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Jost Bürgi und Georg Joachim Rheticus – Über zwei schier vergessene Genies aus unserer Gegend

20. März / 19:30 - 21:00
kostenlos

Astronomische Gesellschaft Urania Zürich: Vorträge 2020
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Freitag 20. März 2020, 19:00 Uhr, Universität Zürich, Rämistrasse 71
Im Anschluss an die GV / Cüpli Apero. Raum wird später bekanntgegeben, siehe –> www.aguz.ch.

Bildervortrag: Jost Bürgi und Georg Joachim Rheticus,
Über zwei schier vergessene Genies aus unserer Gegend

Dr. Philipp Schöbi, Feldkirch

Abstract:
Sein Arbeitgeber Wilhelm IV. von Hessen/Kassel nannte ihn einen zweiten Archimedes, Johannes Kepler verglich ihn in seiner Bedeutung mit Albrecht Dürer: Jost Bürgi (1552-1632) aus Lichtensteig im Toggenburg.

Er revolutionierte die Uhrmacherkunst und die Präzision astronomischer Messungen, entdeckte die Logarithmen, berechnete über einen mysteriösen „Kunstweg“ die genauesten Sinustafeln seiner Zeit, schuf mathematische Begriffe und Verfahren, die in ihrer Raffinesse und Tragweite erst Jahrhunderte später erkannt wurden, baute Messinstrumente, Himmelsgloben und vielerlei andere Geräte von bisher nie und über hundert Jahre nach ihm nicht mehr erreichter Genauigkeit, aber auch von bestechender Schönheit, Eleganz und Funktionalität.

Bild: Jost Bürgi ((1552-1632))

In ihm vereinigte sich der Uhrmacher und Handwerker mit dem Erfinder, Mathematiker, Astronom und dem Künstler, und wer ihn persönlich kannte, sah in ihm ein Genie.

Verschiedene von Jost Bürgis Grosstaten wären nicht möglich gewesen ohne die Arbeiten von Nikolaus Kopernikus (1473–1543) und dessen einzigem Schüler: Georg Joachim Rheticus (1514–1574) aus Feldkirch in Vorarlberg (A). Ohne Rheticus wüssten wir heute wohl gar nichts über Kopernikus!

Denn ohne den Besuch 1539 des damals 25jährigen Gelehrten beim schon fast 70jährigen Frauenburger Domherrn hätte dieser sein revolutionäres Werk über den Gang der Gestirne überhaupt nicht mehr zur Druckreife gebracht und veröffentlicht.

Rheticus setzte aber auch eigene Meilensteine in den Wissenschaften, die bis in unsere Zeit nach¬wirken, zum Beispiel mit seinen ersten vollständigen trigonometrischen Tafeln. Und er war wohl der einzige Gelehrte, der an allen drei grossen Umbrüchen des 16. Jahrhunderts persönlich beteiligt war: In der Religion (Luther), in den exakten Wissenschaften (Kopernikus) und in der Medizin (Paracelsus).
Bild: Bürgis Mondanomalienuhr (1591) –
frühes Bekenntnis zu Kopernikus

Details

Datum:
20. März
Zeit:
19:30 - 21:00
Eintritt:
kostenlos
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
Website:
www.aguz.ch

Veranstalter

AGUZ Astronomische Gesellschaft Urania Zürich
E-Mail:
aguz@gmx.ch
Website:
http://www.aguz.ch

Veranstaltungsort

Universität Zürich, Hauptgebäude
Rämistrasse 71
Zürich, 8006 Schweiz
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