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-> Kurzbericht zur ersten Astronomie-Messe im Süden Deutschlands seit 2019

Autor: Harald Steinmüller, VdS FG Astronomische Vereinigungen

Die Astronomiemesse im Süden, die frühere AME, fand bis 2019 in Villingen-Schwenningen statt. Und obwohl die Besucherzahlen damals schon merklich zurückgingen, wurde sie in den letzten Jahren von den Amateurastronomen schmerzlich vermisst. Der ATT in Essen, der jedes Jahr im Mai stattfindet, ist zwar groß und etabliert, setzt aber den Willen der Astronomen aus den südlichen Landesteilen voraus, größere Entfernungen zurückzulegen, um evtl. an „Messeschnäppchen“ heranzukommen.

Insofern war es eine gewagte, aber sicherlich gute Idee der Astronomischen Vereinigung Bodensee, wieder eine Süd-Messe zu organisieren. Diese dann mit der jährlich stattfindenden Amateurfunkmesse HAM RADIO zusammenzulegen, schien zunächst ein Wagnis, aber bot bereits bestehende Messe-Infrastruktur und minimierte das Risiko für die Organisatoren.

Glücklicherweise stellte sich heraus, dass die Kooperation mit der HAM RADIO seine Vorteile hatte. Schon allein deshalb, weil viele Amateurfunker auch einen Draht zur Amateurastronomie haben und das zusätzliche Angebot an diesem Samstag gerne annahmen. Aus den Reaktionen konnte man entnehmen, dass die ASTRO gerne angenommen wurde. Klar, 17 Euro Eintritt für so eine kleine Messe (dafür war aber auch der Besuch der HAM RADIO mit eingeschlossen) war kein Pappenstiel, aber gefühlt war die ASTRO fürs erste Mal recht gut besucht. Auch wenn nicht alle namhaften professionellen Anbieter präsent waren, so bot die Ausstellung doch ein buntes Vortragsprogramm und vielfältige Stände. Mehrere Vereine aus Baden-Württemberg und der Schweiz präsentierten sich. Im Außengelände wurde auch Sonnenbeobachtung angeboten. Und es zeigte sich auch, dass Besucher aus den Bodensee-Anrainerstaaten Schweiz und Österreich das Angebot gerne annahmen.

Fazit: Die ASTRO war für den ersten Anlauf ein Erfolg. Trotz 38° Außentemperatur war es in der Halle angenehm temperiert. Allerdings wurde von vielen der „Flohmarkt“ vermisst, wo viele private Anbieter ihr gebrauchtes Equipment anbieten. Aufgrund der Preise für die Messestände sind hier künftig womöglich noch Verhandlungen mit der Messegesellschaft notwendig, um das für private Anbieter attraktiver zu machen. Aber wenn es allein schon gelingt, im nächsten Jahr mehr professionelle Anbieter zu bekommen, kann sich die ASTRO als neue Süd-Messe durchaus etablieren – und das wäre wichtig für die Astronomie-Szene.

Wünschenswert wären dazu noch: Mitmach-Stände für die Besucher, um auch jugendliche Interessenten anzulocken oder auch die Beteiligung der Fachgruppe Radioastronomie, welche zu den Funkern wohl die meisten Anknüpfungspunkte bietet und eine attraktive fachliche Bereicherung der Ausstellung wäre.

Marc Eichenberger

Präsident

Seit Kindesbeinen bin ich begeisterter Amateurastronom und war mehr als 30 Jahre im Vorstand der Astronomischen Gesellschaft Luzern tätig, die letzten neun Jahre als deren Präsident. Als stolzer Besitzer von drei Teleskopen sowie einem Astro-Feldstecher verbringe ich die klaren Nächte am liebsten mit Freunden und Gleichgesinnten als visueller Beobachter. Wenn es die Zeit erlaubt, versuche ich als Mitglied der AAVSO auch einen kleinen, wissenschaftlichen Beitrag zu leisten. Als Präsident der SAG-SAS ist es unter anderem mein Ziel die Astronomie allen Interessierten auf verständliche Art zugänglich zu machen.

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