte. Es lassen sich dunkle und helle Auswurfstrahlen erkennen.
© NASA Goddard/Intuitive Machines / NASA’s LRO Images Falcon 9 Crater on Moon, Learns New Details (Ausschnitt)
Das 13. Starship soll geborgen werden
Das Starship Nummer 13, das nach seinem kurzen Raumflug am 24. Juli 2026 sanft im Indischen Ozean wasserte, soll geborgen werden. Es ist das erste Mal, dass dies möglich ist, da es beim Aufsetzen nicht wie seine Vorgänger explodierte.
An einen großen Meeressäuger erinnert das im Indischen Ozean treibende Starship 13, das nun geborgen werden soll.
© SpaceX / Newscom / picture alliance (Ausschnitt)


Blue Origin identifies engine issue behind New Glenn explosion
Blue Origin CEO Dave Limp said an issue with the main oxygen valve on a BE-4 engine was the source of the explosion that destroyed a New Glenn rocket during a static fire in May ahead of the company’s fourth orbital flight.
Blue Origin’s New Glenn rocket exploded on the pad at Launch Complex 36 at Cape Canaveral Space Force Station as the result of an anomaly during a static fire test on Thursday, May 28. The test was in preparation for a planned launch as soon as June 4.
Image: Adam Bernstein/Spaceflight Now
NASA Administrator ‘extremely confident’ in Artemis 3 mission in 2027
NASA is potentially less than a year away from the trio of rocket launches that will encompass the Artemis 3 mission and the agency’s leader said he is “extremely confident” that the mission will happen in 2027.
NASA Administrator Jared Isaacman announces the Max Power event, an air and space expo that will take place across Space Florida’s Launch and Landing Facility at the Kennedy Space Center and the Kennedy Space Center Visitor Complex on Nov. 7-8, 2026.
Image: Adam Bernstein/Spaceflight Now


Astronauts remove failed antenna; run out of time to install a spare
NASA’s Anil Menon and European Space Agency astronaut Sophie Adenot returned to the International Space Station’s Quest airlock, closed the hatch and began repressurizing at 2:52 p.m. EDT, bringing a six-hour 23-minute spacewalk to a close.
It was the 282nd EVA devoted to station assembly and maintenance, the fifth so far this year, the second for Menon and the first for Adenot, now the first French woman to walk in space.
This image above shows the operational SGANT (right) with the dish of the failed unit partially visible near bottom center. Menon, wearing a suit with red stripes, is locked onto the station’s robot arm while Adenot, wearing an unmarked suit, floats below him.
Image: NASA
Mars Express orbiter captures detailed new video of the crater where Mark Watney was stranded in ‚The Martian‘
Schiaparelli is one of the largest craters on Mars.
Europe’s Mars Express orbiter has captured new, stunning imagery flying low over a geological region of the Red Planet shaped by ancient waterflow billions of years ago.
The wide strip of land in Utopia Planitia imaged by Mars Express. The dark volcanic material is on the right, while grabens can be seen on the left.
Image credit: European Space Agency


China’s Chang’e 7 moon probe will launch this weekend on the most ambitious lunar mission in history
„Chang’e-7 is the most ambitious, comprehensive, and complex robotic lunar mission ever attempted by any nation or entity.“
China’s moon exploration program is readying an ambitious robotic mission, one composed of an orbiter, a lander, a rover, a hopper, and a wide range of international experiments including a U.S.-supported payload.
Artist’s depiction of China’s Chang’e 7 lunar mission.
Image credit: China Media Group
Aus den Sektionen und Fachgruppen
Die Astronomie-Szene Schweiz und international im August 2026
Dieser monatlich erscheinende Newsletter der SAG-SAS umfasst neben einem Rückblick auf die vergangenen Highlights aus dem Umfeld der Sektionen und Fachgruppen der SAG-SAS einen Ausblick auf die spannendsten Termine zu astronomischen und raumfahrttechnischen Ereignissen im Folgemonat.
Der Newsletter kann auf der folgenden Seite auch ganz einfach abonniert werden: sag-sas.ch/newsletter-abo/


1. September: Zoom-Meeting der Fachgruppe Astrofotografie
Die Mitglieder der Fachgruppe Astrofotografie treffen sich ungefähr alle zwei Monate in einer Videokonferenz. Wir verwenden dazu die Applikation “Zoom”. Zur Teilnahme am Meeting werden Zugangsdaten benötigt. Bitte kontaktiere dafür mind. 5 Tage vorher: ![]()
Die Termine liegen zeitlich absichtlich um die Vollmond-Phase, damit die Fotografen die mondlosen Nächte für das Fotografieren nutzen können.
Weitere Infos finden Sie unter www.astrofoto.ch/agenda
10. – 13. September – Mirasteilas 2026, Falera GR
Unsere Astronomietage haben eine lange Tradition und führen jedes Jahr Hobbyastronomen aus ganz Europa zu einem Beobachtungswochenende zusammen. Das Beobachtungsgelände “Chinginas” ist unterhalb der Sternwarte Mirasteilas gelegen und vom Dorfkern Falera aus in gut 10 Minuten zu Fuss bequem zu erreichen.
Teilnehmer des Astronomietreffens dürfen kostenlos auf dem Areal der Sternwarte zelten. Teleskope können mitgebracht und auf der Wiese aufgebaut werden.

Von den Schweizer Hochschulen

UNI BE: Asteroideneinschlag formte das Aussehen des Marsmonds Deimos
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Bern hat mithilfe hochauflösender Computersimulationen und dem Vergleich mit den neusten Aufnahmen der ESA-Raumsonde Hera gezeigt, dass ein einzelner Asteroideneinschlag den Marsmond Deimos geformt und seine glatte, staubige Oberfläche geschaffen hat.
Mars und Deimos, aufgenommen von der Hyperscout-H-Kamera der Hera-Sonde. Der rote Planet erscheint auf diesem im nahen Infrarot aufgenommenen Hyperscout-H-Bild der ESA-Raumsonde Hera hellblau.
© ESA
EPFL: Comment mesure-t-on un tiers d’électron ?
Des scientifiques de l’EPFL ont mis au point un dispositif en graphène capable de mesurer les infimes charges électriques fractionnaires portées par certains des objets les plus étranges de la physique quantique.
And here is the English version of the article on the same topic.
Illustration d’un modèle atomique avec sa couche électronique.
Crédit : Ideogram (AI)


ETH: ETH Zürich bündelt Klima- und Erdbeobachtungsdaten für die Forschung von morgen
Mit Simulationen zeigen ETH-Forschende auf: Grabenbrüche auf der Venus sind nicht wie angenommen Relikte aus längst vergangenen Epochen, sondern sie sind vermutlich bis zum heutigen Tag geologisch aktiv. Diese Erkenntnis verändert unser Bild vom Schwesterplaneten der Erde und wird künftige Venus-Missionen beeinflussen.
Auf der Venus gibt es riesige Grabenbrüche. Sie deuten darauf hin, dass der Planet geologisch noch immer aktiv ist.
Bild: NASA/JPL/USGS
UNI GE: La mission spatiale CHEOPS est prolongée
Suite aux remarquables performances scientifiques du télescope spatial CHEOPS, l’Agence spatiale européenne (ESA) a décidé de prolonger sa mission. Construit à l’Université de Berne (UniBE) et doté d’un centre des opérations scientifiques à l’Université de Genève (UNIGE), le télescope spatial continuera de fonctionner jusqu’à fin 2029.
And here is the English version of the article.
Représentation artistique du télescope spatial CHEOPS.
© ESA / ATG medialab


UNI ZH: Reise zum Urknall
Am CERN können Forschende an die Anfänge unseres Universums zurückreisen. Ben Kilminster konstruiert die präzisesten Teile der riesigen CERN-Detektoren, die das möglich machen – und er sucht in seiner Forschung nach Fehlern in den physikalischen Erklärmodellen.
Mit dem Large Hadron Collider am CERN können Bedingungen kurz nach dem Urknall rekonstruiert werden. Mit Detektoren, die UZH-Physiker Ben Kilminster entwickelt, und einem neuen Teilchenbeschleuniger könnten künftig weitere physikalische Rätsel gelöst werden.
Im Bild: CMS-Detektor am CERN/Bild: CERN

Marc Eichenberger
Präsident
Seit Kindesbeinen bin ich begeisterter Amateurastronom und war mehr als 30 Jahre im Vorstand der Astronomischen Gesellschaft Luzern tätig, die letzten neun Jahre als deren Präsident. Als stolzer Besitzer von drei Teleskopen sowie einem Astro-Feldstecher verbringe ich die klaren Nächte am liebsten mit Freunden und Gleichgesinnten als visueller Beobachter. Wenn es die Zeit erlaubt, versuche ich als Mitglied der AAVSO auch einen kleinen, wissenschaftlichen Beitrag zu leisten. Als Präsident der SAG-SAS ist es unter anderem mein Ziel die Astronomie allen Interessierten auf verständliche Art zugänglich zu machen.

